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Unicef-Studie: Jedes vierte Kind in Deutschland ist unzufrieden

Schockierend!

Unicef-Studie: Jedes vierte Kind in Deutschland ist unzufrieden

Die Hauptsorgen der Kinder in Industrieländern sind Übergewicht, fehlende schulische Kenntnisse und mentale Probleme. Und auch bei uns scheinen einige Kinder mit diesen Problemen kämpfen zu müssen, denn Deutschland schneidet in der Studie über die Lebenszufriedenheit von Kindern im Gegensatz zu den Nachbarstaaten nicht besonders gut ab.

Deutschland landet bei der UNICEF-Studie hinter den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich auf dem 14. Platz. Demnach gaben 75 % der 15-jährigen Mädchen und Jungen an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein, untersucht wurden insgesamt 41 Länder. Den niedrigsten Wert belegte die Türkei, dicht gefolgt von Japan und Großbritannien. In der Studie wurde die psychische und physische Gesundheit ausgewertet, darüber hinaus auch die schulischen und sozialen Fähigkeiten bis hin zu den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Deutsche Eltern haben zu viel Angst

Dass Deutschlands Kinder nicht so zufrieden wie in den Nachbarstaaten sind, sieht der Sprecher von UNICEF Deutschland, Rudi Tarneden, darin, dass die Eltern vieler deutscher Kinder stärker sorge- und angstgetrieben seien als in anderen Ländern: “Wenn die Erwachsenen wenig Zuversicht vermitteln, spiegelt sich das in den Einstellungen der Kinder."

Warum sind unsere Kinder unzufrieden?

Gründe für die Unzufriedenheit der Kinder in den Industrieländern sind mentale Probleme, Übergewicht und unzureichende schulische Kenntnisse. In Bulgarien, Rumänien und Chile verfügten die Kinder im Alter von 15 Jahren weder über Grundkenntnisse beim Lesen noch beim Rechnen. Die Spitzenreiter waren Estland, Irland und Finnland.

Die Studie fand ebenfalls heraus, dass 27 % der Kinder in Deutschland entweder adipös oder übergewichtig sind. Freunde beziehungsweise sozialen Anschluss zu finden, fällt in Deutschland 72 % der Kinder leicht. In Ländern wie Chile, Japan und Island fällt es den Kindern jedoch schwer Freundschaften zu schließen.

Selbstmord ist in den Industrieländern heute die Haupttodesursache unter Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren. Die höchste Selbstmordrate liegt in Litauen, Neuseeland und Estland.

"Viele der reichsten Länder scheitern, allen Kindern eine gute Kindheit zu ermöglichen"

Gunilla Olsson, die Direktorin von UNICEF Innocenti appeliert: "Viele der reichsten Länder der Welt, die eigentlich über genügend Ressourcen verfügen, scheitern, wenn es darum geht, allen Kindern eine gute Kindheit zu ermöglichen." Auch wenn Deutschland hinter Norwegen, Island und Finnland in dieser Hinsicht einer der besten politischen Maßnahmen aufweist, liegt laut UNICEF noch ein weiter Weg vor uns.

Denn auch die Corona-Pandemie war eine enorme Belastung für Kinder. Durch die Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen fielen ein normaler Alltag und der Kontakt zu Freunden monatelang aus. Laut Olsson ist die Unterstützung von Kindern und ihren Familien während der Pandemie erschreckend unzureichend.

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Quelle: Unicef

Arabella Mba Mombe
Das sagtArabella Mba Mombe:

Redet mit euren Kindern!

Auch wenn Jugendliche in Deutschland es bedeutend leichter haben als in anderen Ländern, scheinen sie dennoch eine erschreckende Unzufriedenheit zu verspüren. Als Eltern ist es wichtig herauszufinden, ob das gerade jammern auf hohem Niveau ist oder ob man sich mit den Problemen des Kindes ernsthaft auseinandersetzen sollte.

Bildquelle: Getty Images/ pixelfit

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