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Im Wandel

Neue Heizung gesucht? Diese 4 Heizungsalternativen sind empfehlenswert

Heizen Alternative Gas oder Öl

Die Heizkosten steigen weiterhin stark an. Die Politik macht Druck. Alternative Energien sollen fossile Energien möglichst schnell ersetzen. Was du bei einer neuen Heizung beachten solltest und welche Heizungsalternativen es am Markt gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Warum man jetzt über Heizalternativen nachdenken MUSS

Ein Umstieg auf ein anderes Heizsystem sollte gut geplant sein, so dass du dir frühzeitig Gedanken zu diesem Thema machen solltest. Nimm dir die Zeit, bevor die Heizung tatsächlich das Zeitliche segnet. Deine Entscheidung wird dich dann für die nächsten 20-30 Jahre begleiten.

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Du solltest dir über die staatlichen Förderungen im Vorfeld einen aktuellen Überblick verschaffen, da sich dadurch die Anschaffungskosten für eine neue Heizung senken lassen. Hier ist zurzeit einiges in Bewegung, so dass du die Förderthemen „tagesaktuell“ im Blick behalten solltest.

Bedenke bei deiner Entscheidung, dass durch die CO2-Abgabe – wenn sie in dieser Form bestehen bleibt – das Heizen mit Heizöl und Gas jedes Jahr teurer werden wird. Um sich fachgerecht beraten lassen zu können, kannst du dir zuerst selber einen Überblick über die bestehenden Möglichkeiten verschaffen. Werfen wir deswegen einen Blick auf die beliebtesten Heizungssysteme.

#1 Wärmepumpe

Besonders bei Neubauten wird die Wärmepumpe oftmals als neue Heizung gewählt. Es wird dabei Wärme aus der Erde, der Luft oder dem Grundwasser gewonnen. Das Ganze funktioniert nach dem Kühlschrank-Prinzip, nur wird hier statt Kälte Wärme abgegeben. Die Pumpe entzieht also der Umgebung (Erde, Luft oder Grundwasser) „kostenfrei“ die Wärme und stellt sie dem Gebäude zur Verfügung. Für die Verdichtung wird jedoch Strom benötigt. Bei der Wärmegewinnung mittels Wärmepumpe kann dieses Heizungssystem bis zu drei Viertel der Energie aus der Umwelt gewinnen.

Wärmepumpe: Das müsst ihr beachten

In der Regel werden große Heizflächen wie eine Fußbodenheizung benötigt, da die Wärmepumpe in diesem Fall mit niedrigeren Heizwassertemperaturen arbeiten kann und wirtschaftlicher ist. Optimal arbeitet sie mit einer Temperatur von etwa 30 °C. Ein wirtschaftliches Arbeiten ist noch bei Vorlauftemperaturen bis maximal 50 °C möglich. Bei höheren Temperaturen sinkt die Leistungszahl und somit die Wirtschaftlichkeit.

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Ein gutes Entscheidungskriterium für die Effizienz der Pumpen untereinander ist der SCoP (Seasonal Coefficient of Performance) Wert. Er gibt an wieviel mehr Heizleistung (gemittelt zu unterschiedlichen Außentemperaturen) du zum eingesetzten Strom erhältst. Ein Wert von 4,5 bedeutet beispielsweise das 4,5 fache an Heizleistung im Mittel.

Die Pumpe muss natürlich auch für die kühlen Außentemperaturen im Winter in deiner Wohngegend geeignet sein.

Die Leistungszahl, bekannt auch unter den englischen Bezeichnungen Energy Efficiency Ratio für mechanische Kälteanlagen bzw. Heizzahl für mechanische Wärmepumpen, ist das Verhältnis von erzeugter Kälte- bzw. Wärmeleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung.
(Wikipedia)

Aus diesem Grund sollten die Gebäude sehr gut wärmegedämmt sein. Andernfalls kann ein elektrischer Heizstabes helfen, die notwendigen Temperaturen zu erreichen. Dies führt jedoch zu einem hohen Stromverbrauch.

