Angst im Dunkeln - Das Monster unterm Bett

Angst im Dunkeln zu haben, ist für Kinder völlig normal. Sie fürchten sich vor der Dunkelheit, Monstern und Gespenstern. Hier sind unsere Eltern-Tipps, damit Kinder ihre Angst schnell überwinden können.


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Nachts lauert das Dunkelheits-Monster


Kein Licht. Alles schwarz. Nicht wissen, was vor oder hinter einem liegt. Alleine. Was war das? Die Lampe besser schnell wieder anmachen! Jeder kennt das ungute Gefühl in der Magengegend, wenn sich um einen herum Dunkelheit breit macht. Wir Menschen sind es einfach gewohnt zu sehen. Werden wir diesem Sinn beraubt, werden wir unsicher: Es ist die Unsicherheit vor dem Unbekannten die uns quält. Was könnte in der Dunkelheit lauern?

Angst im Dunkeln: Wenn sich Kinder vor Dubnkelheit fürchten

Angst im Dunkeln: Was lauert in der Dunkelheit?


© Karoline Zanke/ Thinkstock
Angst im Dunkeln zu haben, ist quasi eine der menschlichen Urängste. Im Laufe unseres Lebens haben wir gelernt, damit umzugehen. Wir haben gelernt, dass von der Dunkelheit keine Gefahr ausgeht. Ein wichtiger Lernprozess, den jedes Kind durchmachen muss. Um ihren dritten Geburtstag herum empfinden Kinder die Dunkelheit zum ersten Mal als etwas Bedrohliches. Ab diesem Alter beeinflusst die sogenannte magische Phase das kindliche Denken zunehmend: Kinder glauben dann an Fabelwesen, Magie und Zauberei – und an Monster. Die Grenzen zwischen Realität und Phantasie sind fließend und die Angst vor Gespenstern oder andern bösen Ungeheuern ist daher für Kinder absolut real. Diese Tatsache befeuert natürlich die Angst vor dem Dunkeln. Stichwort: Das Monster unter dem Bett.

Sie können versuchen Ihrem Kind logisch zu erklären, dass es keine Monster gibt – helfen wird ihm das aber nicht. Kinder wollen mit ihren Sorgen ernst genommen und verstanden werden. Sie sollten der Partner an seiner Seite sein, in der realen und in der Phantasiewelt. Das heißt, auch wenn es uns als Erwachsene Überwindung kostet, spielen Sie mit. Gehen Sie gemeinsam auf Monsterjagd!


Monsterspray gegen Monster und Gespenster



• Machen Sie vor dem Schlafengehen einen Rundgang durchs Zimmer. Vor allem unter dem Bett nachsehen! Auch Schränke nicht vergessen!

• Sie können gemeinsam eine Falle für das Monster aufstellen – falls es sich nachts doch ins Zimmer schleicht.

• Auch unsichtbares Monster-Schutz-Pulver, das Sie um das Bett herum verteilen, ist eine gute Sicherheitsmaßnahme.

• Monster-Spray hilft garantiert! Es vertreibt zuverlässig alle Schauergestalten.


Feste Rituale geben Sicherheit

Natürlich haben nicht alle Kinder eine so blühende Phantasie, dass sie Monster heraufbeschwören. Manchmal löst die Dunkelheit – wie bei uns Erwachsenen in abgeschwächter Form auch – einfach ein Gefühl der Unsicherheit aus. Es fehlen plötzlich bekannte Bezugspunkte im Zimmer (z.B. der Schrank, Tisch oder Stuhl) oder sie sehen im Dunkeln völlig anders aus. Die Geräuschkulisse scheint sich nachts ebenfalls zu verändern. Sind die tickende Uhr oder die röchelnde Heizung beim Spielen untergegangen, klingen sie jetzt umso unheimlicher. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, diese Ängste zu überwinden, indem Sie ihm eine sichere Umgebung schaffen. Das kann zum Beispiel ein Nachtlicht sein, das das Zimmer ein wenig aufhellt. Auch ein Kuscheltier kann zum Beschützer vor der Dunkelheit werden und Geborgenheit geben.

Nehmen Sie sich am Abend noch einmal Zeit für Ihre Kinder: lesen Sie eine Gute-Nacht-Geschichte vor oder singen gemeinsam. Solche festen Schlafrituale geben Kindern Sicherheit und beruhigen. So fällt das Einschlafen auch viel leichter und die gruseligen Phantasie-Monster haben Pause. Und außerdem gibt es ja noch das Monster-Spray für den Fall der Fälle.

Kleine Helden - Kinder überwinden ihre Ängste selbst

Wichtig:
Natürlich wollen wir Eltern unsere Kinder nicht leiden sehen, aber ihre Ängste müssen Kinder selbst überwinden lernen. Sie komplett davor bewahren können Sie ohnehin nicht. Verschiedene Ängste werden immer ein Thema sein – sie kommen und gehen wieder. Und jedes Mal wächst Ihr Kind gestärkt aus einer solchen Phase heraus. Sogar als Baby hat ihr Kind schon selbstständig Ängste überwunden und damit einen wichtigen Entwicklungsschritt gemacht: Fremdeln ist dafür ein gutes Beispiel. Sie können Ihrem Kind also ruhig zumuten, sich seinen Ängsten selbst zu stellen. Klar ist sowieso, Sie werden der treue Gefährte sein, der den kleinen Helden im Kampf gegen Dunkelheits- und andere Angst-Monster immer tapfer zur Seite steht.

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