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Homeschooling-Tagebuch: "Der Horst lässt mich nicht rein!"

Homeschooling-Tagebuch: "Der Horst lässt mich nicht rein!"

Wir daheim

In der familie.de-Redaktion arbeiten alle Redaketur:innen schon immer von Zuhause aus – fast alle in Teilzeit und extrem flexibel, wie es das Familienleben eben grade erlaubt. Für uns war remotes Arbeiten auch vor dem Lockdown schon normal und keine Umstellung. Was allerdings eine Umstellung ist: Plötzlich sind alle anderen Familienmitglieder auch zuhause! Was das mit uns, unseren Familien und unseren Nerven so macht, teilen wir hier mit euch.  

Homeschooling bei uns Zuhause ist für mich ein bisschen wie arbeiten in einer Bürogemeinschaft. Einer Bürogemeinschaft mit einem schwerhörigen Kollegen und einem hyperaktiven Praktikanten.

"Der Horst lässt mich nicht rein!"

Während mein Mann mit seiner geschulten Moderatorenstimme in den Laptop brüllt als müssten die Schallwellen die 7 km Luftlinie zu seinem Arbeitgeber ohne technische Hilfsmittel überwinden, sitzt mein Sohn (8) auf seinem Stuhl, auf und ab wippend vor dem noch geschlossenen Teams-Mathe-Call und wiederholt alle 30 Sekunden: „Es ist schon nach Neun, aber der Horst lässt mich nicht rein.“ – Welcher Horst? – Ah, der! Das heißt ‚Host‘. Ist englisch und bedeutet Gastgeber. So, immerhin hat er seinen Englischwortschatz erweitert.

Lernen tut er tatsächlich auch sonst viel. Nicht so viel von dem, was im Lehrplan steht. Aber dafür schnappt er immer viel auf, was in meinen Meetings so Thema ist. Er weiß jetzt genau, was man bei ‚High Need Babys‘ beachten muss, wofür der Moro-Reflex gut ist und wann der Pinzettengriff erlernt wird.

Als es bei mir in einer Schalte um den Deckungsbeitrag von familie.de ging, haben die netten Kollegen aus dem Controlling ihm noch direkt im Call erläutert, was die Marge ist und dass man vom Gewinn – anders als beim Pokémon spielen – nicht immer alles behalten kann. Am Nachmittag darf er dann auf den Spielplatz, Hörbücher hören oder er lernt bei der Haba Digitalwerkstatt in Scratch tanzende Schneemänner zu programmieren. So schlecht alles nicht.

Einen Knacks hat er vom vielen Homeschooling wohl bisher nicht bekommen. Ich sehe allerdings zwei recht konträre Zukunfts-Szenarien vor mir, in welche Richtung ihn seine Erfahrungen im Lockdown geprägt haben könnten. Entweder nutzt er die frisch erworbenen Fähigkeiten im Coden und Rechnungswesen und gründet direkt nach der Grundschule ein Millionen-Startup. Oder er macht mich jung zur Oma und nennt das Kind dann 'Horst'!

Test: Wie soll unser Baby heißen?

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