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Ahornsirup für Babys: Auf keinen Fall!

Eltern-Wissen

Ahornsirup für Babys: Auf keinen Fall!

Ahornsirup hat viele positive Eigenschaften und sollte dennoch einem Baby auf keinen Fall gegeben werden. Wir erklären dir, warum das so ist und welche fatalen Folgen auftreten können.

Ahornsirup für Babys: Ein absolutes Tabu

Ahornsirup ist ein eingedickter Saft, der aus dem Ahornbaum gewonnen wird. Der Sirup hat einen sehr natürlichen und eigenen Geschmack. Er gilt als antiseptisch, enthält Vitamin B, ist vegan und hat in der Regel weniger Kalorien als Honig. Trotz der positiven Eigenschaften sollte man seinem Baby auf keinen Fall Ahornsirup geben.

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Warum dürfen Babys keinen Ahornsirup essen?

Grund dafür ist das stäbchenförmige Bakterium Clostridium botulinum, das im Sirup vorkommen kann. Dieses breitet sich im Darm des Babys aus und bildet Toxine, die zu schweren gesundheitlichen Problemen führen können. Lebensmittelvergiftungen mit Clostridium botulinum sind in Deutschland eher selten, aber aufgrund der Sterblichkeit gefährlich. Beachte: Auch Honig gehört zu den Übeltätern!
Die folgenden Symptome sprechen für Säuglingsbotulismus:

  • Muskelschwäche
  • Muskellähmung
  • Saug- und Trinkschwäche
  • Verstopfung
  • Schlechte Kopfkontrolle
  • Schwierigkeiten beim Atmen (Schnarchgeräusche, Röcheln) bis hin zur Atemlähmung

Die Inkubationszeit liegt laut Robert-Koch-Institut bei etwa zehn Tagen. Andere Quellen geben an, dass die ersten Symptome in einigen Fällen jedoch erst nach 30 Tagen aufgetreten sind.

Ab wann dürfen Babys Ahornsirup gefüttert bekommen?

Wenn die Kinder eine stabile Darmflora entwickelt haben, stellt Ahornsirup keine Gefahr mehr dar. Das ist in der Regel mit einem Jahr der Fall.

Ist Ahornsirup in Fertigprodukten ebenfalls gefährlich?

Solltest du deinem Baby vor Kurzem Fertignahrung gefüttert haben, die Ahornsirup oder Honig enthält, brauchst du jetzt nicht in Panik verfallen. Es besteht wirklich kein Grund zur Sorge! Diese Fertignahrungsmittel sind für dein Baby absolut unbedenklich, da sie bei der Herstellung so stark erhitzt werden, dass die eventuell enthaltenen Bakterien abgetötet werden.

Gibt es Alternativen?

Ahornsirup hat einen recht eigenen Geschmack. Deshalb ist das so eine Sache mit den Alternativen, aber natürlich gibt es jede Menge anderer Leckereien, die dein Baby unbesorgt essen kann.

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Das sagt Sarah Morgenstern:

Fazit

Ahornsirup und Honig sollten im ersten Jahr nicht gefüttert werden. Auch wenn es eher selten zu einer Vergiftung durch das Bakterium kommt, können die Folgen fatal sein. Säuglingsbotulismus kann tödlich enden, weshalb hier auch nie eine Ausnahme gemacht werden sollte.

Bildquelle: Getty Images/showcake

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