Kinderkrankengeld: Bitte auch nach dem 12. Geburtstag!

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Kinderkrankengeld: Bitte auch nach dem 12. Geburtstag!

Wenn kleine Kinder krank sind und Mama und Papa arbeiten müssen, gibt es eine rechtliche Regelung und Kinderkrankengeld. Bei Kindern ab 12 Jahren erlischt dieser Anspruch. Das soll sich, auch nach dem Wunsch von Kinder- und Jugendmedizinern, möglichst ändern.

Welche Rechte haben Eltern, wenn größere Kinder krank sind?

Kranke Kinder und berufstätige Eltern – das verträgt sich nicht. Für Eltern von Kindern unter 12 Jahren gibt es aber glücklicherweise einen Rechtsanspruch auf Kinderkrankengeld: Wenn das Kind krank ist, haben die Eltern das Recht, daheim zu bleiben und sich um ihr Kind zu kümmern. Damit die finanziellen Einbußen nicht allzu groß ausfallen, gibt es den Anspruch auf Kinderkrankengeld.

Was aber ist mit Kindern, die älter als 12 Jahre sind? Auch die kann man nicht unbedingt alleine daheim lassen, wenn sie die Grippe oder einen Magen-Darm-Virus erwischt haben. Bislang gilt hier: Eltern haben ab dem 12. Geburtstag ihres Kindes keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld, sie müssen Urlaub nehmen, wenn sie ihr krankes Kind daheim betreuen möchten oder müssen.

Eine Verlängerung des Anspruchs über den 12. Geburtstag hinaus wünschen sich nicht nur alle Eltern. Im April 2018 haben sich die Mitglieder des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags für eine Anhebung der Altersgrenze für das Kinderpflegekrankengeld ausgesprochen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) begrüßt die Initiative: „Die Altersgrenze von 12 Jahren ist aus kinderärztlicher Sicht nicht verständlich, denn auch ältere Kinder und Jugendliche brauchen im Krankheitsfall selbstverständlich häufig häusliche Betreuung und Pflege“, erläutert Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Präsidentin der DGKJ. Bleibt zu hoffen, dass der Bundestag nicht allzu lange beraten muss und der Empfehlung folgt.

 

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