Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. familie.de
  2. Familienleben
  3. Finanzen & Recht
  4. Was ist ein Fonds: Die beliebte Geldanlage einfach erklärt

Vermögen bündeln!

Was ist ein Fonds: Die beliebte Geldanlage einfach erklärt

Anzeige

Vor allem unerfahrenen Einsteiger*innen ist es oft zu riskant, um mit einzelnen Aktien am Börsenmarkt zu spekulieren. Bei einem Fonds ist das Risiko hingegen breit gestreut, da er viele verschiedene Wertpapiere und Aktien umfasst. Was genau ein Fonds ist und welche weiteren Vorteile die beliebte Geldanlage für euch bereithält, haben wir euch hier zusammengefasst.

Was versteht man unter Fonds?

Fonds und Wertpapiere sind nach wie vor in aller Munde und nachdem ihr gerade diese Zeilen lest, scheint ihr euch auch für die beliebte Geldanlage zu interessieren. Doch ist es überhaupt sinnvoll in einen Investmentfonds zu investieren? Dieser Frage gehen wir auf den Grund. Zuerst müsst ihr wissen, dass ihr bei dieser Geldanlage mit zahlreichen anderen Investor*innen in verschiedene Vermögenswerte investiert. Euer Geld fließt also nicht in einzelne Aktien, sondern in eine Sammlung verschiedener Aktien, Wertpapiere, Immobilien und Anleihen.

Dabei werden die Wertpapiere von Fondsmanager*innen ausgewählt und anschließend verwaltet, damit eure Investition möglichst breit aufgestellt ist und eine hohe Rendite dabei herauskommt. In diesem Fall spricht man von einem aktiven Fonds. Ziel des Investments ist, das von privaten Anleger*innen investierte Geld zu vermehren, anstatt es auf einem herkömmlichen Girokonto oder Tagesgeldkonto mit sehr überschaubaren Zinsen zu parken. Aus diesem Grund sind Fonds in erster Linie für einen langfristigen Vermögensaufbau geeignet.

Gut zu wissen: In einem Investmentfonds sind oft hunderte und manchmal sogar tausende Wertpapiere enthalten, um das Risiko bestmöglich zu streuen. Aufgrund strenger Regeln in Sachen Transparenz müssen euch die Fondsmanager*innen offenlegen, in welche Wertpapiere euer Geld investiert ist.

Welche Fonds gibt es?

Fonds sind nicht gleich Fonds: Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, stellen wir euch die 5 gängigsten Investmentfonds auf dem deutschen Kapitalmarkt vor, in die ihr investieren könnt:

  • Immobilienfonds: Wie der Name schon vermuten lässt, wird bei diesen Fonds in Immobilien (Häuser, Grundstücke, Bürogebäude, Einkaufszentren, Hotels, etc.) sowohl im In- als auch im Ausland investiert. Dabei wird zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds differenziert.
  • Aktienfonds: Diese Form des Investmentfonds umfasst überwiegend Aktien, die gewissen Schwankungen am Markt unterliegen. Aus diesem Grund setzt ein Aktienfonds eine gewisse Risikobereitschaft voraus. Die Gewinne stammen dabei aus ausgeschütteten Dividenden oder Kursgewinnen.
  • Rentenfonds: Zwar macht es auf den ersten Blick den Anschein, dass bei diesem Fonds in Renten in Form von Altersbezügen investiert wird, allerdings ist hier stattdessen von sogenannten Rentenpapieren, also verzinslichten Wertpapieren, sowie Anleihen die Rede. Das Kapital wird für einen zuvor festgelegten Zeitpunkt investiert, wobei die Anleger*innen regelmäßig Zinsen erhalten. Aufgrund geringer Marktschwankungen sind Rentenfonds mit weniger Risiko verbunden.
  • Mischfonds: Hier wird neben Rentenpapieren und Aktien unter anderem in Währungen sowie diverse Rohstoffe investiert.
  • ETFs: Der passive und börsengehandelte Indexfonds umfasst zahlreiche Unternehmen aus den verschiedensten Industriestaaten, weshalb das Risiko sehr breit gestreut ist.

Zudem könnt ihr Geld in folgende Fonds anlegen:

  • Rohstofffonds
  • Garantiefonds
  • Multi-Asset-Fonds
  • Geldmarktfonds

 

Was sind die Vor- und Nachteile von Fonds?

