Nabelbruch beim Baby

Der Name mag erschrecken, meistens aber ist ein Nabelbruch harmlos. Bei Neugeborenen entsteht er, wenn die Bauchdecke noch nicht richtig geschlossen ist. Es gibt aber auch Fälle, in denen eine Nabelbruch-OP nötig wird.

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Einen Nabelbruch kann auch ein Erwachsener bekommen, am häufigsten aber tritt er bei Babys auf.


Beim Wort Bruch erschrickt man erst einmal. Gebrochen heißt ja zumeist, dass etwas kaputt gegangen ist. Nicht so zum Glück beim Nabelbruch. Beim Baby zumindest ist er in aller Regel harmlos. Etwa jedes fünfte Neugeborene hat einen Nabelbruch. Bei Frühchen tritt er sogar noch häufiger auf. In den meisten Fällen verheilt ein Nabelbruch beim Baby aber ganz von alleine.

Nabelbruch – was ist das?

Bei einem Nabelbruch handelt es sich um eine Bindegewebsschwäche des Nabelringes, durch den die Nabelschnur geführt hat. Während der Schwangerschaft wurde das Baby über die Nabelschnur mit allem versorgt, was es zum Wachsen gebraucht hat. Nach der Geburt wird sie aber nicht mehr benötigt und hinterlässt uns unseren Bauchnabel als sichtbare Erinnerung. Genau hier ist die Nabelschnur in den Körper des Fötus eingetreten. Normalerweise vernarbt der Nabelschnurring nach der Geburt. Schließt sich diese Öffnung in der Bauchdecke jedoch nur langsam, bleibt eine Lücke im Bauchfell zurück. Genau an dieser Stelle, an der die Bauchdecke noch nicht komplett geschlossen ist, entsteht der Nabelbruch.

Wie bemerkt man einen Nabelbruch?

Bei manchen betroffenen Kindern ist diese Lücke im Bauchfell nur zu ertasten. In anderen Fällen stülpt sich aber auch ein Stück Bauchfell nach vorn, so dass der Nabelbruch deutlich zu sehen ist. Schmerzhaft für das Kleine ist ein Nabelbruch zumeist nicht, auch wenn die Wölbung so groß wie ein Hühnerei werden kann. Die Beule ist auch ganz weich und lässt sich zurückschieben und wieder zurückziehen. Neben der schon äußerlich gut erkennbaren Vorwölbung können Kinderärztin und Kinderarzt einen Nabelbruch bei der klinischen Untersuchung leicht ertasten. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung können zusätzlich, wenn nötig, Größe und Verbindung zur Bauchhöhle beurteilt werden.

Wie kommt es zu einem Nabelbruch?

Säuglinge haben noch sehr schwaches Bindegewebe. Dadurch ist die Durchtrittstelle des Nabels durch die Haut erweitert. Die Bezeichnung Nabelbruch rührt daher, dass an dieser kleinen Lücke der Bauchinhalt seine natürliche Barriere durchbricht. Ein Stück Bauchfell schiebt sich heraus und es kommt zu einem Nabelbruch. Ausgelöst wird ein Nabelbruch in der Regel, wenn besonders viel Druck auf den Bauch ausgeübt wird, also wenn das Baby Stuhlgang hat, beim Niesen oder beim Schreien. Dann tritt die Wölbung im Nabelbereich auch am deutlichsten hervor.

Was ist bei einem Nabelbruch zu tun?

In der überwiegenden Mehrheit, etwa 90% der Fälle, verschwindet der Nabelbruch in den ersten Lebensjahren wieder von selbst. Daher heißt die beste Behandlungsmethode: abwarten. Hab Geduld und versuche keinesfalls, den Nabelbruch selbst mit einem Nabelpflaster oder einem Bauchband zurückzudrängen. Das bringt überhaupt nichts, vielmehr kann es deinem Baby eher schaden. Hat sich der Nabelbruch bis zum 3. Lebensjahr nicht von selbst zurückgebildet, sollte er spätestens bis zum Vorschulalter operativ beseitigt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Nabelbruch einklemmt. Bei Mädchen kommt hinzu, dass ein bestehender Nabelbruch bei einer späteren Schwangerschaft Probleme bereiten kann.

Wann ist eine Nabelbruch-Operation nötig?

In ganz seltenen Fällen können Teile des Darms durch die Lücke nach außen gelangen und sich verklemmen. Ärzte sprechen dann von einer Einklemmung. Diese ist wirklich schmerzhaft und kann für das Baby gefährlich werden. Eine Einklemmung erkennst du daran, dass die Beule nicht weich, sondern sehr fest ist, dein Baby bei einer Berührung der Beule Schmerzen hat und die Vorwölbung sich mit sanftem Druck nicht mehr in die Bauchhöhle zurückdrücken lässt. Dann solltest du umgehend den Arzt aufsuchen. Das kommt zwar nur in Ausnahmefällen vor, doch dann muss ein Nabelbruch unbedingt schnell operiert werden. Der chirurgische Eingriff ist aber keinerlei Grund zur Sorge. Dabei handelt es sich nur um einen kleinen Eingriff. Ein Nabelbruch kann oft sogar ambulant behandelt werden, und du kannst deinen kleinen Liebling gleich wieder mit nach Hause nehmen. Nebenwirkungen musst du nicht befürchten - auch keinen Schönheitsmakel. Die Operationsnarbe ist in der Regel so nah am Nabel, dass sie später gar nicht auffällt.

Quelle:
Kinderärzte im Netz

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