Babyphones im Test: Die Sieger bei Stiftung Warentest 2020

Einfach ist besser

Babyphones im Test: Die Sieger bei Stiftung Warentest 2020

Die meisten Eltern vertrauen auf ein Babyphone, das ihnen meldet, wenn ihr Nachwuchs aufgewacht ist. Mittlerweile gibt es auf dem Markt neben Babyphones mit Ton immer mehr Geräte, die Videos senden. Stiftung Warentest widmete sich der Thematik im Babyphones Test 2020 und stellte fest: Supertechnik ist nicht alles.

So hat Stiftung Warentest die Babyphones getestet

Beim Babyphone Test 2020, der in der Ausgabe 02/2020 erscheint, untersuchte Stiftung Warentest 14 Produkte und unterschied dabei in drei Produktgruppen: Getestet wurden acht Babyphones mit oder ohne Videoübertragung, drei smarte Babyphones mit den dazugehörigen Apps fürs Smartphone oder Tablet sowie drei Babyphone-Apps. Die getesteten Modelle wurden in den Kategorien Übertragung (45 %, bei Apps 55 %), Handhabung (25 %, bei Apps 35 %), Umwelteigenschaften (20% bei klassischen und smarten Babyphones), Akku (10 % bei klassischen Babyphones) und Basisschutz persönlicher Daten (10 % bei smarten Babyphones und Apps) überprüft.

Babyphones im Test: Die Testergebnisse im Überblick

Im Test haben wieder die Klassiker die Nase vorne, vor allem die einfachen Geräte nur mit Ton. Sie übertragen zuverlässig den "Kinderlärm" und das ohne zig Zusatzfunktionen. Drei der simpleren Babyphones schnitten mit "gut" ab, die anderen erhielten ein "befriedigend". Bei den Produkten mit Videoübertragung schafften es zwei Modelle mit der Endbewertung "gut", die restlichen sechs Anbieter erzielten ein "befriedigend" bis "ausreichend". Die neue Technologie konnte nicht ganz überzeugen: Die drei smarten Babyphones und die drei Apps kamen nicht über das Test-Ergebnis "befriedigend" hinaus.

Die Testsieger: Stiftung Warentest zeigt, dass gute Babyphones nicht viel Schnickschnack brauchen

Bei den Modellen nur mit Tonübertragung teilen sich drei Hersteller das Siegertreppchen. Auf Platz 1 mit der Note 1,9 landet Philips Avent SCD723/26, erhältlich über Otto für 127 €*. Auf Platz 2 schneidet Babymoov Expert Care (A014303), erhältlich über babymarkt für 60 €*,  mit der Note 2,4 ab. Platz 3 geht an Reer Projektor-Babyphone (50080), erhältlich über Amazon für 87 €*.

Wer ein Modell mit Videoübertragung bevorzugt, ist gut mit diesen beiden Produkten beraten: Philips Avent SCD845/26, erhältlich über babywalz für 204 €* mit der Note 2,1 und Nuk Eco Control Video Display 550VD mit der Note 2,5, erhältlich über Amazon für 142,50 €*.

Babyphones im Test: Die Testsieger im Detail

Testsieger Babyphone mit Ton: Philips Avent SCD723/26

Stiftung Warentest Babyphones 2020

Das Philips Avent DECT Babyphone SCD723/26 beinhaltet eine Gegensprechfunktion, mit dem die Eltern von einem anderen Zimmer aus mit dem Kind sprechen können. Mit Nachtlicht, Wiegenliedern und Nachtruhemodus ausgestattet, hilft er zusätzlich zur Reise zum Sandmännchen. Praktische Zusatzfunktion: Ein integrierter Sensor, mit dem die Temperatur im Kinderzimmer überwacht werden kann. Außerdem: Bis zu 18 Stunden Batterielaufzeit und sehr große Reichweite (bis zu 50 m im Haus und 330 m außen).

Preis: Der Philips Avent SCD723/26 ist erhältlich über Otto für 127 €*

Zweitplatziert: Babymoov Expert Care (A014303)

Stiftung Warentest Babyphones 2020

Bei Babymoov kommt die "Digital Green Technology" zum Einsatz, die auf niedrige Frequenzen setzt und weniger Strahlung verursacht, als herkömmliche digitale Babyphone und trotzdem eine Reichweite bis 1.000 m auf freier Fläche. Das Expert Care von Babymoov hat neben einem akustischen Alarm auch eine Geräuschpegelanzeige sowie einen Vibrationsalarm. Weitere Features: Nachtlicht und Gürtelclip an der Elterneinheit.

