Instrumente für Kinder: Einstieg in eine wunderbare Welt

Musik

Instrumente für Kinder: Einstieg in eine wunderbare Welt

Musizieren ist etwas Schönes und bringt viel für die geistige Gesundheit. Es gibt einige Instrumente, mit denen der Nachwuchs am besten seine musikalische Karriere starten kann.

Ob Geige, Blockflöte oder Gitarre: Musizieren hilft Kindern bei ihrer Entwicklung.

Eigentlich können schon Vierjährige mit dem Musizieren anfangen - wenn sie wollen. Die meisten Kinder haben Spaß an der Musik, und sollten sie die nötige Geduld, Konzentration, Fingerfertigkeit und Auffassungsgabe besitzen, dürfte sie nicht viel davon abhalten, ein Instrument zu erlernen. Einige Eltern schrecken davor zurück, ein teures Instrument zu kaufen, da sie sich nicht sicher sind, ob ihre Tochter oder ihr Sohn lange durchhält, und das Geld wäre dann zum Fenster hinausgeworfen. Zum Glück gibt es viele Initiativen, Kurse und Schulen, in denen Instrumente geliehen werden können. Das nimmt den finanziellen Druck. Einige Musikschulen bieten auch Einstiegskurse an, in denen die Kinder bis zu sechs Instrumente kennenlernen und sich dann erst entscheiden müssen, welches ihr Herz gewinnt.

Instrumente für Kinder: Um das Üben kommen sie nicht herum

Ein Instrument zu erlernen bedeutet: Üben, üben! Das geht manchmal auf die Nerven der Umgebung und so manches Kind hat bald keine Lust mehr, jeden Tag eine halbe Stunde oder mehr zu üben. Dann ist immer die große Frage, ob ihr als Eltern sie weiter anspornen sollt oder euren Traum, eine kleine Ann-Sophie Mutter oder einen Lang Lang in eurer Mitte zu haben, begrabt. Ihr kennt eure Kinder am besten und sprecht mit ihnen darüber, warum sie nicht mehr mit Wonne die Geige oder das Klavier spielen wollen. Manchmal hilft auch ein Wechsel zu einem anderen Instrument, um die Liebe an der Musik wieder zu entfachen.

Wenn es um die Wahl der Instrumente geht, sollten Kinder generell selber entscheiden dürfen, denn einem von ihnen ausgesuchten Instrument widmen sie mehr Zeit als einem von euch sanft erzwungenem. Wenn sich alle nicht sicher sind, nutzt die Möglichkeiten, mehrere Instrumente auszuprobieren.

Hier werden einige Instrumente nach Kosten- und Übungsaufwand sowie passendem Alter beurteilt:

Blockflöte

Ab wann: Vier Jahre

Kosten: Für den Anfang reicht schon eine Flöte unter zehn Euro*. Wer will, kann aber auch mehr für eine Holzflöte ausgeben.

Übungsaufwand: Das Schöne an der Blockflöte ist, dass sich erste Erfolge schnell einstellen, deshalb ist sie seit Jahrzehnten das gängige Anfängerinstrument, mit denen Kinder Noten lernen.

Klavier

Ab wann: Vier Jahre

Kosten: Kommt darauf an. Ihr könnt ein elektronisches Klavier besorgen, das es schon für unter hundert Euro gibt. Allgemein wird Anfängern geraten, mit einem günstigeren elektronischen Klavier zu beginnen, um sich später nach einem teureren akustischen Modell umzuschauen. Klaviere beginnen um die 1500 Euro, aber es lohnt sich, nach gebrauchten Markenklavieren zu schauen.

Übungsaufwand: Eigentlich können schon kleine Hände ohne Noten einfache Lieder spielen, aber danach führt kein Weg am täglichen Üben vorbei.

Gitarre

Ab wann: Sechs Jahre

Kosten: Eine Kindergitarre kannst du schon für unter fünfzig Euro * kaufen

Übungsaufwand: Die Hände brauchen schon ein paar Schwielen, also muss auch hier viel geübt werden. Auch ist hier Fingerfertigkeit gefragt. Aber wenn das alles klappt, ist der Weg frei zur E-Gitarre und der ersten Band.

Akkordeon

Ab wann: Sechs Jahre

Kosten: Ein Kinderakkordeon mit 48 Bässen ist nicht billig, es kostet um die 400 Euro, deshalb verleihen die meisten Musikschulen die Instrumente zunächst.

Übungsaufwand: Das Akkordeon ist ein dankbares Instrument, da gibt es schnelle Erfolge, aber gewisse motorische Fähigkeiten müssen die Kinder schon mitbringen.

Geige

Ab wann:  Vier Jahre

Kosten: Für Kinder gibt es, je nach Größe, kleinere Geigen. Es lohnt sich, in Einsteigermodelle der gängigen Marken zu investieren, die preislich so um die 100 bis 150 Euro liegen.

Übungsaufwand: Hoch. Da führt nun kein Weg daran vorbei. Die Geige ist wirklich nur etwas für Kinder, die dieses Instrument unbedingt spielen wollen und die nötige Geduld und Fingerfertigkeit mitbringen.

Cello

Ab wann: Vier Jahre

Kosten: Ein Cello ist teuer, auch wenn es ein Kindercello * ist - um die 400 Euro muss man schon berappen.

Übungsaufwand: Ein Cello ist einfacher zu erlernen als eine Geige, aber auch hier müssen die Kinder Geduld haben, bis sich erste Erfolge einstellen. Um das tägliche Üben kommen sie wohl nicht herum.

Schlagzeug

Ab wann: Sechs Jahre

Kosten: Ein Kinderschlagzeug-Set kannst du für 100 Euro kaufen.

Übungsaufwand: Nicht sehr hoch, neben der motorischen Geschicklichkeit als Grundvoraussetzung reichen tägliche Übungseinheiten von 15 Minuten. Eigentlich ist das Schlagzeug kein Einsteigerinstrument, denn die musikalische Grunderziehung sollte das Kind schon hinter sich haben. Und es ist ein lautes Instrument - da müsst ihr sehen, wie ihr euch mit den Nachbarn arrangiert.

Nun kann es sein, dass eure Kinder unbedingt die Trompete oder ein anderes Instrument spielen möchten, aber für Blechblasinstrumente ist eine komplette Zahnleiste Voraussetzung, also nichts für sehr kleine Menschen mit Wackelzähnen und Zahnlücken. Dazu sind diese Instrumente zu schwer für Kinder - sie müssen sie schließlich die ganze Zeit halten. Deshalb solltet ihr mit dieser Art von Instrument noch ein wenig warten und vielleicht doch zur leichten und einfachen Blockflöte animieren So oder so findet sich schon das richtige Instrument für euer Kind - also nicht verzagen. Das Wichtigste ist, dass sie Spaß haben und ihnen auch das Üben kein Graus ist. Und ihr müsst für die erste Zeit einfach viel Toleranz für schiefe Töne entwickeln, denn irgendwann wird euer Nachwuchs euch mit schöneren Klängen bezaubern.

Bildquelle:

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