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In die Zukunft

Geldanlagen fürs Kind: Diese Möglichkeiten gibt es

© Getty Images/Prostock-Studio
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Taschengeld, Geldgeschenke und regelmäßiges Sparen: Sich über das Geld anlegen fürs Kind Gedanken zu machen ist eine vernünftige Idee. Zuerst solltest du dich über die verschiedenen Formen von Geldanlagen fürs Kind informieren und wie diese unterschieden werden.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten Geld anzulegen. Dabei sind der Kauf von Gold, Aktien sowie das klassische Sparbuch die bekannteren Arten der Geldanlage, die einem einfallen. Dabei unterscheiden sich diese drei Beispiele deutlich in der Art der Anlage.

Was sind Assetklassen?

Die unterschiedlichen Arten der Geldanlage werden als Assetklassen bezeichnet. Asset ist der englische Begriff für Vermögensgegenstand und diese haben innerhalb derselben Assetklasse ähnliche Merkmale.
Die unterschiedlichen Eigenschaften der Assets helfen dir bei der Umsetzung der passenden Anlagestrategie zum Vermögensaufbau für dein Kind. Bei der Auswahl der richtigen Geldanlage zur Erreichung von Anlagezielen spielen Faktoren wie Risikobereitschaft und der zeitliche Anlagehorizont eine übergeordnete Rolle.

Ziele beim Geld für das Kind anlegen können sich voneinander unterscheiden:

  • Sparen für den Führerschein, große Reise usw.
  • Geldanlage für das Kind zur späteren Finanzierung einer Ausbildung oder eines Studiums
  • Allgemeiner Vermögensaufbau

Somit solltest du deine Anlagestrategie nach den Zielen ausrichten.

Welche Assetklassen gibt es?

Bei dem Anlegen von Geld für dein Kind kannst du auf alle Assetklassen zurückgreifen. Bekannte Assetklassen sind beispielsweise Geldmarktinstrumente, Anleihen, Aktien, Immobilien, Rohstoffe oder Kryptowährungen. Aber auch Wertgegenstände wie z. B. Schmuck gehören dazu.

Was sind Geldmarktinstrumente?

Dabei handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für alle Arten von Zinsinstrumenten. Darunter fallen zum Beispiel Tagesgeldkonten, Festgeldkonten oder auch Geldmarktfonds.
Diese Anlageform hat ein geringes Risiko: Durch die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung sind 100.000 € je Kund*in und Bank abgesichert. Jedoch gibt es in Niedrigzins-Phasen keine bis nur sehr geringe Zinsen auf die Einlagen. Du kannst für die verschiedenen Angebote den Realzins näherungsweise berechnen, indem du die Differenz von Nominalzins und Inflationsrate berechnest.

Beispiel:

Bei einem Nominalzins von 1 % und einer Inflationsrate von 2 % beträgt der Realzins somit -1 %. Der Wert des Vermögens bzw. die Kaufkraft sinkt demnach um 1 %. Hättest du das Geld unter dem Kopfkissen versteckt und nicht verzinst angelegt, wäre der Wertverlust mit 2 % noch höher gewesen.

Was sind Anleihen?

Bei so genannten Anleihen handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere. Vom Prinzip her leihst du dem Emittenten, dem Herausgeber der Anleihe wie bspw. ein Unternehmen oder ein Staat Geld und erhältst dafür einen Zins von ihm. Durch den Kauf der Anleihen stellst du dem Unternehmen oder dem Staat dann dein Geld zur Verfügung.

Diese Geldanlage ist gut planbar, da die Laufzeit festgelegt ist und die Zinseinnahmen berechnet werden können. Anleihen sind handelbar und können auch vor Laufzeitende verkauft werden. Dabei stellen sie eine sichere Form der Geldanlage an, jedoch gibt es keine gesetzliche Einlagerungssicherung, so dass ein Verlustrisiko besteht.

Bei der Auswahl des Emittenten solltest du zwischen des Risikos eines möglichen Zahlungsausfalls im Verhältnis zur Zinshöhe gründlich abwägen. Dabei kann dir die sogenannte Bonität helfen: Sie ist die Fähigkeit, die Emission nebst Zinsen zu bedienen und zu tilgen. Daraus ableitbar ist die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer in der Lage und willens sein wird, die erforderlichen Rückzahlungen an dich zu leisten.