Was kostet eine Wärmepumpe?

Die Kosten für ein solche Heizsystem belaufen sich auf 20.000 € bis 30.000 €. Die Kosten für weitere, notwendige Baumaßnahmen, insbesondere bei Bestandsbauten, wie Dämmung und Heizkörpertausch, kommen jedoch noch hinzu. Typische Maßnahmen hierbei sind die Verbesserung der Dämmung der Fenster, der Fassade und der Kellerdecke sowie die Installation von Flächenheizungen als Heizkörper.

In nicht ausreichend wärmegedämmten Gebäuden bietet sich die Wärmepumpe als Hybridheizung an. Ein Brennwertkessel sorgt für ausreichend hohe Vorlauftemperaturen und kommt bei Spitzenlast zum Einsatz.

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Brennwertkessel: Im Gegensatz zu den alten Niedertemperaturkesseln werden bei Brennwertkesseln die Abgase so weit abgekühlt, dass der darin enthaltene Wasserdampf teilweise zu Wasser kondensiert. So wird zusätzlich die Energie aus dem Dampf zum Heizen der Gebäude verwendet werden.

Erst wenn die Energie bei hohem Wärmebedarf nicht ausreicht, werden Gas oder Öl zugeschaltet. Wichtig dabei ist das effiziente Zusammenspiel der beiden Heizsysteme. Auch lässt sich so eine bereits vorhandene Gas- oder Ölheizung aufwerten.

Eine Photovoltaikanlage kann dabei optimalerweise den benötigten Strom bereitstellen. Bei den Stromanbietern wird ein spezieller Stromtarif für Wärmepumpen angeboten, den du bei einer externen Versorgung aussuchen kannst.

Aufgrund der hohen Nachfrage kann es augenblicklich zu sehr langen Lieferzeiten kommen.

#2 Holzheizung: Holzpelletkessel

Dieses Heizsystem erinnert an die klassischen Öl- oder Gasheizungen: Ein Kessel wird vollautomatisch mit Energieträgern befeuert, hier mit Holzpellets statt mit Öl oder Gas.

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Jedoch gilt Holz als CO2-neutrale Energiequelle: Das freigesetzte Kohlendioxid, das bei der Verbrennung von Holz entsteht, entspricht der Menge, die ein Baum im Laufe seines Wachstums gebunden hat.

Holzheizung: Das müsst ihr beachten

Wie der Tank bei der klassischen Ölheizung mit Öl wird bei dem Holzpelletkessel das Pellet - Lager meistens nur jährlich aufgefüllt. Als Lager eignen sich dabei nur trockene Räumlichkeiten, an die zudem besondere Anforderungen gestellt werden. Organische Verbindungen setzen Gase wie Kohlenmonoxid und Kohlendioxid frei, die in sehr hoher Konzentration schädlich für die Gesundheit sein können. Dies muss man bei der Planung der neuen Heizung unbedingt beachten.

Die Holzpellets sind ca. 3 cm lange und 6 mm dicke aus Sägemehlresten gepresste Stäbe. Als Rohstoff unterliegt der Holzpelletpreis natürlichen Marktschwankungen. Im Gegensatz zur klassischen Holzverbrennung werden weniger Schadstoffe freigesetzt. Es entsteht durch den geringen Wassergehalt auch weniger Asche. Die Anlage muss durch den Schornsteinfeger*in regelmäßig kontrolliert werden.

Was kostet eine Holzheizung?

Ähnlich wie bei der Wärmepumpe musst du hier mit Kosten € zwischen 20.000 bis 30.000 rechnen. Mögliche Kosten für eventuell notwendige Umbauten bspw. durch das Pellet-Lager sind hierbei nicht berücksichtigt.

#3 Brennstoffzelle

Bei der Brennstoffzelle wird Wärme sowohl als auch Strom erzeugt. In der Zelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser. Es wird dabei Wärme freigesetzt und Strom produziert.

