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Öko-Test Ergebnis: Vorsicht bei diesen Fischstäbchen

Nicht lecker

Öko-Test Ergebnis: Vorsicht bei diesen Fischstäbchen

Fischstäbchen sind wohl ein Klassiker in der Familienküche. Ökotest hat nun 20 verschiedene Fischstäbchenanbieter unter die Lupe genommen und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis.

Ob mit Kartoffelbrei oder Pommes, pur oder mit Spinat: Der Fisch mit der Knusperkruste kommt wohl bei den allermeisten Familien immer wieder auf den Tisch. Die Zubereitung geht schnell und die allermeisten Kinder mögen Fischstäbchen einfach gern.

Öko-Test für Fischstäbchen

Nur leider sind sie, wie die Zeitschrift Öko-Test für seine Juli-Ausgabe untersuchte, gar nicht so gesund. 20 Fischstäbchen-Produkte aus Supermärkten und Bioläden wurden untersucht und im Labor auf bedenkliche Inhaltsstoffe wie Fettschadstoffe, Mineralölbestandteile und Chlorat untersucht. Und die Ergebnisse sind leider erschreckend.

Alle Produkte haben problematische Stoffe

Alle (!) getesteten Produkte wiesen mindestens Spuren von den problematischen Fettschadstoffen auf. Der Gehalt an 3-MCPD war bei den Fischstäbchen von Iglo und Eismann am höchsten. Enthalten ist der Fettschadstoff und seine Ester nicht im Fisch selbst, sondern in den zugesetzten Ölen. Er kann aber auch erst beim Vorfrittieren und -braten entstehen. Problematisch sind diese Stoffe, weil sich in Tierversuchen zeigte, dass sie Schäden an den Nieren hervorgerufen haben.

Eismann und Iglo Fischstäbchen

Die Fischstäbchen von Eismann sind zusätzlich mit Chlorat belastet. Das kann die Jodaufnahme im Körper hemmen. In den Fisch gelangt der Stoff als Rückstand aus der Trinkwasserdesinfektion. Irgendwie klingt das alles nicht besonders appetitlich. Auch die Testergebnisse für die  "K-Classic Fischstäbchen, 15 Stück" ("ausreichend") und die "Jeden Tag, 15 Fischstäbchen" ("mangelhaft") überzeugt leider nicht.

Bio-Fischstäbchen sind nicht nachhaltig

Ein kleiner Lichtblick: Bei den Fischstäbchen aus dem Bioladen gab es kaum etwas an den Inhaltsstoffen auszusetzen.

Dafür aber an der Fangmethode des Fisches. Den den "Fischstäbchen aus Seelachsfilet" von Alnatura wird der Seelachs laut Herstellerangaben mit Grundschleppnetzen gefangen. Eine, laut Öko-Test, hochproblematische Fangmethode. Denn die Organismen auf dem Meeresboden werden dabei durcheinandergewirbelt, die Produktivität des gesamten Systems nimmt um die Hälfte ab. Deswegen vergab Öko-Test auch für die Bio-Fischstäbchen nur ein "mangelhaft".

Fischstäbchen selber machen

Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte die Fischstäbchen einfach selbst machen. Dafür einen guten Fisch aus guter Zucht oder einem zertifizierten nachhaltigen Fang kaufen und die Panade einfach selbst machen. Dauert etwas länger, ist im Zweifelsfall aber wesentlich gesünder.

Quellen: t-online.de, Öko-Test

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Meine Meinung

Ich esse keinen Fisch und kein Fleisch. Ich will hier auch nicht wie eine militante Vegetarierin rüberkommen, denn natürlich ist auch bei der Veggie-Ernährung nicht alles super. Mich schockiert jeder neue Lebensmittelskandal, weil ich immer wieder überrascht bin, wie sehr unser Essen manipuliert wird.

Das ist vielleicht naiv, aber es ist auch nicht möglich, alles Essen selbst anzubauen, oder die gesamte Produktionskette zu überwachen. Aber sich regelmäßig fragen, was an der eigenen Ernährung zum Wohle der Familie verändert werden kann, das sollten wir alle tun.

Bildquelle: getty images/ Whitestorm

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