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Junge Helden: 16-Jähriger gründet Plattform gegen Cybermobbing

Junge Helden: 16-Jähriger gründet Plattform gegen Cybermobbing

Die Positive Nachricht

Lukas Pohland weiß, wie grausam es sich anfühlt, im Netz fertig gemacht zu werden. Er wandelt diese negative Erfahrung nun in etwas Positives um und hilft anderen Mobbingopfern mit einer Online-Plattform.

Wenn Lukas Pohland über Cybermobbing spricht, läuft es einem kalt den Rücken runter. In einem Instagram-Video erzählt der 16-Jährige ganz offen, wie auch er zum Opfer wurde. Die Attacken gegen ihn gingen los, nachdem er einer Mitschülerin half, die übers Internet gemobbt wurde. "Sie wurde wirklich aufs übelste fertig gemacht", schildert er, "Mitschüler haben geschrieben 'Mit welchem Messer wollen wir sie abstechen?'. Im nächsten Schritt habe ich mich wirklich für sie eingesetzt und wurde dann selbst zur Zielscheibe von diesen Angriffen, wurde beleidigt, wurde bedroht, meine Familie wurde sogar bedroht. Es wurden anonyme SMS-Nachrichten geschrieben, auf Facebook und Instagram wurden Bilder von mir gepostet mit Beleidigungen und auch meine Adresse wurde veröffentlicht."

Negative Erfahrungen in etwas Positives umwandeln

Dieses düstere Kapitel seines Lebens versucht der Schüler nun aber keineswegs auszublenden und zu vergessen. Er nutzt seine Erfahrungen, um anderen Mobbingopfern helfend zur Seite zu stehen. Dafür hat er gemeinsam mit einem jungen Team die Online-Beratungsstelle "Cybermobbing Hilfe" gegründet. Von speziell geschulten jungen Leuten sollen Opfer von Cybermobbing dort nach kostenloser und anonymer Registrierung Ratschläge, Infos und weiterführenden Adressen rund um die Uhr bekommen.

Corona verstärkt das Problem

Cybermobbing ist ein immer größer werdendes Problem. Wie eine Studie aus dem Jahr 2020 des Bündnisses gegen Cybermobbing in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse zeigt, ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 21 Jahren seit 2017 um 36 % von 12,7 % auf 17,3 % gestiegen. Das sind fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Die Umstellung auf Homeschooling und die Kontaktbeschränkungen in Folge der COVID-19-Pandemie sollen die Situation laut Studie noch verschärft haben, da junge Menschen nun mehr Zeit im Internet verbringen und sich ihre sozialen Kontakte noch mehr dahin verlagert haben. Daher kommt die Hilfsplattform von Lukas Pohland und seinem Team genau zur richtigen Zeit.

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Tipp:  Am 1. Juni, dem Internationalen Kindertag, veranstaltet die Initiative "Stark ins Neue" das kostenfreie Online-Event „Stark im Netz – Gemeinsam gegen Cybermobbing“. Dabei erwartet Kinder von neun bis ca. 12 Jahren sowie Eltern und Pädagogen*innen ein umfangreiches Kursangebot der mehr als 200 Trainer*innen des "Stark ins Neue"-Netzwerks. Das Ziel: Ein Zeichen gegen den zunehmenden Trend setzen und gemeinsam präventiv und aktiv gegen Hetze, Hass und Ausgrenzung im Netz vorgehen. Hier findet ihr eine Übersicht zum Programm.

In diesem Video seht ihr, wie man mit Panikattacken umgehen kann:

Bildquelle: Getty Images/Finn Hafemann

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