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Familienpolitik

Entlastungspaket für Familien: Mit diesen 9 Maßnahmen unterstützt uns der Staat jetzt

Geld ist ja bei Familien eigentlich immer knapp. In diesen Zeiten mit explodierenden Strom-, Gas- und Benzinpreisen sowie hohen Lebensmittelkosten wird es Eltern beim Blick aufs Konto aber schon am Monatsanfang ganz flau. Die Regierung will unterstützen, hat bereits zahlreiche Entlastungen beschlossen und jetzt auch noch einmal kräftig nachgelegt. Diese 9 Maßnahmen sollen für mehr Geld in der Familienkasse sorgen.

1. Unterstützung für Kinder

Familien sollen schnellstmöglich für jedes Kind einen Einmalbonus in Höhe von 100 € ergänzend zum Kindergeld erhalten. Dieser Bonus wird über die Familienkassen ausgezahlt und auf den Kinderfreibetrag angerechnet. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.

Konkrete Zahlungen mit Datum gibt es (zum Glück) aber schon für Kinder, die von Armut betroffen sind: Ihre Familien erhalten ab dem 1. Juli 2022 vom Staat 20 € mehr im Monat.

2. Die Energiepreispauschale

Bei der sogenannten Energiepreispauschale handelt es sich um einen Betrag in Höhe von 300 €. Und dieses Geld bekommen alle einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen (Steuerklassen 1-5) einmalig als Zuschuss zu ihrem Gehalt. Die Auszahlung erfolgt über die Lohnabrechnung des Arbeitgebers bzw. des Dienstherren. Wann das sein wird, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass die Pauschale einkommensteuerpflichtig sein wird und Selbstständige einen Vorschuss über eine einmalige Senkung ihrer Einkommensteuer-Vorauszahlung erhalten.

Natalie Köhler

Besser als nichts ...

Ich kann mir vorstellen, dass eine Einmalzahlung von 100 € pro Kind in vielen Familien wirkt wie der oft zitierte Tropfen auf den heißen Stein. Und auch von den 300 € Energiepreispauschale bleibt nach dem Steuerabzug nicht mehr sehr viel übrig. Trotzdem denke ich, wir Familien bekommen in Deutschland immerhin ein bisschen Unterstützung vom Staat. Das ist ja weiß Gott nicht überall auf der Welt so.

3. Günstigere Kraftstoffpreise

Befristet für drei Monate soll die Energiesteuer auf Kraftstoffe auf das europäische Mindestmaß abgesenkt werden. Das bedeutet für uns konkret an der Zapfsäule: Der Benzinpreis wird 30 Cent je Liter und der Dieselpreis 14 Cent pro Liter günstiger. Ab wann ihr den kostengünstigen Sprit bekommt, ist noch nicht raus.

4. Unterwegs im ÖPNV für 9 €/Monat

Damit der Öffentliche Nahverkehr attraktiver und bezahlbar wird, soll ein ganz besonderes Ticket, das "9 für 90", eingeführt werden. Damit kann jeder für 9 € im Monat den ÖPNV nutzen, begrenzt auf 90 Tage. Das heißt ganz grob: Ein Vierteljahr Bus und Bahn fahren für 27 €. Wann das Ticket kommt, wo ihr es kaufen könnt und auch wie das Ganze genau organisiert wird, ist noch in Planung.

Übrigens: Wenn ihr für kürze Strecken das Fahrrad nutzt, spart ihr natürlich noch mehr Geld. Was ihr in Sachen Kinderfahrrad anhängen, Baby im Fahrradanhänger und Croozer-Fahrradhänger beachten solltet.

5. EEG-Umlage entfällt

Ab dem 1. Juli 2022 müssen Stromkunden keine EEG-Umlage („Ökostrom-Umlage“) mehr zahlen. Damit sparen Familien dann 3,723 Cent pro kWh.

6. Erhöhung von Arbeitnehmerpauschbetrag und Grundfreibetrag

Auch in Sachen Steuern gibt es Unterstützung für Familien: Der Arbeitnehmerpauschbetrag bei der Einkommensteuer wird um 200 € auf 1.200 € erhöht. Dieser erhöhte Freibetrag gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2022.

Außerdem wird der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer von derzeit 9.984 € um 363 € auf 10.347 € angehoben. Dieser erhöhte Freibetrag gilt ebenfalls rückwirkend ab dem 1. Januar 2022.

7. Anhebung der Fernpendlerpauschale

Auch pendelnde Mamas und Papas dürfen sich freuen: Die Erhöhung der Pauschale für Fernpendler (ab dem 21. Kilometer) sowie der Mobilitätsprämie wird vorgezogen. Sie beträgt schon jetzt 38 Cent und zwar rückwirkend ab dem 1. Januar 2022.

8. Unterstützung für Bedürftige

Wenn ihr existenzsichernde Leistungen vom Staat bekommt, also zum Beispiel Arbeitslosengeld II, Grundsicherung oder andere Transferleistungen, dürft ihr mit einer Einmalzahlung in Höhe von 200 € rechnen. Wann dieser Zuschuss aber ausgezahlt wird, ist noch nicht klar.

9. Heizkostenzuschuss kommt

Wohngeldbeziehende, Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende mit unterstützenden Leistungen sollen einen Heizkostenzuschuss bekommen. Dieser Zuschuss liegt zwischen 115 € (Azubis und Studierende im BAföG pro Person) und 135 € (Wohngeld-Haushalte mit zwei Personen 175 € sowie pro weiterem Familienmitglied 35 €) und soll im Sommer 2022 gezahlt werden, wenn in der Regel die Heizkosten- oder Nebenkostenabrechnungen anstehen.

Quellen: Bundesministerium der Finanzen, Die Bundesregierung (Stand: März 2022)

Diese Finanzspritzen für Familien gibts also (hoffentlich bald) vom Staat. Wie ihr beim Einkaufen richtig sparen könnt, erfahrt ihr unserem Video:

Und wer jetzt nach etwas Zerstreuung sucht, macht unser Filmquiz zum neuesten Disney-Hit Encanto:

"Encanto"-Quiz: Wie gut kennt ihr den Disney-Film-Hit?

Bildquelle: Getty Images / Geber86

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