Um euch die Geldanalage noch näher zu bringen, gehen wir nachfolgend auf die Vor- und Nachteile der Investition ein:

Vorteile des Fonds

  • Ein großer Vorteil ist, dass sich das Risiko beim Kauf von Fonds auf viele verschiedene Wertpapiere verteilt und es somit gestreut und überschaubarer wird. Genau aus diesem Grund sind Fonds vor allem für Einsteiger*innen in den Kapitalmarkt eine gute Investition. Werden Gewinne reinvestiert, kann der daraus resultierende Zinseffekt den Gewinnzuwachs ebenfalls positiv beeinflussen.
  • Neben der Sicherheit und hohen Renditen sind Fonds zudem sehr einfach zu managen. Nachdem ihr Geld eingezahlt habt, erledigen die Fondsmanager*innen die Verwaltung, bis ihr euren Fonds wieder verkaufen wollt. In dieser Zeit heißt es für euch nur warten und auf hohe Renditen hoffen.

Nachteile des Fonds

Natürlich hat ein Fonds nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile, die wir euch nicht vorenthalten wollen:

  • Keine Mitsprache: Anleger*innen haben kein Mitspracherecht wenn es darum geht, welche Aktien, Wertpapiere & Co. im Fonds enthalten sind und müssen stattdessen auf die Expertise der Fondsmanager*innen vertrauen.
  • Geduld nötig: Bis euer Fonds Gewinn erzielt, kann es mehrere Jahre dauern. Aus diesem Grund ist bei dieser Form der Geldanlage Geduld gefragt.
  • Kursverluste möglich: Auch wenn die Chancen in der Regel gut stehen, Gewinne zu erzielen, können aufgrund von kurzfristigen Schwankungen dennoch Verluste entstehen.

Wie werden Fonds gemanagt?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei herkömmlichen Investmentfonds um aktive Fonds. Bei Schwankungen oder Veränderungen auf dem Kapitalmarkt reagieren die verantwortlichen Fondsmanager*innen zeitnah, um das Verlustrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem werden Wertpapiere für die Investition ausgewählt, die hohe Gewinne versprechen.

Neben aktiven gibt es auch passiv gemanagte Fonds mit einer vordefinierten Struktur. Die günstigeren passiven Indexfonds zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass der Wertpapier-Index 1:1 abgebildet ist. Demzufolge werden die enthaltenen Aktien und Wertpapiere nicht im Vorfeld von Expert*innen festgelegt und für die Anleger*innen verwaltet.

Gut zu wissen: Zu den wohl bekanntesten passiv gemanagten Indexfonds gehören auch die ETFs.

Wo kann man Fonds kaufen?

Voraussetzung für den Kauf ist ein Depot, auf das ihr über ein Referenzkonto Geld überweist. Kaufen könnt ihr den Fonds dabei entweder direkt bei eurer Hausbank, einem Online-Kreditinstitut oder alternativ bei freien Fondsvermittler*innen bzw. Brokern sowie Fondsgesellschaften.

Wie teuer sind Fonds?

Wie viel ihr für einen Fonds ausgeben müsst, ist nicht pauschal zu beantworten. Zum einen kommt der aktuelle Preis auf die Art des gewählten Fonds an und zum anderen unterliegt der Preis Schwankungen am Markt. Zu den Kosten für den Fonds an sich wird außerdem ein Ausgabeaufschlag, der sich in der Regel aus Beratungs- und jährlichen Vertriebskosten zusammensetzt, sowie eine Verwaltungs- und Performancegebühr erhoben.

Ihr wollt mehr über Depots wissen? Im folgenden Video könnt ihr euch einen ersten Überblick verschaffen!

Was ist ein Depot? Die Frage aller Aktien-Fragen leicht erklärt Abonniere uns
auf YouTube

Fitness-Test: Wie fit ist dein Wissen zu Sport und Ernährung?

Quellen: sparkasse.de, finanzen.net, commerzbank.de

Na, hat dir "Was ist ein Fonds: Die beliebte Geldanlage einfach erklärt" gefallen, weitergeholfen, dich zum Lachen oder Weinen gebracht? Dann hinterlasse uns doch ein Like oder teile den Artikel mit anderen netten Leuten. Wir freuen uns sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du uns auf Pinterest, Facebook, Instagram, Flipboard und Google News folgst.