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Brennstoffzelle: Das müsst ihr beachten

Die meisten Anlagen benötigen Erdgas benötigt, um Wasserstoff zu erzeugen. Jedoch gibt es auch einige mit Flüssiggas betriebene Alternativen. Jedoch punktet die Brennstoffzelle durch ihre hohe Effizienz. Oftmals kommen bei Einfamilienhäusern Kombinationen mit einem Brennwertkessel zum Einsatz. Dieser übernimmt Teile der Wärmeversorgung. Die Brennstoffzelle ist ansonsten für größere Objekte wie Mehrfamilienhäuser mit einem hohen Wärme- und Strombedarf geeignet.

Was kostet eine Brennstoffzelle?

Brennstoffzellen Heizsysteme sind deutlich teurer als traditionelle Heizkessel. Berücksichtige bei einer Wirtschaftlichkeitsberechnung vor allem den Stromverbrauch. Du greifst bei dieser Art des Heizens jedoch in der Regel auf Gas als Energieträger zurück.

#4 Solarthermie

Auch Sonnenenergie eignet sich natürlich zur Erzeugung von Wärme: Durch eine Solarthermieanlage kannst du Warmwasser erzeugen und beim Heizen des Gebäudes mithelfen. Aufgrund der wechselhaften Verfügbarkeit der Sonnenenergie wird die Solarthermie in der Regel mit modernen Brennwertkesseln, Holzpelletkessel oder einer Wärmepumpe als neues Heizungssystem kombiniert.

Solarthermie: Das müsst ihr beachten

Bei der Planung ist besonderes Augenmerk auf eine ausreichende Dimensionierung zu legen: Fläche und Effizienz der Solarkollektoren auf dem Dach, Solarregelung und das Speichervolumen für das Warmwasser hängen voneinander ab.
Der effiziente Einsatz der Solarmodule ist sehr stark von der Ausrichtung und Neigung abhängig. Die Größe der Solaranlage sollte sich an dem tatsächlichen Bedarf an Warmwasser und Heizwärme ausrichten.

Was kostet eine Solarthermie?

Eine Anlage, die Wasser für den alltäglichen Gebrauch erwärmt, ist ab 5.000 € erhältlich. Größere Anlagen für die Heizungsunterstützung sind entsprechend teurer. Sie kosten ab 15.000 € für ein Einfamilienhaus.

Die Solarthermie kann bis zu 20 % des Wärmebedarfs des Gebäudes decken.
Der Umstieg auf eine neue Heizungsanlage stellt eine große Investition dar. Durch die Förderung lassen sich die entstehenden Kosten senken.
Allen Anlagen gleich ist die einmalige hohe Investition durch den kompletten Umbau, der einmalig erfolgt.

Wenn du dich gerade mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage mit Speichermöglichkeit beschäftigst und dich für eine dezentrale Heizungslösung interessierst, solltest du dich intensiv mit dem Thema Heizen mittels Klimaanlage beschäftigen. Die modernen Split- Klimageräte funktionieren wie eine Wärmepumpe und können eine kostengünstige Alternative darstellen.

Zurzeit kommt es bei allen Alternativen zu langen Lieferzeiten. Aber auch ohne neue Heizung kannst du durch dein Heizverhalten Energie sparen.

Außerdem...

Seid ihr euch zu 100 % sicher, dass ihr den für euch günstigsten Strom- oder Gastarif gewählt habt? Laien können das manchmal gar nicht so leicht einschätzen. Deshalb lohnt es sich, ordentlich Recherche zu betreiben und sich vielleicht sogar professionelle Hilfe an die Seite zu holen. Das geht inzwischen relativ unkompliziert über Dienstleister wie Remind.me. Hier übernehmen Expert*innen die Recherchearbeit, suchen euch die besten und günstigsten Tarife heraus und kümmern sich, sofern notwendig, jährlich um den Anbieterwechsel.

Apropos Haus: In unserem Video kannst du dich über Smart Home Lösungen von IKEA informieren. Viel Spaß beim Schauen!

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Bildquelle: Getty Images/m-gucci

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