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Konto-Liebling!

Was ist ein Girokonto? Geldgeschäfte einfach verwalten

© Getty Images/Ridofranz
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Überweisungen, Einzahlungen, Geld abheben, Daueraufträge und Online-Banking: Ein Girokonto ist zur Abwicklung von vielen Bankgeschäften essenziell und daher weitverbreitet. Hier erfahrt ihr unter anderem, wie ihr ein Girokonto für euch oder euer Kind eröffnen könnt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Wofür ist ein Girokonto gedacht?

Ein Girokonto ist für die meisten Menschen selbstverständlich und in Sachen Geldgeschäfte längst nicht mehr wegzudenken. So werden vor allem regelmäßige oder einmalige Einzahlungen und Abbuchungen, wie zum Beispiel Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge, Lastschrift-Gutschriften oder Umbuchungen, über das Girokonto abgewickelt.

Zudem könnt ihr mit einem Girokonto, das seltener auch als Zahlungskonto oder Sichtkonto bezeichnet wird, neben der Abwicklung diverser Bankgeschäfte sowie dem Abheben von Bargeld natürlich auch am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen.

Häufig wird ein Girokonto daher für folgende Geldabwicklungen verwendet:

  • Lohn bzw. Gehalt sowie Rente
  • Miete
  • Strom, Telefon sowie Internet
  • Unterhalt
  • einmalige Überweisungen
  • Geld abheben

Praktisch an einem Girokonto ist unter anderem, dass ihr eure Ein- und Auszahlungen immer im Blick habt und sich sowohl Zahlungseingänge als auch Zahlungsausgänge im Nachhinein besser nachvollziehen lassen.

Das Girokonto solltet ihr allerdings nicht gleichzeitig als euer Spar- oder Anlagekonto nutzen, da die Geldbeträge gar nicht oder höchstens sehr niedrig verzinst werden. Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten sind für Sparanlagen deutlich besser geeignet.

Wer kann ein Girokonto eröffnen?

Zur Eröffnung eines Girokontos in Deutschland gibt es keine gesetzlichen Voraussetzungen oder Vorgaben. Nichtsdestotrotz ist die Kontoeröffnung seitens der Banken üblicherweise an folgende Bedingungen geknüpft:

  • Volljährigkeit
  • fester Wohnsitz in Deutschland
  • gute Bonität
  • kein negativer Schufa-Eintrag
  • möglichst regelmäßiges Einkommen entweder aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Arbeit
  • keine offenen Verpflichtungen (z. B. Zahlungsverzug bei einem Kredit, Steuerschulden, etc.)

Sofern ihr diese „inoffiziellen" Voraussetzungen erfüllt, stellt die Eröffnung eines Girokontos kein Problem dar. Einen sogenannten Dispokredit – also eine betraglich begrenzte und im Vorfeld festgelegte Überziehungsmöglichkeit eures Girokontos – könnt ihr in der Regel jedoch nur bei einem regelmäßigen Einkommen bei der Bank beantragen.

Gut zu wissen: Eine Festanstellung oder ein Beruf ist keine Grundvoraussetzung zur Kontoeröffnung. Bei vielen Direktbanken könnt ihr zum Beispiel auch beim Bezug von Arbeitslosengeld ein Girokonto eröffnen.

Margit Huber

Unterschied zum Basiskonto

Häufig werden Giro- und Basiskonto (auch Guthaben- oder Jedermann-Konto genannt) miteinander verwechselt und tatsächlich sind beide Kontoformen sehr ähnlich. Allerdings gibt es entscheidende Unterschiede:

So kann laut Bundesregierung jeder, auch Wohnungslose, Personen mit Duldung oder Asylsuchende, ohne Voraussetzungen und somit auch ohne Einkommen bzw. regelmäßige Geldeingänge ein Basiskonto eröffnen.

Überweisungen, Daueraufträge sowie andere Bankabwicklungen sind damit ohne Einschränkung möglich. Das Konto zu überziehen, ist mit einem Basiskonto allerdings nicht möglich.

