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#momtoo: Wenn Frauen im Job aus Angst ihre Mutterschaft verschweigen

#momtoo: Wenn Frauen im Job aus Angst ihre Mutterschaft verschweigen

Aktuelle Debatte

Auch im 21. Jahrhundert ist es für Mütter schwer, Kind und Beruf unter einen Hut zu bekommen, denn oft wird ihnen der Wiedereinstieg in den Job erschwert ... weil sie Mütter sind. Manchmal verschweigen Frauen, dass sie Kinder haben, weil sie im Job nicht ausgegrenzt werden wollen. Die aktuelle Diskussion um den Hashtag #momtoo spricht genau das an. Auch eine unserer familie-Kolleginnen hat diese Ausgrenzung erlebt.

#momtoo - Frauen verschweigen ihre Mutterschaft

Auf dem Jobportal LinkedIn macht gerade der Beitrag von Kaitlyn WonJung Chang, Brand Innovation Lead bei der Digitalagentur Accenture Interactive Österreich, die Runde und hat eine riesige Bewegung ausgelöst. Ursache war Changs Vortrag bei dem sie ihr Baby vor dem Bauch trug und damit darauf aufmerksam machen wollte, wie oft Frauen im Job wegen ihrer Mutterschaft benachteiligt werden. Im Beitrag schreibt sie unter anderem: Unter dem Hashtag #momtoo äußern sich nun weltweit Frauen und zeigen sich mit ihren Kindern. Sie alle wollen eines zeigen: Dass Mütter genauso wie Väter oder auch Kinderlose einen tollen Job machen und dementsprechend gleiche Chancen im Beruf haben sollen.

Kaitlyn WonJung Chang spricht bei einem Vortrag mit ihrem Baby vor der Brust und redet über Diskriminierung von Müttern im Job; Quelle: Niklas Schnaubelt

Benachteiligung von Müttern am Arbeitsplatz

Kaitlyn WonJung Chang erzählt in ihrem Vortrag davon, wie sie eine Zeit lang verschwiegen hatte, Mutter zu sein. Zu groß war ihre Angst, deshalb nicht befördert zu werden oder keine Boni im Job zu erhalten. In ihrem Beitrag auf LinkedIn schreibt sie: "Obwohl ich seit sechs Monaten Mutter und noch in Elternzeit bin und darüber auch beispielsweise auf Instagram schreibe, habe ich das nie auf LinkedIn erwähnt - aus Angst, es könnte 'unprofessionell' erscheinen." Weiterhin erklärt sie: "Nachforschungen zeigen, das Mutterschaftsbenachteiligung genauso existiert wie Vaterschaftsboni. [...] Ihre (Mütter, Anm. der Red.) Chance auf Beförderung sinkt [...], obwohl ihre berufliche Kompetenz nicht im geringsten gesunken ist." In mehr als 1.500 Kommentaren sprechen sich Mütter positiv darüber aus. So schreibt eine Nutzerin: "Ich könnte deiner Rede nicht genug Zuspruch geben!"

Auch eine unserer Kolleginnen erfuhr, wie ungern Mütter in manchen Firmen am Arbeitsplatz gesehen werden. Uns erzählt sie:

"Eigentlich waren es Kleinigkeiten, die sich summiert haben. Es kamen keine "Gute Besserungs-Wünsche", sobald das Kind während der Eingewöhnungszeit im Kindergarten erneut krank wurde. Manchmal hörte man mein Kind, das ja während des Lockdowns zuhause geblieben ist, als ich in Video Calls war - da kamen dann genervte Blicke. Als ich nach einer Stundenreduzierung gefragt habe, weil der Stress mit Kind, Job und Co. zu groß wurde, folgte eine ewige Diskussion, bevor mir das gewährt wurde. Das alles hat mir kein gutes Gefühl mehr gegeben. Mein Kind ist doch ein Teil von mir. Genau deshalb war die Kündigung dann mein einziger Ausweg."

Habt ihr auch schon mal Diskriminierung oder Ausgrenzung am Arbeitsplatz erlebt, weil ihr Mütter seid? Dann schreib mir gerne eine Mail mit deinen Erfahrungen an Laura.kaestner@familie.de.

Wer sich einen neuen Job sucht, steht oft vor der Frage "Wie erstelle ich denn eine gute Bewerbung?" Im Video siehst du dafür ein paar Tipps!

Welchen Beruf wird dein Kind später ausüben?

Bildquelle: Getty Images/jacoblund

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