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Kostenlose Corona-Schnelltests vs. Selbsttests: Wo ihr sie bekommt und wie sie funktionieren

Kostenlose Corona-Schnelltests vs. Selbsttests: Wo ihr sie bekommt und wie sie funktionieren

Ein Überblick

Endlich kommt Bewegung ins Thema Testen: Die Bundesregierung will seit dieser Woche überall kostenlose Corona-Schnelltests anbieten. Doch in der Praxis hängt es an der Umsetzung und nur regional gibt es schon kostenlose Schnelltests. Außerdem gibt es seit diesem Wochenende auch Corona-Selbsttests in Drogerien und Supermärkten. Worin unterscheiden sich diese von den Schnelltests?

Corona-Schnelltests für alle Bundesbürger*innen?

Voraussetzung für die Eindämmung der Pandemie wäre der erleichterte und kostengünstige bzw. kostenlose Zugang zu Coronatests. Das sah auch der Bundesgesundheitsminister so und kündigte vor kurzem an, es würde schon ab 1. März überall Gratis-Corona-Schnelltests geben. Sie sollen uns zu mehr "Normalität" und "sicheren Kontakten" verhelfen, so die Bundesregierung und sind vor allem jetzt wichtig, wo ein Großteil der Bevölkerung noch nicht geimpft werden kann.

Es wurde laut tagesschau.de ein "Taskforce Testlogistik" unter den vorsitzenden Ministern Jens Spahn und Andreas Scheuer eingerichtet, die die "größtmögliche Verfügbarkeit und zügige Lieferung von Schnelltests" sicher stellen sollen. Doch aktuell hapert es noch an der Verfügbarkeit der Tests. Die Kanzlerin merkte an, es seien millionenfache Tests verfügbar, doch in der Praxis sind diese noch nicht angekommen in den Testzentren bzw. Arztpraxen und Apotheken. Die Opposition kritisiert daher die Teststrategie der Bundesregierung und die unklare Informationslage.

Gratis Corona-Schnelltests: In diesen Regionen könnt ihr euch kostenlos testen lassen

Die Frage für uns Bürger*innen lautet: Wo können wir uns aktuell schnell, unbürokratisch und kostenlos auf Corona testen lassen? In manchen Regionen wurden Testzentren mit kostenlosen Corona-Schnelltests eingerichtet, die von geschultem Personal durchgeführt werden und nach wenigen Minuten ein Ergebnis bringen. Doch da die Verordnung erst am Sonntag erlassen wurde, kann dies aktuell regional nur sehr unterschiedlich umgesetzt werden.

