Musikalische Früherziehung schult Rhythmus und Motorik

Klingt gut!

Musikalische Früherziehung schult Rhythmus und Motorik

Bereits im Mutterleib reagieren Babys auf Töne und Geräusche. Und schon Neugeborene haben ein feines Gespür für Musik. Aber auch du kannst viel dazu beitragen, die Musikalität deines Kindes zu fördern. Stichwort: musikalische Früherziehung. 

Eine Langzeitstudie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zeigt, dass schon Babys auf unterschiedliche Geräusche und Töne reagieren. So nehmen sie bereits mit neun Monaten geringfügige Veränderungen von Tempo und Tonhöhe wahr. „Im Prinzip beginnt das Hören schon im Mutterleib: Das Ungeborene hört hier den rhythmischen Herzschlag der Mutter, ihre Stimme sowie Geräusche aus der Außenwelt – und es reagiert mit Bewegungen auf die Hörreize“, erläutert Sabine Hirler, Pädagogin für Musik und Rhythmik und ausgebildete Musiktherapeutin.

Was ist musikalische Früherziehung?

Musikalische Früherziehung klingt ein bisschen nach strengem Lehrplan und Strebereltern. Dabei versteht man darunter einfach das Sammeln erster Erfahrungen mit Musik. Dazu gehört Musik hören, Singen und Basteln eigener Musikgeräte, wie z. B. Rasseln. Und was wäre Musik ohne Tanzen? Auch die Bewegung zu Melodie und Rhythmus gehört zur musikalischen Früherziehung.

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Warum ist musikalische Früherziehung wichtig?

Das gemeinsame Musizieren und Singen mit Kindern fördert die Intelligenz und Begabung unserer Kinder. Außerdem wird dadurch ihre Kreativität angeregt und die Sozialkompetenz geschult. Auch Koordination und Körpergefühl werden positiv beeinflusst, wenn unsere süßen Kleinen fleißig in der Gruppe Singen und Tanzen.

Wie wichtig ist musikalische Früherziehung?

Natürlich kann man diese Dinge auch mit anderen Methoden erlernen, aber die musikalische Früherziehung ist in ihrer spielerischen Art ein großer Spaß für die Kids und bereitet sie zudem auf späteren Musik- oder Gesangsunterricht vor, wenn sie daran denn Interesse haben.

Ab wann ist musikalische Früherziehung sinnvoll?

Eigentlich kann und legt man direkt nach der Geburt mit der musikalischen Früherziehung los. Richtige Kurse und Gruppenangebote gibt es dann für Kinder von 1 bis 6 Jahren.

In der ersten Zeit nach der Geburt reagieren Babys besonders auf höhere Stimmen und obertonreiche Klänge, wie Glockenspiel, Triangel oder kleine Zimbeln. „Eltern passen sich intuitiv an, indem sie in einer höheren Stimmlage akzentuiert und rhythmisch sprechen”, weiß Sabine Hirter. Auch das Vorsingen von Liedern bietet tolle Hörreize für Kinder: „Der Gesang von Mama und Papa ist wie ein emotionales Klangbad für Babys, da Singen die Gefühle der Eltern auf besonders persönliche Weise für das Kind erfahrbar macht. Wiegenlieder beruhigen, andere regen eher zum Klatschen und Mitmachen an“, sagt Hirler.

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Was sind die Ziele der musikalischen Früherziehung?

Die Ziele der musikalischen Früherziehung sind vielfältig. So schauen viele Babys ihren Eltern beim Singen auf die Lippen, als würden sie den Text von ihnen ablesen.

Die Studie des Bundesministeriums zeigt, dass das Vorsingen die Sprachentwicklung des Kindes fördert. So wird durchs Hören, Sehen und „Machen“ von Musik (zu dem das Klatschen, Trommeln, ja sogar Lallen zählt) die Verbindung und Aktivität beider Gehirnhälften angeregt.

Musikalität kann gefördert werden

Fest steht, dass alle Kinder von Geburt an ein musikalisches Potenzial mitbringen, was genetisch bedingt aber ganz unterschiedlich ausgeprägt ist. „Wie weit sich diese musikalischen Fähigkeiten entwickeln können, hängt im hohen Maße von der Förderung in den ersten Lebensjahren ab“, weiß die Musiktherapeutin.

Die musikalische Förderung sollte vor allem auf spielerische Weise passieren, damit die Kleinen nicht überfordert werden. Sehr beliebt sind z. B. vorgesungene Lieder oder rhythmische Reime, zu denen sich Eltern und Kind bewegen.

Das bloße Vorspielen von Musik vom Band eignet sich für Babys nicht so gut, da die dazu passenden Bewegungen nicht „erlebbar“ werden. Überhaupt ist die Bewegung ein wichtiger Teil der musikalischen Früherziehung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Babys durch die körperliche Bewegung mit dem Erwachsenen den Rhythmus lernen und ihn später wiedererkennen. „Wer mit dem Baby auf dem Arm zu Musik durch den Raum tanzt, schult zugleich das Takt- und Rhythmusgefühl seines Kindes“, sagt Hirler.

Musikalische Spielformen bieten dem Kleinkind somit eine gute Basis, von der ausgehend es sich im sensorischen, motorischen, sprachlichen und sozialen Bereich entwickeln und austoben kann. „Das Sehen, Hören und Bewegen bilden eine Einheit und werden gleichzeitig gefördert.“

Weitere musikalische Bewegungsspiele, die auch die Feinmotorik und den Gleichgewichtssinn schulen, sind Kniereiter, wie Hoppe-Hoppe-Reiter, Krabbelverse oder Fingerspiele.

Einfache Instrumente für die musikalische Früherziehung

Wer nach passenden Musikinstrumenten für die musikalische Früherziehung der Kleinen sucht, wird schnell fündig: Im Haushalt gibt es eine Menge Alltagsgegenstände wie Töpfe, Schneebesen oder eine Fahrradklingel, mit denen Mini-Virtuosen „Musik“ machen können. Viele lassen sich auch mit geringem Aufwand selbst basteln. Rasseln und Trommeln eignen sich besonders gut, da sie das Kind durch die einfache Handhabung zur rhythmischen Begleitung geradezu auffordern. „Bei klingenden Instrumenten wie Triangel, Becken oder Glockenspiel zählt vor allem die Qualität des Tons, da diese ersten Höreindrücke auf prägende Weise im Gehirn gespeichert werden“, meint die Expertin.

Generell gilt aber vor allem: Je jünger das Kind ist, desto einfacher muss das Instrument sein. Aber auch die Instrumente der Erwachsenen wirken, faszinierend auf die Kleinen. Schnell gucken sie sich die Bewegungen des Pianisten ab und wollen selbst in die Tasten „hauen“.

Welches Glockenspiel für musikalische Früherziehung?

Tolle Kinder-Instrumente für die musikalische Früherziehung

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