Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
Dauerauftrag: So könnt ihr ihn anlegen, verändern und kündigen

Dauerauftrag: So könnt ihr ihn anlegen, verändern und kündigen

Familien-Banking

Mit einem Dauerauftrag könnt ihr in bestimmten Situationen viel Zeit und Nerven sparen. Heißt im Alltag: wieder etwas weniger Mental Load. Genau deswegen ist er auch für uns Familien ein wichtiges Banking-Tool. Wie ihr einen Dauerauftrag einrichtet, wofür die festgelegte Zahlung weniger geeignet ist und wo die Vor- und Nachteile liegen.

Gerade in Familien fallen jede Menge Kosten und Rechnungen an – und viele von ihnen sind wiederkehrend, z. B.:

  • Miete
  • Haushaltskosten
  • regelmäßige Sparbeträge
  • Versicherungsbeiträge
  • Beiträge für Kita, Schule, Vereinsmitgliedschaften
  • Rundfunkgebühren
  • Kreditraten

Damit wir bei regelmäßigen Überweisungen nicht den Überblick verlieren, lohnt es sich, für die wiederkehrenden festen Zahlungen einen Dauerauftrag von eurem Girokonto anzulegen – oder alternativ einen Bankeinzug zu vereinbaren.

Jennifer Kober

Ein Gedanke weniger!

Die Miete per Dauerauftrag zu bezahlen – das ist wohl der Klassiker. Man denkt sich zwar: Wie kann man denn die MIETE vergessen?! Aber ich habe mit meinen Kleinen oft so viele Dinge im Kopf, dass ich am Monatsanfang oft panisch aufwache und denke: Hab ich etwa vergessen ...? Und dann fällt es mir ein: Dauerauftrag, alles gut. Die Gewissheit bei so wichtigen Zahlungen ist für mich wichtig. Selbst wenn es bedeutet, dass man manchmal ganz schön jonglieren muss, um genügend Geld auf dem Konto zu haben, wenn die Zahlung fällig ist. Aber das muss man ja sowieso, wenn ein bestimmtes Fälligkeitsdatum besteht.

Was ist ein Dauerauftrag?

Bei dieser Zahlungsweise wird an einem festen, wiederkehrenden Termin eine Geldsumme automatisch von eurem Konto überwiesen. Ihr müsst die Überweisung also nicht regelmäßig tätigen, sondern nur einmalig den Dauerauftrag einrichten. Da bei einem Dauerauftrag der Zeitpunkt der Überweisung und der Betrag konstant bleiben, lohnt er sich nicht für alle wiederkehrenden Zahlungen. Zwar könnt ihr Datum und Betrag jederzeit für die nächste geplante Überweisung anpassen. Wenn sich beide Faktoren regelmäßig ändern, spart ihr euch damit aber wenig Zeit und Aufwand. Und solltet ihr die rechtzeitige Anpassung vergessen, habt ihr sogar noch zusätzliche Rennerei.

Vorteile von Daueraufträgen

  • fest eingeplante Überweisung
  • automatische Abbuchung vom Konto
  • Kontoinhaber*in hat volle Kontrolle bei Einrichtung und Verwaltung
  • kann jederzeit gekündigt werden
  • kostenlos für Zahlende und Empfänger
  • keine Bankgebüren, wenn der Auftrag fehlschlägt

Nachteile von Daueraufträgen

  • nicht für häufige Änderungen gedacht
  • nachträgliche Änderungen schwierig
  • nicht für unregelmäßige und seltene Zahlungen gedacht

In solchen Situationen lohnt sich ein Dauerauftrag

Am besten legt ihr einen Dauerauftrag für Zahlungen an, die ihr sowieso regelmäßig fest einplant und die sich nicht oder nur selten ändern:

  • Miete
  • Einzahlungen auf euer Sparkonto
  • Taschengeld auf ein Kinderkonto
  • Beitragszahlungen, z. B. an den Sportverein
  • Versicherungsbeiträge
  • Rundfunkgebühren

Dauerauftrag oder Bankeinzug?

Ein Bankeinzug (auch Lastschrift) funktioniert anders als ein Dauerauftrag: Hier erteilt ihr einem Unternehmen die Erlaubnis, einmalig oder regelmäßig einen Betrag von eurem Konto abzubuchen. Das hat für euch den Vorteil, dass ihr nichts weiter tun müsst, als eure Bankdaten und eure Berechtigungserteilung an den Empfänger zu übermitteln. Der Nachteil ist, dass ihr keine direkte Kontrolle über die Abbuchungen habt: Ihr könnt das Einzugsdatum und den Betrag nicht eigenständig ändern. Und müsst sicherstellen, dass ihr genügend Geld auf eurem Konto habt, um eine Abbuchung zu ermöglichen. Sonst fallen Gebühren von eurer Bank und dem Empfänger an.

Jennifer Kober

Immer mal prüfen!

