Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. familie.de
  2. Familienleben
  3. Wohnen & Leben
  4. Teelichtofen als Heizung bauen: Lohnt sich der Tipp?

Gespart?

Teelichtofen als Heizung bauen: Lohnt sich der Tipp?

© Pexels/thevibrantmachine

Du willst Heizkosten sparen, willst es aber warm haben und suchst deshalb nach Alternativen. Was bringt es, einen Teelichtofen als Heizung zu bauen?

Wie baue ich selbst einen Teelichtofen als Heizung?

Die einfache Variante ist ohne viele Materialen schnell gebaut: Der doppelwandige Teelichtofen mit zwei Tontöpfen kommt anschließend mit nur zwei Kerzen aus. Viel mehr sollten es auch nicht werden, wie wir später noch erläutern. Zusätzlich braucht es eine Gewindestange oder Bauschraube, Muttern, Unterlegscheiben, einen Untersetzer für Blumentöpfe aus Ton und eventuell Blumentopf-Füße. Bezeichnest du dich selbst als Heimwerker*in und brauchst eine größere Herausforderung, kannst du dir auch einen Teelichtofen aus Fließen bauen. Mittlerweile gibt es aber auch zahlreiche Angebote für fertige Teelichtöfen. Bei Kindern im Haushalt empfehlen wir, wenn überhaupt, eine doppelwandige Variante zu nehmen: Der Ofen wird nämlich erstaunlich heiß! Da ist also Vorsicht geboten und der Teelichtofen sollte, wenn er richtig aufgeheizt ist, nicht mehr berührt werden.

Anzeige

Kann ein Teelichtofen einen Raum erwärmen?

Wir alle nehmen uns wohl vor, im Winter Heizkosten zu sparen. Doch hier müssen wir dich leider enttäuschen: Ein Teelichtofen kann keine Heizung ersetzen und einen Raum sinnvoll erwärmen. Die Wärme spürst du nur, wenn du in unmittelbarer Nähe des kleinen Ofens sitzt. Ein paar Teelichter reichen schließlich nicht für ein ganzes Zimmer. Wäre das dein Ziel, bräuchtest du so viele Kerzen und Material, dass du nicht mehr viel von den gesparten Kosten für die Heizung hättest. Denn durch die kleinen Flammen würde auch mehr Sauerstoff verbraucht werden. Du müsstest also gleichzeitig mehr lüften und so würde sich auch die Temperatur im Zimmer wieder senken. Falls du nun ein Zimmer mit zehn Quadratmetern heizen willst, bräuchtest du zehn solcher Teelichtöfen. Nur so würdest du vielleicht eine angenehme Raumwärme erzeugen. Das Problem dabei ist aber, dass die Teelichter Sauerstoff verbrauchen. Durch zu viele Teelichter im Raum wird die Luft schlecht. Die Sauerstoffkonzentration nimmt ab und du musst wieder mehr lüften. Außerdem produzierst du eine ganze Menge Müll, wenn du deine Teelichter regelmäßig erneuerst. 

Wie warm wird ein Teelichtofen?

Ein Teelichtofen ist günstig, wird gerne in Familien als Projekt gebastelt und spendet eine gemütliche Wärme. Darüber hinaus gilt er als die Lösung bei einem Stromausfall und wird teilweise sogar als Heizungsersatz für ein Zimmer angepriesen. Doch wie effektiv ist ein Teelichtofen wirklich? Die Heizleistung eines einzelnen Teelichts liegt bei ungefähr 30 bis 40 Watt. Häufig werden Teelichtöfen mit zwei bis vier Kerzen betrieben. So kommst du auf eine maximale Heizleistung von 160 Watt pro Teelichtofen. Laut Messungen aus verschiedenen Quellen sind im Inneren des Ofens etwa 110 Grad. Die Wärmeabgabe selbst liegt aber bei rund 60 Grad. Über die genauen Temperaturen entscheiden die Größe und Bauweise des Ofens. Ein Teelichtofen produziert maximal 160 Watt und heizt damit genau einen Quadratmeter.

Wie sinnvoll ist also ein Teelichtofen?

An kalten Herbst- oder Wintertagen kann er dann gemütliche Wärme und Licht spenden. Gerade in den Übergangsjahreszeiten macht er sich auch im Garten praktisch: Wenn es bei Sonnenuntergang frisch wird, kannst du trotzdem noch ein paar Stunden draußen genießen. Außerdem ist es spannend, zu beobachten, wie viel Wärme so ein Teelicht erzeugen kann. Ein einfacher Tontopf reicht schon aus, um die Hitze der kleinen Flamme zu stauen – das kann vielleicht ein spannendes Experiment für Kinder werden. Allerdings muss der Teelichtofen immer sicher stehen und gerade Kinderhände sollten nicht zu nah an ihn heran, wenn er vollständig aufgeheizt ist.

Albhaus Teelichtofen - doppelwandig - Terrakottaofen 26 cm | Teelichthalter | Handmade in Germany

Das Produkt ist nicht mehr verfügbar. Zuletzt geprüft: 27.05.2024 15:23 Uhr

Wie gefährlich ist ein Teelichtofen?

Hast du schonmal was von Wachsbrand gehört? Je höher die Temperatur, umso mehr Wachs kann sich entzünden. Stehen zu viele Teelichter zu nah beieinander, fängt der Wachs an mehr zu brennen, als das der Fall sein sollte. Das kannst du dann nicht mehr mit Wasser löschen, denn bei Kontakt mit dem stark erhitzten Wachs würde das zur einer explosionsartigen Verbrennung führen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte dein Teelichtofen mit zwei bis drei Kerzen auskommen. Außerdem sollte genug Abstand zwischen Flamme und Tontopf sowie den einzelnen Kerzen sein. So bekommen die Teelichter genug Sauerstoff und du kannst sie im Notfall besser löschen. Achte außerdem darauf, gut zu lüften, wenn du viele Kerzen im Raum brennen hast. Sie verbrauchen, wie erwähnt, zusätzlich Sauerstoff.

Fazit

Ein Teelichtofen ersetzt keine Heizung. Er erwärmt nur einen kleinen Teil des Raums, sodass du nur in unmittelbarer Nähe etwas davon hast. Etwas Gemütlichkeit strahlt er aus. Gerade für Kinder ist der Teelichtofen jedoch eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle. Hier wäre ständige Aufsicht angebracht. Schon ein kurzer Moment ohne Aufsicht könnte ausreichen, dass ein Kind einen Teelichtofen in der Nähe umstößt oder sich an der heißen Oberfläche verbrennt. Hier stellt sich also durchaus die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, einen Teelichtofen in einer Familie mit Kind(ern) zu nutzen. Geringer Nutzen, dafür aber Gefahren sind keine gute Kombination.

Bilder-Quiz: Eltern erkennen diese Details sofort. Du auch?

Hat dir "Teelichtofen als Heizung bauen: Lohnt sich der Tipp?" gefallen, weitergeholfen, dich zum Lachen oder Weinen gebracht? Wir freuen uns sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du uns auf Pinterest, Youtube, Instagram, Flipboard und Google News folgst.