Meistens geben Emittenten mit einer schlechteren Bonität höhere Zinsen, Emittenten mit einer guten Bonität niedrigere Zinsen. Der Markt preist somit das höhere Risiko beim Zins sein.

Du erzielst aber mit Anleihen in der Regel höhere Zinsen als mit den oben erwähnten Geldmarktinstrumenten.

Was sind Aktien?

Als Aktionär hältst du Anteile an einem Unternehmen. Du wirst durch die Dividendenausschüttung am Gewinn beteiligt und kannst durch Kursgewinne profitieren, wenn du die Aktien zu einem höheren Kurs als den Kaufpreis verkaufen kannst.

Aktien zählen zu den risikoreicheren Assetklassen. Die Entwicklung des Kurses ist von Faktoren wie Unternehmenserfolg, Marktumfeld und Marktstimmung abhängig. Deswegen ist hier eine Diversifikation besonders wichtig.

Die Aktiendiversifikation ist das Verteilen deiner Investition auf eine Vielzahl von Aktien unterschiedlicher Unternehmen. Sollte ein Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, kann der mögliche (Total)-verlust durch die anderen Aktieninvestitionen abgesichert werden. Dies nur, wenn die anderen Aktien positiv verlaufen.

Diese Diversifikation kannst du beispielsweise mit aktiv gemanagten Fonds oder mit passiven ETFs erreichen.

Wie lege ich in Immobilien an?

Neben dem Kauf einer Immobilie gibt es auch die Möglichkeit mit geringeren Beträgen Geld in Immobilien anzulegen. Durch offene und geschlossene Immobilienfonds kannst du in den Bereich investieren.

Die Fonds sammeln von dir und einer Vielzahl von anderen Anlegern Kapital ein und legen dieses aktiv gemanagt in Immobilien wie Büros, Wohngebäude usw. an. Durch die Investition in ETFs und REITs (Real Estate Investment Trusts) besteht eine weitere Möglichkeit in Immobilien zu investieren.

REITs sind weltweit agierende Kapitalgesellschaften, die entweder Immobilien besitzen und verwalten oder Wertpapiere auf Immobilien halten. Man investiert somit indirekt in Immobilien. Die Rendite wird dabei durch die Mieteinnahmen oder Verkäufe generiert. Wertverluste und schlechte Hausverwaltungen stellen die typischen Risiken bei Investitionen in Immobilien dar.

Wie lege ich in Rohstoffe an?

Als direkt Anlage in Rohstoffe ist der Goldkauf zu nennen. Andere direkte Investments bei Rohstoffen wie Öl, Gas, verschiedenste Metalle usw. sind praktisch ausgeschlossen.

Für die indirekte Investition eignen sich Rohstoff-ETFs und Rohstoff-ETCs (Exchange Traded Commodities). Letztere bilden die Wertentwicklung einer Rohstoffklasse ab. Du solltest beachten, dass Rohstoffe hohen Wertschwankungen ausgesetzt sind, so dass eine hohes Verlustrisiko besteht.

Welche Assetklassen gibt es noch?

Auch Kryptowährungen und andere Wertgegenstände (Kunst, Antiquitäten, Wein, Schmuck usw.) stellen eigene Assetklassen dar.

Bitcoins sind aufgrund der vorhandenen Risiken – hier sind insbesondere die massiven Kursschwankungen und die fehlenden Sicherungssysteme zu nennen – als strategische Geldanlage für Verbraucher nicht zu empfehlen.

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Sie sind jedoch hohen Wertschwankungen ausgesetzt und es ist in der Regel ein hohes fachliches Know-how notwendig. Es besteht ein hohes Verlustrisiko.

Was kannst du bei der Auswahl berücksichtigen?

Jede Assetklasse besitzt ein anderes Risiko und innerhalb ihrer Klasse besitzen verschiedene Werte auch unterschiedlich hohe Risiken.
Wichtig für deine Entscheidung können somit das Ziel und der zeitliche Anlagehorizont bei der Wahl und Zusammenstellung geeigneter Assets sein.

Du solltest dich deswegen intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und informieren oder dich fachkundig beraten lassen. Im Video erläutern wir nochmal die recht einfache und praktische Geldanlage Depot:

Was ist ein Depot? Die Frage aller Aktien-Fragen leicht erklärt Abonniere uns
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