2. Schulhalbjahr: wenn der Übertritt ansteht

Vor allem das 2. Schulhalbjahr in der vierten Klasse beschäftigt Sie als Eltern vermutlich sehr. Die Noten entscheiden darüber, welche weiterführende Schule das Kind besuchen kann. Teil 3: Welche Möglichkeiten und Rechet haben Eltern, wenn Sie Ihr Kind auf ein Gymnasium gehen soll


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Mein Mann und ich wollen, dass unser Sohn aufs Gymnasium geht. Er wird aber keine entsprechende Empfehlung erhalten. Bringt es etwas, ihn auf einer Privatschule anzumelden?

In Privatschulen gehen Lehrer oft stärker auf die Persönlichkeit eines Schülers ein als auf staatlichen Schulen. Manche Schüler brauchen diese bessere Betreuung, um zum Abitur oder der Mittleren Reife zu gelangen. Außerdem: Ein Drittel aller Grundschulempfehlungen am Ende der vierten Klasse erweisen sich später als falsch! Erst in Klasse sechs sind die Prognosen näher an der Realität dran.

Also: Verschaffen Sie sich zunächst ein Bild von der Privatschule und ihren Kosten und fragen Sie nach ihrem pädagogischen Profil. In Norddeutschland ist ein Übergang aufs Privatgymnasium kein Problem; in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen können Sie einen Probeunterricht in den Sommerferien beantragen oder eine Nachprüfung. Auch eine probeweise Aufnahme auf der Privatschule ist möglich.


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4. Klasse: die Grundschulempfehlung steht an und Schüler spüren den Druck. So gehen Kind und Eltern gelassen damit um.


Bringt es etwas, unser Kind jetzt schnell an einer anderen Grundschule anzumelden, damit seine Noten bis zum Schuljahresende besser werden?

Dafür ist die verbleibende Zeit bis zum Ende des Schuljahres leider zu kurz. Denn die neue Schule muss die bislang erreichten Noten übernehmen. Ein abrupter Schulwechsel ist höchstens denkbar, wenn sich ein Schüler mit seinen Lehrern überhaupt nicht verträgt; das kommt schon mal vor, dass Harmonie sich partout nicht einstellen will. Schulwechsel mitten im Schuljahr sind darüber hinaus nur sinnvoll, wenn mehr als ein Jahr bis zum Abschluss bleibt (z.B. Mittlere Reife), wenn eine Privatschule oder Gesamtschule angepeilt wird oder wenn Mobbing durch Mitschüler vorliegt. Aber bitte nicht, um das Notenbild zu verbessern.

Unser zehnjähriger Sohn will unbedingt auf die Realschule, weil seine Freunde auch dorthin gehen. Er hat aber eine Gymnasialempfehlung bekommen….

Das kommt häufig vor, dass sich Kinder bei der Wahl der weiterführenden Schule von ihren Freunden leiten lassen. Das ist zum einen sehr verständlich, weil sie ihre zukünftigen Mitschüler an einer anderen Schule noch nicht kennen. Auf der anderen Seite zeigt die Erfahrung, dass Schüler in einer neuen Umgebung fast immer schnell neue Freunde kennenlernen. Hinzu kommt, dass Freundschaften im Alter Ihres Sohnes vermutlich nicht ewig halten werden. Sie sollten ihn also unbedingt auf dem Gymnasium anmelden.



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