Bei Daueraufträgen ist es trotzdem wichtig, dass ihr immer mal schaut, ob sie denn noch so stimmen. Oder ihr die Zahlung wirklich so tätigen wollt. Bei dem Mietbeispiel fallen mir z. B. Konflikte mit der/dem Vermieter*in ein, wenn ihr etwa eine Mietminderung erwirken wollt. Dann solltet ihr den Dauerauftrag pausieren und ggf. einzelne Überweisungen tätigen.

Dauerauftrag einrichten

Den Dauertauftrag könnt ihr ganz leicht in eurer Bankfiliale oder per Online-Banking einrichten. Alles, was ihr dafür braucht, ist:

  • Name und Bankverbindung des Empfängers
  • Betrag
  • Überweisungstermin

Ihr könnt euch aussuchen, in welchen Intervallen die Überweisung stattfinden soll, das kann z. B. monatlich, drei-monatlich, halbjährlich oder auch jährlich sein. Zwischendurch habt ihr die Möglichkeit, den Dauerauftrag kurzfristig zu pausieren und somit für die nächste Zahlung auszusetzen.

Wichtig: Wenn ihr das Datum angebt, ist es wichtig zu bedenken, dass der Dauerauftrag manchmal verspätet ausgeführt wird. Fällt das festgesetzte Datum auf ein Wochenende oder einen Feiertag, wird die Überweisung automatisch am nächsten Werktag getätigt. Deshalb ist es gut, die Zahlung ggf. ein, zwei Tage vor ihrer Fälligkeit einzuplanen.

Dauerauftrag ändern

Um euren Dauerauftrag zu ändern, könnt ihr ihn jederzeit in eurem Online-Banking bearbeiten. Alternativ könnt ihr je nach Bank die Änderungen auch per Telefonbanking oder in der Filiale vornehmen. Hier ist entscheidend, ob eure Bank generell diese Optionen anbietet. Ihr habt folgende Möglichkeiten, euren Dauerauftrag anzupassen:

  • Dauerauftrag pausieren
  • Betrag anpassen
  • Datum ändern
  • Intervalle ändern
  • Dauerauftrag kündigen

Dauerauftrag kündigen

Wenn ihr die Zahlungen wieder einstellen wollt, könnt ihr den Dauerauftrag auch jederzeit löschen. Am schnellsten geht das im Online-Banking. Wichtig ist, dass ihr das VOR der nächsten Zahlung tut, denn nachträglich lässt sich die Überweisung nicht einfach rückgängig machen. Sobald ihr den Dauerauftrag storniert habt, setzen die Überweisungen aber aus. Es gibt keine Bearbeitungsperiode und ihr könnt den Auftrag bis zum Vortag der nächsten Zahlung kündigen. Das heißt, wenn die Überweisung für den 3. des Monats geplant war, könnt ihr den Dauerauftrag am 2. einstellen. Trotzdem gilt natürlich: Je eher, desto besser.

Dauerauftrag zurückholen

Manchmal kann es sein, dass sich die Umstände kurzzeitig ändern: Vielleicht wollt oder müsst ihr oder der Empfänger die Zahlungen einstellen. Oder ihr habt einfach vergessen, euren Dauerauftrag rechtzeitig zu löschen. Dann könnt ihr ihn euch nachträglich zurückholen. Hier habt ihr zwei Möglichkeiten:

  1. Bank telefonisch kontaktieren: Habt ihr es sofort gemerkt und die Überweisung ist noch nicht auf dem Empfängerkonto angekommen, könnt ihr das Geld zurückbuchen lassen. Das geht am schnellsten telefonisch, denn euer Zeitfenster ist sehr klein. Die meisten Überweisungen dauern im hier im besten Fall wenige Tage, meistens sogar nur Stunden.
  2. Dauerauftrag zurücküberweisen lassen: Dafür müsst ihr den Empfänger kontaktieren und eine Rückzahlung erbitten. In den meisten Fällen sollte das kein Problem, eben nur etwas umständlich sein. Sollte der Empfänger die Rückzahlung aus irgendeinem Grund verweigern, ist es wichtig, dass ihr euch rechtliche Unterstützung holt.

Ihr überlegt, euren Kids Taschengeld zu überweisen? Oder steht gerade noch am Anfang der Taschengeld-Entscheidungen? Mit unseren Tipps seid ihr klasse vorbereitet:

Ferientest: Welcher Urlaub passt wirklich zu uns?

Bildquelle: Getty Images/ Drazen Zigic

Na, hat dir "Dauerauftrag: So könnt ihr ihn anlegen, verändern und kündigen" gefallen, weitergeholfen, dich zum Lachen oder Weinen gebracht? Dann hinterlasse uns doch ein Like oder teile den Artikel mit anderen netten Leuten. Wir freuen uns sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du uns auf Pinterest, Facebook, Instagram, Flipboard und Google News folgst.

Galerien
Lies auch
Teste dich