  • Berlin: In Berlin wurden ca. 16 Teststellen in verschiedensten Bezirken eingerichtet. Hier können sich alle Personen täglich von 09 bis 17 Uhr ohne vorherige Anmeldung einmal pro Woche testen lassen und erhalten eine Testbescheinigung.
  • München: In München gibt es aktuell laut Süddeutsche.de mehrere Testzentren, doch diese haben noch keine kostenlosen Schnelltests für alle verfügbar. Hier können sich bisher nur alle mit Verdacht auf Coronavirus oder Angehörige von Altenheim-Bewohnern testen lassen, die ein negatives Testergebnis brauchen. Auch Münchener Ärzt*innen und Apotheken warten noch auf eine Strategie, kostenlose Test anbieten zu können.
  • Hamburg: In Hamburg seien aktuell über 25.000 Antigen-Schnelltests vorhanden. Doch es gibt noch nicht genügend Orte, wo diese durchgeführt werden können. Diese werden erst eingerichtet. Mit dabei seien u. a. Apotheken, Testzentren und Hausarztpraxen. Unter anderen wird der Klinikbetreiber Asklepios kostenlose Schnelltests anbieten. Unter hamburg.de können sich Hamburger informieren, wo kostenlose Test durchgeführt werden.
  • Bremen: In Bremen gibt es vier Testzentren, die kostenlose Schnelltests anbieten: In Bremen-Nord, Vahr, Mitte und am Flughafen.
  • Stuttgart: In Baden-Württemberg sind viele Apotheken und Hausärzt*innen mit kostenlosen Corona-Schnelltests ausgestattet worden. In Stuttgart können sich Bürger*innen zudem im Stuttgarter Bosch-Areal, in der Fieberambulanz im Neckarpark und dem Testzentrum am Cannstatter Wasen kostenlos testen lassen. Außerdem gibt es eine weitere Teststelle in Zentrum an der Johanneskirche in Zuffenhausen und im Fasanenhof am Eichenwiesenring. Die Adressen verrät die Stuttgarter Zeitung.
  • Dresden und Leipzig: Sachsener Bürger*innen können sich in Dresden im ersten Schnelltestzentrum für kostenlose Corona-Tests auf dem Gelände der Messe testen lassen. Täglich seien ca. 1.000 Tests möglich. In Leipzig soll man sich in den bestehenden Testzentren kostenlos testen können und in der Stadt werde ein Netz aus Apotheken und Ärzt*innen aufgebaut, die kostenlose Tests durchführen sollen.
  • Erfurt: In Thüringen sieht die Lage der kostenlosen Schnelltests bisher nicht gut aus. Ärzt*innen und Apotheken sollen hier testen dürfen, doch die Infrastruktur sei noch nicht da. Kostenlose Schnelltests gäbe es bisher nur in einigen Kommunen. Thüringer müssen hierzu bei ihrer Gemeinde oder Stadtverwaltung nachfragen.
  • Frankfurt: In Hessen gäbe es Schnelltests aktuell in einigen Apotheken und Hausarztpraxen. Hier soll jede*r Bürger*in in seiner jeweiligen Stammapotheke oder der Praxis nachfragen. Das Angebot solle ausgeweitet werden.
  • Köln: In Köln starten die kostenlosen Schnelltests ebenfalls langsam, nur einige Apotheken und Hausarztpraxen bieten aktuell den Service kostenlos an. Es gibt bisher kein kommunales Schnelltestzentrum in Köln. Kölner*innen müssen sich an ihre Apotheken und Ärzt*innen wenden.
  • Düsseldorf: Auch in Düsseldorf sieht es ähnlich aus. Nur jede zehnte Apotheke bietet Gratis-Schnelltests an.  Es gebe aktuell einige private Testzentren wie das "Corona-Walk-In" auf dem Platz an der Friedrich-Ebert-Straße/Karlstraße.

Fragt am besten in eurer Stadt oder Gemeinde nochmal nach, wo und wann es die kostenlosen Coronatests geben wird. Die aktuelle Informationslage ist für ganz Deutschland nicht dieselbe und sehr verschieden.

Kostenlose Selbsttests bei DM & Co.: Unterschied zu den Schnelltests

Wer regional keine Testzentren vor Ort hat und auch noch auf die kostenlosen Tests bei den Apotheken und Hausarztpraxen warten muss, hat nur diese Möglichkeit: Ihr könnt seit dem Wochenende auch in Drogerien und Supermärkten Schnelltests kaufen. Doch erstens sind diese bei Aldi, Lidl und Co. sofort ausverkauft gewesen und zweitens unterscheiden sich diese von den Corona-Schnelltests. Beide sind sogenannte Antigen-Tests.

Der Schnelltest in einem Testzentrum, beim Arzt oder einer Apotheke ist ein Nasen- oder Rachenabstrich, der unter fachkundiger Anweisung eines geschulten Personals durchgeführt wird. Die Probe wird mittels eines Streifens entnommen, der nach 10 bis 15 Minuten per Färbung ein Ergebnis präsentiert. Ist das Ergebnis positiv muss derjenige sich einem PCR-Test unterziehen. Bei diesem bestätigt ein Labor nochmal das Testergebnis.

Beim Selbsttest, den es bei Aldi, dm und Co. und in einigen Online-Shops zu kaufen gibt bzw. gab, funktionieren ähnlich: Man entnimmt einen Abstrich aus der Nase und erhält nach Minuten ein Ergebnis. Doch dieses ist nur ein vorläufiges und muss daher eigentlich wiederholt werden. Zudem ist die richtige Anwendung ausschlaggebend.

Zudem sind die Selbst- und Schnelltests auch nur eine Momentaufnahme und können beide falsch positiv oder falsch negativ sein. Wer also den begründeten Verdacht hat, infiziert zu sein, der sollte sich in seiner Gemeinde oder Stadt nach einem PCR-Test erkundigen und muss seinen Verdacht auch dem Gesundheitsamt melden und sich vorsorglich in Quarantäne begeben.

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Bildquelle: IMAGO / Rupert Oberhäuser
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