Tennis, ein geeigneter Kindersport?

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Tennis, ein geeigneter Kindersport?

Als Sabine Lisicki es 2013 ins Finale der legendären Wimbledon Championships geschafft hat, rückte Tennis mal wieder mehr ins öffentliche Interesse. Und das tut dem Sport gut, denn viele Landesverbände plagen Nachwuchssorgen. Dabei ist Tennis ist ein schöner Sport für Kinder - wenn auch kein ganz günstiger.

Worum geht’s beim Tennis?

Spiel, Satz und Sieg!

Tennis ist eine so genannte Schlagsportart. Ziel ist es, den Tennisball mit dem Schläger so ins gegnerische Feld zu schlagen, dass der Gegner ihn nicht mehr regelgerecht zurückspielen kann. Dabei darf der Ball darf direkt in der Luft angenommen werden oder vor dem Zurückspielen einmal den Boden berühren.
Tennis kann entweder Eins-gegen-Eins (Einzel) oder Zwei-gegen-Zwei (Doppel) gespielt werden. Die Spieler bzw. Teams stehen sich dabei in zwei Spielfeldern gegenüber, die durch ein ca. hüfthohes Netz voneinander getrennt werden.
Gezählt werden Punkte und Gewinnsätze. In der Regel werden drei Sätze gespielt, das heißt, das Spiel ist beendet und der Sieger steht fest, sobald ein Spieler(team) zwei Sätze für sich entscheiden konnte.

Ab welchem Alter können Kinder Tennis spielen?

Wie bei fast jedem Sport gilt auch beim Tennis: je früher mit dem Sport begonnen wird, desto leichter fällt es, ihn zu lernen. Kindergartenkinder vonfünf bis sechs Jahren können schon spielerisch in Bambini-Kursen trainiert werden. Ziel ist es, den Kindern in diesem jungen Alter den Spaß am Sport und ein grundsätzliches Ballgefühl zu vermitteln. Dafür werden kindgerechte kleine Schläger und weiche Bälle benutzt.
Richtige Kurse werden in der Regel für Kinder ab sieben Jahren angeboten.

Was hat mein Kind vom Tennisspielen?

Mal abgesehen davon, dass Tennis die Muskulatur kräftigt und die Ausdauer trainiert – also rundum fit macht – verbessert regelmäßiges Tennisspielen auch die motorischen Fähigkeiten Ihres Kindes. Es wird zunehmend beweglicher und bekommt ein besseres Körpergefühl. Beim Tennis werden auch die Konzentrations- und die Reaktionsfähigkeit geschult.
Da Tennis keine Mannschafts- sondern eine Einzelsportart ist, lernt Ihr Kind auch, dass es für seine Erfolge und Niederlagen selbst verantwortlich ist. Eine wichtige Lektion im Tennis ist zudem, stets an seine Grenzen und darüber hinaus zu gehen, Punktverluste und Niederlagen schnell wegzustecken und immer wieder neu anzugreifen. Der Ehrgeiz, den Ihr Kind beim Tennis entwickelt, wird ihm auch außerhalb des Sports zu Gute kommen.

Was kostet Tennis?

Viele Eltern schrecken vor den Kosten des vermeintlich teuren Hobbys Tennis zurück. Wir verraten Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, geben Tipps, um diese gering zu halten und verraten. wie der Tennis-Unterricht aussehen könnte

Wie sieht das Tennis-Training aus?

An erster Stelle steht beim Kinder-Tennisunterricht das Vermitteln von Koordination (nicht nur) im Umgang mit Schläger und Ball. Dazu dienen zum Beispiel Werf- und Fangübungen sowie Dribbeln oder „Eierlaufen“ mit Schläger und Ball. Aber auch Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit werden trainiert. Später dann wird ein größerer Fokus auf das Techniktraining gelegt. Das heißt, es werden Schlagtechniken gelernt, geübt und verfeinert.

Spielerisch wird im Tennisunterricht die Koordination trainiert.

In vielen Vereinen können Kinder dann das „Kindertennis-Sportabzeichen“ machen, das vom Deutschen Tennis Bund (DTB) entwickelt wurde, um tennisbegeisterten Kindern früh Erfolgserlebnisse zu vermitteln und sie ihre Motivation zum Tennisspielen weiter zu steigern.
Wichtig ist, dass das Training von qualifizierten Tennis-LehrerInnen geleitetet wird, die Aus- oder Weiterbildungen im Bereich der Sportpädagogik und der Bewegungslehre haben. Sie werden die Kinder altersgerecht und abwechslungsreich trainieren, damit der Spaß am Sport nicht verloren geht. Außerdem achten professionell ausgebildete TrainerInnen von Beginn an darauf, dass Ihr Kind seinen Körper beim Tennisspielen nicht falsch belastet. Sie verhindern so Verletzungen und etwaige Fehlentwicklungen durch eine zu einseitige Beanspruchung der Muskulatur, Sehnen und Bänder.

Besuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind vor der Anmeldung zum Tenniskurs nach Möglichkeit ein Probetraining. So finden Sie heraus, ob Ihr Kind etwas mit dem Sport anfangen kann, oder ob es gar keinen Spaß am Spiel mit Schläger und Ball hat.

Was kostet Tennis?

Tennis hat den Ruf des „Reichen-Sports“. Aber ist Tennis wirklich so teuer? Zumindest was die Ausrüstung angeht, lohnt sich der Preisvergleich in den Sportgeschäften um etwas Geld zu sparen.

Professioneller Tennisunterricht ist nicht ganz günstig.

Ihr Kind benötigt zum Beispiel zwei Paar Tennisschuhe, einmal für draußen und einmal für die Halle. Ordentliche Tennisschuhe können da zwischen 30 und 50 Euro aufwärts kosten. Spezielle Tenniskleidung bedarf es in der Regel nicht, oft reichen zunächst einfache Sportsachen in kurz und lang. Tennisschläger für Kinder liegen preislich zwischen 20 und 80 Euro. Fragen Sie vor der Anschaffung am besten direkt beim Trainer bzw. der Trainerin nach, ob er/sie bestimmte Marken und Eigenschaften empfehlen kann. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, sich direkt beim Sportverein einen Schläger auszuleihen oder gebraucht zu kaufen.
Um Schläger, Schuhe und Kleidung zu transportieren lohnt sich der Kauf eines Tennis-Rucksacks. Halten Sie im Sportgeschäft oder im Internet Ausschau nach älteren Modellen, die sind in der Regel ein wenig günstiger als topaktuelle Taschen.
Die größten Kosten verursacht der Tennisunterricht an sich. Im Regelfall bezahlen Sie den Unterricht pro Trainingsstunde, die zwischen 45 und 60 Minuten dauern kann und ein- bis zweimal pro Woche stattfindet. Pro Trainingseinheit müssen Sie mit ca. 15 bis 40 Euro rechnen, wobei hier etwaige Extrakosten wie Platz-/Hallenmiete usw. inklusive sein sollten. Je nach Preis der Einzelstunde und Häufigkeit des Trainings können also Kosten zwischen 60 und 320 Europro Monat für den Tennisunterricht auf Sie zukommen.

Bildquelle: Thinkstock

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