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Selbstbewusste Erziehung: So macht ihr eure Kinder stärker

Selbstbewusste Erziehung: So macht ihr eure Kinder stärker

Geht ganz leicht

Selbstliebe und selbstbewusste Erziehung sind wichtig. Und wenn wir ehrlich sind: Manchmal ist es trotzdem hart, dass wir uns so annehmen, wie wir sind, mit all unseren vermeintlichen Makeln und Fehlern. Denn auch wenn andere die nicht sehen, für uns sind sie ja da. Es gibt aber einen ganz einfachen Erziehungs- Trick, der zu mehr Selbstbewusstsein und mehr Selbstliebe führt.

Eure Kinder werden früher oder später ihre Liebe zu Fotos entdecken. Und gern welche von sich und von euch machen. Der Trick ist: Niemals nein sagen. Niemals "ach, gerade fühle ich mich nicht so gut" oder "Ich habe mich gerade nicht zurechtgemacht" sagen. Sondern: Ja, gerne.

Sagt mehr ja!

Und dann schaut ihr die Fotos gemeinsam mit eurem Kind an. Und kommentiert es wohlwollend. Selbst wenn ihr die Augenringe, die Röllchen unter dem Shirt oder die wildabstehenden Haare seht, selbst wenn ihr euch nicht gut getroffen findet, gebt positives Feedback. Das ist tatsächlich eine Übung für die Liebe zu euch selbst. Was an euch findet ihr schön auf dem wie auch immer geschossenen Foto? Es geht darum sich selbst wohlwollend zu betrachten.

Betrachtet euch wohlwollend

Es ist okay, dass sich dieser Trick erst mal wie Arbeit anfühlt, dass ihr dem Impuls nachgeben wollt zu sagen: "Aber da seh ich wirklich einfach nicht so gut aus!". Was eure Kinder aber lernen ist, selbstkritisch mit sich zu sein. Sie wollen ein Foto von euch machen, weil sie euch schön finden (wie oft sagen sie uns denn, dass wir wie Prinzessinnen und Könige aussehen und überhaupt die hübschesten Menschen auf der Welt sind?). Für eure Kinder seid ihr perfekt und das wollen sie in einem Foto festhalten.

Wenn ihr dann beginnt, an euch herumzukritisieren und auf vermeintliche Schönheitsfehler hinzuweisen, dann werden eure Kinder das irgendwann auch sehen. Gerade in der Wackelzahnpubertät wird das dann zum Thema. Weil ihr es dazu gemacht habt. Aber: Diese Selbstzweifel helfen ja niemandem. Eure Kinder lernen: Papa findet sich nicht schön, dann bin ich auch nicht schön. Mama findet ihre Nase doof, dann ist es meine bestimmt auch.

Loben statt kritisieren

Wann immer ihr also ein Foto von euch seht, seid milde mit euch und sprecht über die positiven Dinge dabei. Vielleicht auch über die Geschichte hinter dem Bild, denn oft zaubert die ja tatsächlich ein Lächeln ins Gesicht. Und wenn das gut funktioniert, dann könnt ihr das auf eure Spiegelbilder übertragen.

Dieser einfache Trick, gut über sich selbst zu sprechen und sich selbst eben nicht zu kritisieren, wird eure Selbstliebe stärken und euren Kindern etwas fürs Leben mitgeben. Nämlich, dass sie großartig sind, wie sie sind, und dass sie vom Lob und der Kritik anderer unabhängig sind. Denn wer sich selbst liebt, der braucht den Applaus der anderen nicht.

Bücher zum Thema

Nicht mehr klein und noch nicht groß: Der liebevolle Ratgeber für die Wackelzahnpubertät.
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Mein wunderbares schüchternes Kind
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„Die Anleitung zur Selbstliebe: Liebe deinen Körper“ von Jessica Sanders
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Meine Meinung

Ich glaube, es ist klar, dass mit diesem Trick keine Narzissten herangezogen werden. Denn dabei handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung. Selbstliebe hingegen, sich selbst gut finden und mit den eigenen Fehlern zu akzeptieren, das ist elementar wichtig.

Wir werden so oft von allen Seiten kritisiert, weil die Gesellschaft ein Bild im Kopf hat, wie Menschen zu sein haben. Wenn wir unsere Kinder stark machen, indem wir ihnen zeigen, dass sie mit sich selbst im Reinen sein müssen, dann ist dieser Trick doch eine super Grundlage dafür. Und am Ende haben wir uns selbst auch mehr Aufmerksamkeit und Liebe geschenkt.

Bildquelle: getty images / iStock / Getty Images Plus / BRO Vector

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