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Mehr Sport, weniger fluchen: Meine Vorsätze fürs neue Jahr?! Mir reichts!

Neues Jahr, neues Ich?

Mehr Sport, weniger fluchen: Meine Vorsätze fürs neue Jahr?! Mir reichts!

Gute Vorsätze habe ich nicht nur zum neuen Jahr, sondern eigentlich das ganze Jahr über. Deshalb überlege ich mir für den Jahreswechsel nicht extra noch neue. Wir wollen ja realistisch bleiben, denn nichts ist schlimmer als zu hoch gesetzte Ziele, die man nicht erreichen kann. 

Dieser Text ist eine großartige Gelegenheit für mich, noch einmal in mich zu gehen und zu sortieren, was ich in Zukunft alles anders und besser machen will. Und wenn für euch dabei noch Anregungen herausspringen – gern geschehen! Nicht jeder hat einen so großen mentalen Rucksack voller Vorsätze fürs neue Jahr griffbereit wie ich. Lasst euch gerne inspirieren, wenn ihr noch welche braucht und an Silvester nicht ohne da stehen wollt.

Meine Vorsätze fürs neue Jahr … in der Kindererziehung

Eigentlich denke ich immer, dass es in unserer Kindererziehung und Kinderbeziehung ganz gut läuft. Bis wieder mal einer der Tage am Start ist, an dem die eigenen Nerven zu dünn  und der Dickkopf des Kindes zu dick ist, sodass alles in Krawall und Remmidemmi endet. Dann vergess ich schlagartig all die tollen Tipps aus den tausend Elternratgebern, die ich (teils aus beruflichen Gründen) schon gelesen habe und brülle herum. Dann brüllt das Kind zurück und wir haben einen Affenzirkus, in dem ich der größte Affe bin, der es eigentlich besser wissen müsste. Verdammt!

Im nächsten Jahr möchte ich deshalb mehr in mir ruhen, durchströmt von purer Gelassenheit. Vielleicht klappt das ja, wenn ich an Silvester Punkt Mitternacht ganz fest die Augen zukneife und es mir wünsche. Sicherheitshalber lege ich mir vielleicht noch ein paar Entspannungsapps zu und gehe endlich in den Yogakurs, dessen Kursplan ich schon seit Monaten in meinem Kalender abgespeichert habe.

Meine Vorsätze fürs neue Jahr … weniger fluchen

Apropos “Verdammt”. Euch ist gar nicht aufgefallen, dass ich im letzten Absatz geflucht habe? Dann habt ihr vermutlich ein genauso loses Mundwerk wie ich. Dabei ist “verdammt” ja echt noch harmlos. Mir rutschen manchmal ganz andere Kaliber aus dem Mund. Weswegen mich die Erzieherin meines Sohnes vor ein paar Wochen vermutlich auch ansprach und meinte, ob es sein könne, dass mein Sohn ein Missgeschick am Nachmittag mit “What the f***” kommentiert hat. Niemals! Keine Ahnung, wo er das her hat?! *Räusper*

Deshalb mein Vorsatz fürs neue Jahr und alle Zeit: Weniger Fluchen. Oder zumindest kindgerechter. Ich finde “verdammt” war da ein verdammt guter Anfang!

Meine Vorsätze fürs neue Jahr … in der Liebesbeziehung

Zwischen Arbeit, Kind und sonstigem Alltag reibt man sich schnell auf und wenn man nicht aufpasst, wird aus einem glücklichen Pärchen “nur” noch glückliche Eltern. Auch wenn ich von meinem Kind jeden Tag ganz viel Liebe bekomme, auf die Liebe von meinem Partner möchte ich deshalb trotzdem nicht verzichten. Schon gar nicht die körperliche!

Zu meinen Vorsätzen fürs neue Jahr gehört deshalb auch mehr Zeit mit meinem Partner zu zweit zu verbringen – nicht nur vor der neuen Netflix- oder Amazon Prime-Serie, sondern mit einander zugewandtem Blick. Es ist zwar für die Paarbeziehung wichtig, miteinander in die gleiche Richtung zu blicken, aber das gilt eher für die gemeinsame Zukunft, nicht die Mattscheibe!

Meine Vorsätze fürs neue Jahr … im Job

Ich liebe meinen Job und mache daher oft mehr, als ich eigentlich kann oder sollte. Damit ich im nächsten Jahr nicht Gefahr laufe auszubrennen (oder wie meine Chefin sagt: aus dem Auge zu pfeifen!), muss ich meine Arbeitszeit besser einteilen und lernen Stop zu sagen – vor allem zu mir selbst und meinen eigenen Ansprüchen.

Denn auch, wenn ich meinen Job super finde, muss ich ihn ja nicht bis an die Schmerzgrenze ausüben, sonst wird am Sonntagabend beim Gedanken an die Arbeit am nächsten Morgen aus einem “Yeah” schnell ein “Uff”.

Meine Vorsätze fürs neue Jahr … bezüglich meiner Fitness und Gesundheit

Neujahrsvorsätze zu gesünderem Essen, weniger Trinken und mehr Sport machen gibt es zu genüge. Viele Fitnessstudios und Personaltrainer leben die erste Jahreshälfte davon. Bei Essen und Trinken läuft bei mir eigentlich alles rund, da gibt es gar nicht so viel Optimierungsbedarf.

Beim Thema Fitness sieht es da schon ganz anders aus. Nicht weil ich nicht will, aber wer bis hierher gelesen hat, kann sich schon denken, wo das Problem liegt. Richtig, die Zeit. Der Tag hat ja nunmal nur 24 Stunden und mit Job, Kinderbespaßung, Familienalltag und Beziehungspflege bleibt nur noch ein winziges bis gar kein Zeitfenster für die körperliche Ertüchtigung. Hinzu kommen dann noch die vielen schönen Krankheiten, die das Kind aus der Kita mitbringt und, wohl erzogen wie es ist, mit allen in der Familie teilt.

Aber ich nehme mir jetzt und jeden Tag ganz, ganz fest vor, dass ich, sobald ich diesen Artikel geschrieben habe, den Kita-Husten los bin, die Beziehung gepflegt ist und der Mond noch nicht auf die Erde gefallen ist, meine Laufschuhe schnüren und eine große Runde um den Block laufen werde. Und in der Woche darauf dann zwei.

Meine Vorsätze fürs neue Jahr … mir reichts!

Ich finde, das reicht an großen Alljahres-Vorsätzen, es kommen ja täglich neue große und kleine Herausforderungen dazu. Manche erledigen sich von selbst, bzw. lassen sich schnell und einfach umsetzen. Wieder andere nehme ich bestimmt auch ins nächste und übernächste Jahr mit. Keine Niederlage, mehr eine fortlaufende Optimierung!

Darauf wünsche ich euch allen ein Happy New Year und viel Erfolg mit euren Vorsätzen fürs neue Jahr. Packt nicht zu viele ein und verplempert die ersten Minuten des brandneuen Jahres nicht mit Gedanken darüber, was ihr alles noch (besser) machen müsst. Davon gibt es im nächsten Jahr schon genug. Genießen wir stattdessen einen Moment der Stille und Ruhe im Silvesterchaos und freuen uns, dass wir schon ziemlich toll sind. Ach was, wir sind fabelhaft! Darauf ein Prost!

Bildquelle: Getty Images/ Rawpixel

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