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Auf Briefen & Co. 

Was bedeutet c/o: Das Geheimnis hinter der bekannten Abkürzung

Was bedeutet c/o: Briefe versenden
© Getty Images/ Cunaplus_M.Faba

Vielleicht habt ihr kürzlich einen Brief zugestellt bekommen, auf dem der Zusatz „c/o" im Adressfeld vermerkt war und ihr fragt euch nun, was es mit der Abkürzung überhaupt auf sich hat. Wir bringen Licht ins Dunkle und lüften das Geheimnis, was das Kürzel „c/o" bedeutet und wann es verwendet wird.

Was bedeutet die Abkürzung „c/o"?

Im Alltag sowie im Berufsleben begegnet uns im Adressfeld von Postsendungen immer mal wieder das Kürzel „c/o". Dabei wird häufig angenommen, dass es sich dabei um die gleiche Bedeutung wie „z. Hd.", also zu Händen von, handelt. Doch das ist nicht der Fall: Die Abkürzung „c/o" stammt aus dem Englischen „care of" und trägt sinngemäß die Bedeutung „kümmern" bzw. „unter Obhut von". Im übertragenen Sinn steht „c/o" für „erreichbar bei" oder „derzeit wohnhaft bei". 

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Der größte (rechtliche) Unterschied zum eben bereits erwähnten Kürzel „z. Hd." ist, dass jede Person, die bei dieser Adresse wohnhaft ist bzw. arbeitet, die Post öffnen darf. Ist der Brief zum Beispiel an Firma xy zu Händen von Frau Scheck adressiert, kann dennoch ihr Kollege Herr Peters die Post öffnen und entsprechend weiterleiten.

Bei Postsendungen mit dem Vermerk „c/o" darf zwar der Adressinhaber bzw. die Adressinhaberin die Postsendung entgegennehmen, öffnen jedoch nicht. Das Öffnen ist lediglich dem angegebenen Empfänger vorbehalten, der in der Adresszeile über dem Kürzel „c/o" und dem Adressinhaber genannt wird. Ist der Brief also an Frau Scheck – zwar versehen mit dem Zusatz „c/o Herr Peters" – adressiert, darf dennoch nur Frau Scheck den Brief öffnen. Herr Peters darf den Brief nur in Empfang nehmen. 

Briefgeheimnis: Adressierte Postsendungen mit dem Kürzel „c/o" dürfen nur vom Empfänger persönlich und nicht von anderen Personen, auch nicht vom Adressinhaber, geöffnet werden.

Wo und wie wird das Kürzel „c/o" verwendet?

Finden werdet ihr „c/o" in erster Linie auf Briefen, Postkarten, Paketen, Päckchen, Einschreiben, Warensendungen und auf allen anderen Post- bzw. Paketsendungen. Das Hauptmerkmal ist, dass im Prinzip zwei verschiedene Empfänger im Adressfeld genannt werden. Ausschlaggebend ist jedoch die Reihenfolge in der Adresse, die wir euch nachfolgend zeigen:  

  • 1. Adresszeile: eigentlicher Empfänger (wen der Brief erreichen soll)
  • 2. Adresszeile: das Kürzel „c/o" sowie die Firma bzw. der Name des Adressinhabers
  • ab der 3. Adresszeile: Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Ort

Häufig wird die Abkürzung „c/o" verwendet, wenn der bzw. die Empfänger*in keinen eigenen Briefkasten hat. Das ist unter anderem in Wohngemeinschaften, bei Firmen oder bei einem vorübergehenden Aufenthaltsort, zum Beispiel im Urlaub, der Fall. 

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Zur besseren Veranschaulichungen haben wir noch ein konkretes Beispiel für euch: Frau Scheck arbeitet bei der Firma Peters & Weller und nur sie soll den Brief öffnen.

So sieht demzufolge die korrekte Adresse aus:

Frau M. Scheck
c/o Firma Peters & Weller
Landhausstr. 64
1234 Bad Sonnenburg

Gut zu wissen: Das deutsche Pendant zum Englischen „c/o" ist das Kürzel „p. A.", was wiederum „per Adresse" bedeutet. Bekannter ist hierzulande jedoch die Abkürzung „c/o", was bei internationalen Postsendungen auch mehr Sinn macht. 

Gibt es weitere Abkürzungen mit „co"?

„Ich mag Honig, Marmelade & Co." oder „Das Schönste am Winter sind Glühwein, Kinderpunsch und Co.": Bestimmt seid ihr bei Aufzählungen, Texten sowie in Gesprächen schon des Öfteren über den weitverbreiteten Begriff „& Co." bzw. „ und Co." gestolpert. Ursprünglich stammt diese Abkürzung aus dem Handelsrecht und bedeutet „Companie" (auf Deutsch: „Kompanie"). Die sogenannte Handelskompanie besteht dabei aus mehreren beteiligten Personen, wobei nur ein Namensgeber genannt wird. Alle restlichen Beteiligten werden hingegen unter dem Kürzel „Co." zusammengefasst. 

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Mittlerweile ist „Co." jedoch auch eine gängige Abkürzung in der Alltagssprache, um zum Beispiel Gegenstände, Marken, Bands und Personen(gruppen) zusammenzufassen. Anstelle von „Co." könnt ihr zum Beispiel auch „etc." oder „usw." verwenden. Ob ihr das Kürzel „Co." mit oder ohne Punkt schreibt, ist übrigens euch überlassen, denn dazu gibt es keine festgelegten Regeln. 

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