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Geht gar nicht

Ist gut jetzt: 9 Sätze, die wir Dreifach-Müttern ersparen sollten

© getty images / iStock / Getty Images Plus / DGLimages
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Wir alle kennen so Sätze im Elternleben, die uns auf die Palme bringen. Weil sie übergriffig sind, uns sprachlos machen oder wir sie einfach viel zu oft gehört haben. Ich bin Mutter von drei Kindern und teile mal die Sprüche mit euch, die mich, aus unterschiedlichen Gründen, so richtig nerven.

#1 "Soll ich noch ein (drittes) Kind bekommen?"

Diese Frage bekomme ich wirklich wöchentlich von mir fremden Menschen gestellt. Einerseits verstehe ich sehr gut, dass man sich mit dieser Frage an jemanden wendet, der bereits Erfahrungen hat. Wenn Eltern sich an das Leben mit zwei Kindern gewöhnt haben und ein Kinderwunsch vorhanden ist, dann drängt sich die Frage irgendwie auf. Aber ich kann die nicht (pauschal) beantworten. Dazu leben wir alle doch viel zu unterschiedliche Leben, keine Familie gleicht der anderen.

Meine Erfahrungen sind so individuell, dass sie auf andere überhaupt nicht zutreffen. Jede Familie muss das für sich abwägen. Bei uns hat es gepasst, alle Kinder waren sehr gewünscht und machen unsere Familie zu dem, was sie heute ist. Mit all den Höhen und Tiefen, dem Stress und der Liebe. Aber meine Erfahrung bedeutet nicht, dass ich irgendjemandem Ratschläge zur Frage: Drittes Kind ja oder nein geben kann.

#2 "Das dritte Kind läuft doch so mit."

Also keine Ahnung wie das bei anderen Familien so läuft, aber bei mir läuft keins meiner Kinder einfach so mit. Alle brauchen und wünschen sich Aufmerksamkeit, alle möchten beachtet, in ihren Persönlichkeiten wahrgenommen werden, brauchen Zuspruch und Ermutigung, Trost und Liebe. Keins meiner Kinder ist ein Gegenstand, es sind alles Individuen um die wir Eltern uns gern kümmern. Wir erwarten auch nicht, dass da irgendjemand einfach "mitläuft". Aber wenn wir im Wortbild bleiben, natürlich rennen und springen und hüpfen drei Kinder mit recht geringem Altersabstand auch eher miteinander durchs Leben.

#3 "Wann kommt das nächste Kind?"

Kaum war mein drittes Kind geboren, gingen die Fragen los, wann denn nun das nächste kommen würde. Weil nun ja "alles egal" sei, wie mir gesagt wurde. Gefühlt nahm die Wertschätzung dem dritten KInd gegenüber sehr ab, während die ersten Beiden schon noch als Individuen angesehen wurden, ging es ab jetzt nur noch um die Anzahl. Und die ließe sich ja beliebig erhöhen. Die Frage nach einem möglichen Kinderwunsch ist niemals ein Smalltalk-Thema und eben auch bei Dreifach-Eltern völlig unangebracht.

#4 "Musste das noch sein?"

Mit "das" war übrigens mein drittes Kind gemeint. Denn entweder Menschen verfallen bei drei Kindern in die oben beschriebene "jetzt ist es auch egal" Variante und erwarten beinahe, dass nun jährlich ein weiteres Kind auf die Welt kommt, oder sie fragen sich, ob nicht zwei Kinder mehr aus ausreichend gewesen wären. Die Frage ob drei Kinder "nötig" waren, ist so unfassbar übergriffig, dass ich Menschen die mich sowas fragen tatsächlich einfach wortlos stehen lasse.

#5 "Das sind aber viele!"

Und wegen ihrer Lebendigkeit wirken die Kinder vielleicht auch besonders anziehend auf andere. Denn die Aussage, dass das aber viele Kinder seien, wird häufig um die Frage "Wie viele sind das denn?" ergänzt. Ja, natürlich sieht es in manchen aufgeregten Situationen aus als hätte ich ein Rudel Welpen dabei, die mir um die Füße laufen. Aber in aller Regel können Menschen schon bis drei zählen. So viele Kinder sind drei dann nämlich auch nicht.

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#6 "Du weißt das doch bestimmt ..."

Ok, das ist eigentlich nur ein Halbsatz, aber wer mehr als zwei Kinder hat, wird garantiert irgendwann damit konfrontiert, dass andere Eltern Fragen haben. Das reicht von "Du kennst diesen merkwürdigen Ausschlag doch bestimmt..." bis zu "mein Kind hat keine Lust XYZ zu machen..." und endet immer mit der Frage, was denn nun zu tun sei. Natürlich haben Eltern mit mehreren Kindern schon etwas mehr erlebt und mitbekommen, als Eltern eines zwei Wochen alten Säuglings. Aber jedes Kind und jede Situation ist so individuell, dass es niemals pauschale Ratschläge geben kann. Von daher: Immer gern den Austausch suchen aber niemals erwarten, dass das Gegenüber die Antworten auf alle Fragen kennt.

#7 "Die sind aber laut!"

Egal wo man mit drei Kinder hinkommt, alle empfinden einen als zu laut. Und natürlich machen drei Kinder Krach. Aber oft werden die Kinder als viel lauter als der Rest wahrgenommen, weil sie einfach zu dritt sind. Nein, ich habe über die Zeit auch keine erhöhte Toleranz gegenüber Krach entwickelt, ich habe schwere Migräne und bin sehr geräuschempfindlich. Drei lebhafte Geschwister sind einfach nicht lauter als andere Kinder, sie werden nur öfter so wahrgenommen, weil sie eben Familie sind.

#8 "Die haben euch aber im Griff"

Klar, drei Kinder sind bei zwei Eltern in der Überzahl. Aber wir sind ja eine Familie, da hat niemand niemanden im Griff. Was Menschen oft vergessen: Sie sehen immer nur einen Ausschnitt aus dem Familienleben. Wenn eins meiner Kinder den ganzen Nachmittag kooperativ war und um 18:00 Uhr im Supermarkt einfach überhaupt keine Lust mehr auf Einkaufen hat und ich das um unser aller Seelenheil dann abbreche, kann das wirken, als hätte mich mein Kind im Griff. Aber in Wirklichkeit ist es eben ein Kompromiss, den wir schließen. Und der geht ehrlich gesagt auch nur uns als Familie etwas an.

#9 "Ab drei wird's doch entspannt."

Ein entspannter Zustand ist ja für jede*n etwas anderes. Aber tatsächlich empfinde ich unseren Alltag oft als Herausforderung, denn umso mehr Kinder, umso mehr Koordination. Und umso mehr Gefühle, die begleitet werden wollen. Auf einer sehr banalen Ebene ist es auch mehr Organisation von Einkäufen, Aufräumen und Mental Load. Entspannt ist in meinem Alltag jedenfalls wenig. Und dann sind es wieder so ganz kleine Momente geschwisterlicher Eintracht bei denen ich mich dann doch entspannt zurücklehnen kann.

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