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Weltkindertag: Warum es wichtiger denn je ist, für Kinderrechte einzustehen

Weltkindertag
© getty images / SeventyFour

Der Weltkindertag wird seit 1954 immer am 20. September gefeiert. Er soll auf Kinderrechte aufmerksam machen und hat vor allem eine politische Bedeutung. Das Achten der Kinderrechte sollte allerdings jeden Tag ein Thema sein, Feiertag hin oder her. Zeit, euch den Tag ein bisschen näher vorzustellen.

Wenn am Weltkindertag auf die Rechte von Kindern aufmerksam gemacht werden soll, was liegt dann näher, als jemanden dazu zu befragen, der sich für Kinderrechte stark macht? Deswegen haben wir Holger Hofmann, den Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes zum Gespräch gebeten. Er hat sich die Zeit genommen, die wichtigsten Fragen zu diesem Feiertag zu beantworten.

Geschenke oder Kinderrechte?

Herr Hofmann, ist der Weltkindertag eigentlich ein Tag, an dem Eltern Geschenke schenken müssen? Oder worum geht es da genau?

Holger Hofmann: "Gegen Geschenke für Kinder spricht natürlich erst einmal gar nichts. Aber das ist nicht der Kerngedanke des Weltkindertages, den wir in Deutschland jedes Jahr am 20. September feiern. Dieser besondere Tag soll auf die speziellen Rechte der Kinder aufmerksam machen und Kinder mit ihren individuellen Bedürfnissen in den Fokus rücken. Zum Weltkindertag machen bundesweit zahlreiche Initiativen mit lokalen Demonstrationen, Festen und anderen Veranstaltungen auf die Situation der Kinder aufmerksam."

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In diesem Jahr steht der Weltkindertag unter dem Motto „Jedes Kind braucht eine Zukunft“. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland unterstreichen damit die Notwendigkeit für ein stärkeres politisches Engagement für eine gerechte und lebenswerte Zukunft junger Menschen.

Ihr wisst nicht so recht, welcher Erziehungsstil zu euch passt? Dann schaut euch das Video an, dass acht verschiedene vorstellt.

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Sind Kinderrechte noch ein Thema?

Wieso feiern wir ihn heute, über 60 Jahre nachdem der Weltkindertag ins Leben gerufen wurde, immer noch? Wieso sind Kinderrechte weiterhin so ein großes und wichtiges Thema?

Zur Kindheit gehören eine bestmögliche Gesundheitsversorgung, ein Dach über dem Kopf, eine gewaltfreie Erziehung, Mitbestimmung bei Entscheidungen und noch viel mehr. All das wird durch die Kinderrechte garantiert, die in der 1989 verabschiedeten und von fast allen Ländern weltweit ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention zusammengefasst sind.

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Die Konvention basiert auf vier Grundprinzipien: dem Recht auf Gleichbehandlung, dem Recht auf Leben und persönliche Entwicklung sowie dem Vorrang des Kindeswohls und dem Recht auf Beteiligung und Meinungsfreiheit. Mit diesen Kinderrechten haben wir ein wichtiges und besonderes Dokument für den Schutz, die Förderung und die Beteiligung der jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Aber auch nach mehr als 30 Jahren sind die Kinderrechte in Deutschland noch nicht vollständig umgesetzt.

"UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk ermutigen die Bundesregierung, sich weiter für die Umsetzung der SDGs stark zu machen. Aus Sicht der Organisationen muss die Politik Kinder sowie ihre Rechte dabei mehr als bisher in den Mittelpunkt stellen und vor allem Mädchen und Jungen stärken, die strukturell benachteiligt sind, wie Kinder in ärmeren Haushalten, geflüchtete und migrierte Kinder oder auch Kinder mit Behinderung.

Einen wichtigen Beitrag dazu können unter anderem die Einführung der geplanten Kindergrundsicherung, der Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ und die Umsetzung der feministischen Entwicklungs- und Außenpolitik leisten. Um langfristig stabile und zukunftsfähige Gesellschaften zu entwickeln, sollten zudem alle Kinder von klein auf beteiligt und darin bestärkt werden, ihre Meinung zu Gehör zu bringen." (dkhw)

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Jeder Tag Weltkindertag

Reicht es denn, dass wir einmal im Jahr mit einem Tag an die Kinderrechte erinnern?

Eigentlich sollte jeder Tag ein Weltkindertag sein. Denn es ist wichtig, die Kinderrechte tagtäglich zu achten und entsprechend die Regelungen der UN-Kinderrechtskonvention umzusetzen. 

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Wann ist Weltkindertag 2023?

Jedes Jahr am 20. September feiern wir den Weltkindertag. Ins Leben gerufen wurde er 1964 von den Vereinten Nationen. Der Weltkindertag findet jedes Jahr am gleichen Tag statt, es handelt sich dabei zwar um einen Feiertag, aber ihr bekommt leider keinen arbeitsfreien Tag dafür.

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Wo wird der Weltkindertag gefeiert?

Da es sich um einen weltweiten Feiertag handelt, wird er nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt gefeiert. Jedes Land setzt dabei aber eigene Schwerpunkte, manche informieren nur mit Plakaten, in anderen sind viele Aktionen geplant.

Gibt es Geschenke am Weltkindertag?

Wie der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks schon sagt: Klar spricht da überhaupt nichts dagegen. Aber wichtiger als etwas zu Verschenken ist eben das Anerkennen von Kinderrechten und sich dafür einzusetzen. Das kommt am Ende den Kindern mehr zugute, als es ein Geschenk zum Weltkindertag je könnte.

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Gibt es eigentlich zwei Weltkindertage?

Tatsächlich ist es etwas verwirrend, dass wir in Deutschland zum einen den Internationalen Kindertag am 1. Juni begehen und dann noch den Weltkindertag am 20. September. Da es bei beiden Tagen aber darum geht, auf Kinder und ihre Rechte aufmerksam zu machen, können wir doch auch gut mit zwei Feiertagen leben, oder?

Wenn ihr nach einer schönen Beschäftigung für diesen besonderen Tag sucht, schaut euch gerne unsere Vorschläge an. Hier ist mit Sicherheit für jede*n etwas dabei.

Andrea Zschocher

Meine Meinung

Ich will ganz ehrlich sein: Für mich wird der "echte" Kindertag immer der am 1. Juni bleiben. Den habe ich selbst schon als Kind gefeiert und so halte ich es jetzt auch mit meinen eigenen Kindern.

Aber nichtsdestotrotz finde ich jede Gelegenheit auf Kinderrechte hinzuweisen extrem wichtig und deswegen erweitere ich mein Repertoire an Feiertagen für Kinder einfach. Und das ganz ohne Geschenke, stattdessen mit Engagement für mehr soziale Gerechtigkeit für alle Kinder.

Andrea Zschocher

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