Preis: Der Babymoov Expert Care (A014303) ist erhältlich über babymarkt für 60 €*

Testsieger Babyphone mit Video: Philips Avent SCD845/26

Babyphones Stiftung Warentest 2020

 

Hier spielt Helligkeit keine Rolle mehr. Selbst im Dunkeln liefert der hochauflösende Farbbildschirm mit Nachtansicht gestochen scharfe Videoaufnahmen an die Eltern. Mit dem zweifachen digitalen Zoom ist es sogar möglich genau hinzusehen. Damit die Übertragung privat und sicher verschlüsselt bleibt, verfügt das Babyphone über eine FHSS-Technologie. Ein integrierter Sensor auf dem Display der Eltern übermittelt die Raumtemperatur des Kinderzimmers. Wird die eingestellte Minimal- oder Maximaltemperatur überschritten, gibt das Babyphone auf Wunsch Alarm. Praktisch: Die Nachtlichtfunktion des Geräts kann von den Großen ein- und ausgeschaltet werden, ohne die Babyeinheit direkt bedienen zu müssen. Weitere Funktionen: Schlafliedfunktion, Gegensprechfunktion, Lautstärkeregler, Helligkeitsregler, Vibrationsalarm, Gürtelclip.

Preis: Der Philips Avent SCD845/26 ist erhältlich über babywalz für 204 €*

Die Verlierer im Babyphones-Test: Webcams, Apps und Smart-Version

Bei den Webcams hängt alles von einer stabilen Internetverbindung, eine ausreichende Datenrate und einem aktuellen Router ab. Sonst gibt es Probleme mit der Übertragung. Wenn es einen Strom- oder Internetausfall gibt, warnt keines der Geräte auffällig genug. So bekommen die Eltern nicht mit, wenn das Baby schon wach ist oder sogar nach ihnen ruft.

Bei den Apps ist zwar der Preis im Vorteil (nur wenige Euros oder sogar kostenlos), aber dafür bekommen die User eine schlechte Bildqualität. Auf Videos aus sehr dunklen Zimmern ist nichts zu erkennen, denn die Smartphones haben kein Infrarotlicht.

Ökotest-Sieger 2017: Angelcare

Gerade wenn ihr euch Sorgen über Elektrosmog macht, ist das Angelcare AC423-D eine gute Alternative, denn in der Verarbeitung bekam es ebenfalls gute Noten. Es kann zwar keine Schlaflieder vorweisen, aber dafür ein Nachtlicht und ein Thermometer. Preislich liegt im mittleren Bereich. So ist das Angelcare AC423-D für knappe 80 € hier bei BabyWalz erhältlich*.

familie.de-Kaufberatung

Da keins der Produkte alles kann, sind eure Prioritäten entscheidend. Für eine hohe Reichweite sind Webcams die beste Wahl, für die Überwachung der Luftfeuchtigkeit, von Umgebungsgeräuschen und der Raumtemperatur sind die neuesten Babyphones mit Video ideal. Meist habt ihr hier die Möglichkeit, das Video auch mal auszustellen. Gerade bei unruhigen Schläfern ist die Videofunktion aber praktisch. So könnt ihr sehen, ob euer Baby im Schlaf vor sich hinbrabbelt oder munter durchs Bettchen turnt. Ein richtig klares Bild konnte zwar keines der Geräte liefern, aber die Auflösung reicht, um zu sehen, wie und in welcher Position euer Nachwuchs schlummert. Manche Eltern beruhigt die Gewissheit, ihr Kind sehen zu können. Andere schalten besser ab, wenn sie nicht ständig vom blinkenden und piependen Babyphone abgelenkt werden. Dann sind die klassischen und meist günstigen Babyphones ohne Video die bessere Wahl.

Dass die einfachen Geräte so gut abgeschnitten haben, beruhigt. Sie sind meistens günstiger und erfüllen ihren Zweck: Ihr hört, wann euer Kind aufgewacht ist. Und darum geht es ja bei den Babyphones.

Quellen: Stiftung Warentest, Ökotest

Yao Fordemann
Das sagtYao Fordemann:

Mein Fazit

Eigentlich täuscht der Name Babyphone, denn meine Tochter ist schon im Kindergarten, und wir verwenden es immer noch. Teils aus Gewohnheit und teils, weil er einfach so praktisch ist. Sie schläft unten, das Wohnzimmer ist oben: Somit hören wir nicht immer alles ohne Babyphone, wenn wir uns einen gemütlichen Netflixabend gönnen. Das Babyphone ist für mich wirklich eine Anschaffung, die sich schon lange bezahlt gemacht hat.

Bildquelle: Getty Images, Stiftung Warentest

Lies auch