Wie funktioniert eine Girokonto-Eröffnung?

Das Girokonto könnt ihr entweder direkt bei eurer Bankfiliale vor Ort und mithilfe eines/einer Bankmitarbeiter*in oder online eröffnen. Wichtig ist in beiden Fällen, dass ihr ein gültiges Ausweisdokument sowie gegebenenfalls eine Meldebescheinigung zur Identifikation vorlegt.

Entscheidet ihr euch für den Online-Weg, müsst ihr in der Regel vorab ein Formular mit euren persönlichen Daten zur Antraggenerierung ausfüllen und ein Girokonto-Modell auswählen. Eure Identität wird dann mithilfe des sogenannten Videoident- oder Postident-Verfahrens geprüft.

Nach der Prüfung werden euch eure Unterlagen zur Kontoeröffnung von der Bank zugeschickt. Zusätzlich zur Eröffnung des Girokontos erhaltet ihr vom Kreditinstitut in der Regel eine kostenlose Bankkarte (Giro- bzw. Debitkarte).

Ist ein Girokonto kostenlos?

Zwar gibt es einige wenige Kreditinstitute, meist Direktbanken und nicht Filialbanken, die kostenlose Girokonten für ihre Kunden anbieten, doch diese sind relativ selten geworden. Zudem gibt es Unterschiede im Preismodell: So erheben einige Banken eine pauschale Gebühr für das Girokonto bzw. die Kontoführung, wohingegen bei anderen Girokonten Kosten für einzelne Transaktionen oder Buchungsvorgänge erhoben werden.

Des Weiteren gibt es Girokonten, bei denen die Kontoführungsgebühr ab einem bestimmten monatlichen Geldeingang entfällt oder Neukunden mit einmaligen Bonuszahlungen gelockt werden.

Aufgrund der vielen Alternativen lohnt sich daher vorab ein Vergleich der verschiedenen Banken sowie angebotenen Konditionen und AGBs. Zudem solltet ihr bei eurer Wahl berücksichtigen, ob ihr Wert auf eine Geschäftsstelle und einen Ansprechpartner vor Ort legt.

Gut zu wissen: Je nach Bank bewegen sich die Kosten für das Girokonto meist zwischen 2 und 10 € im Monat. Bei einigen Banken profitieren unter anderem Rentner*innen, Auszubildende sowie Studierende jedoch von günstigeren Konditionen.

Kann man ein Girokonto wechseln?

Habt ihr bereits ein Girokonto und wollt zu einem anderen Kreditinstitut wechseln, ist das kein Problem. Bevor ihr jedoch euer bestehendes Girokonto kündigt, sollte das neue Konto bereits eröffnet sein und am besten einige Wochen parallel laufen.

So ist gewährleistet, dass der Wechsel unkompliziert klappt, weiterhin Bankgeschäfte getätigt werden können und die Umstellung der vorhandenen Zahlungsverpflichtungen vereinfacht wird.

Gut zu wissen: Eure auserkorene Bankfiliale unterstützt euch in der Regel beim bevorstehenden Kontowechsel.

Können Kinder ein Girokonto haben?

Mit eurer schriftlichen Zustimmung könnt ihr für euer minderjähriges Kind zwischen 7 und 17 Jahren ein Jugend- bzw. Kinderkonto in Form eines Girokontos eröffnen. Zur Kontoeröffnung sind sowohl der Personalausweis bzw. Reisepass von euch selbst als auch der Ausweis eures Kindes notwendig. Alternativ könnt ihr die Geburtsurkunde zur Prüfung der Identität vorlegen. Zudem verlangt die Bank die Steuer-ID eures Kindes.

Dabei ist die Nutzung des Girokontos für Kinder und Jugendliche teilweise eingeschränkt. Je nach Kreditinstitut sind zum Beispiel weder Kontoüberziehungen noch eine Darlehensgewährung gestattet.

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