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Das ändert sich ab dem 1. Juli für Familien

Das ändert sich ab dem 1. Juli für Familien

Kurz & knapp

Ab dem 1. Juli gibt es wieder einige Gesetzes- und Regeländerungen, die auch Familien betreffen. Unter anderem erwarten uns Neuerungen in puncto Plastik und Homeoffice. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Einwegplastik wird deutlich reduziert

Bye-bye Strohhalm, Plastikgabel und To-go-Becher: Ab dem 3. Juli wird unser Alltag etwas plastikärmer. Denn an diesem Tag tritt ein neues Gesetz in Kraft, laut dem viele Einwegprodukte aus Plastik in der EU verboten sind. Dazu gehören u. a. Strohhalme, Luftballonstäbe oder Einweg-Geschirr aus konventionellem Plastik und aus "Bioplastik". Auch To-go-Becher sowie Einweg-Behälter aus Styropor dürfen in der EU nicht mehr produziert und verkauft werden. Allerdings dürfen die Restbestände noch aufgebraucht werden, daher wird es sicher noch eine Weile dauern, bis die Änderung unseren Alltag erreicht. An Ersatzprodukten mangelt es aber nicht: Zuletzt testete die Stiftung Warentest erst essbare Trinkhalme und kam zu freudigen Ergebnissen.

Homeoffice-Pflicht endet

Das Arbeiten von zu Hause kann ab Juli für viele wieder vorbei sein, denn die Pflicht zum Homeoffice endet am 1. Juli offiziell. Arbeitgeber*innen müssen ihren Arbeitnehmer*innen dann nicht mehr ermöglichen, von zu Hause zu arbeiten, außerdem sind Arbeitnehmer*innen nicht mehr verpflichtet, ein Homeoffice-Angebot anzunehmen. Dennoch wird Arbeitgeber*innen nahegelegt, ihren Beschäftigten auch weiterhin freiwillig die Arbeit im Homeoffice anbieten, "um sie bestmöglich vor einer Infektion zu schützen", wie es auf der Seite der Bundesregierung heißt. Bestehen bleibt die AHA+L-Formel, also Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten und im Alltag Maske tragen und lüften.

Gesetzlicher Mindestlohn steigt

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Juli auf 9,60 €. Im Januar dieses Jahres wurde er zuletzt auf 9,50 € angehoben. Bis zum 1. Juli 2022 auf 10,45 € pro Stunde angehoben werden. Neu gibt es ab Juli nun auch einen Mindestlohn für Pflegefachkräfte: Sie bekommen nun mindestens 15 € pro Stunde, am 1. April 2022 soll er nochmals auf 15,40 € angehoben werden.

Renten steigen

Zum 1. Juli wird die Rente erhöht, allerdings nicht in ganz Deutschland: Nur in Ostdeutschland wird sie um 0,72 % angehoben. Bis 2024 sollen Ost und West die gleiche Rente erhalten, daher erfolgt eine schrittweise Angleichung.

Digitaler Impfausweis wird EU-weit eingeführt

Viele EU-Staaten stellen den digitalen Impfpass über die App "CovPass" bereits aus, zum 1. Juli wird er dann in der gesamten EU eingeführt. Dadurch soll der Impfnachweis erleichtert und so das Reisen in Europa deutlich vereinfacht werden. Auch der Zugang zu Veranstaltungen könnte damit leichter werden.

Außerdem starten im Juli in allen Bundesländern, in denen sie nicht schon im Juni angefangen haben, die Sommerferien. Nachdem Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg bereits den Anfang gemacht haben, müssen Kinder in Bayern und Baden-Württemberg sich noch bis Ende Juli gedulden. Dank einer Entspannung der Corona-Lage werden viele Familien die Chance nutzen und in den Urlaub fahren. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, welcher Urlaub der Richtige ist, findet in unserem Test vielleicht eine Antwort:

Ferientest: Welcher Urlaub passt wirklich zu uns?

Bildquelle: Getty Images/Christian Bowen
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