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Rat fürs Rad

Kinderfahrradsitz: Die 4 Testsieger bei Stiftung Warentest

Ein Kinderfahrradsitz ermöglicht viel Flexibilität im Familienalltag. Einfach die Kleinen reinsetzen und ab geht die Fahrt – und das am besten in einer sicheren Version. Stiftung Warentest hat 17 Fahrradsitze für Kinder genaustens geprüft. Neun davon schnitten mit "Gut" ab, während unter anderem zwei beliebte Modelle nur die Note "Mangelhaft" erhielten. Die Ergebnisse im Detail und worauf ihr beim Kauf achten solltet.

Die besten Kinderfahrradsitze im Vergleich

Bei den Modellen vor dem Fahrer oder der Fahrerin teilen sich drei Hersteller das Siegertreppchen. Auf Platz 1 mit der Note 2,1 landet der Thule Yepp Nexxt Mini. Direkt dahinter mit der Note 2,2, positionierten sich der Hamax Observer und der OK Baby Orion. Hinterm Fahrer reisen kleine Passagiere am besten im Hamax Caress C2 und im Thule Yepp Maxi. Beide Modelle bekamen die Note 2,2.

Modell Thule: Yepp Nexxt Mini OK Baby: Orion Hamax: Caress C2 Thule: Yepp Maxi
Optik
Kinderfahrradsitz - Thule Yepp Nexxt Mini 100x100
Kinderfahrradsitz - Ok Baby Orion 100x100
Kinderfahrradsitz - Hamax Caress C2 100x100
Kinderfahrradsitz - Thule Yepp Maxi 100x100
Preis ca. 100 € (Amazon) ca. 48 € (Amazon) 114,99 € (Babywalz) ca. 153 € (Babywalz)
Note 2,1 (Gut) 2,2 (Gut) 2,2 (Gut) 2,2 (Gut)
Art Front-Fahrradsitz Front-Fahrradsitz Heck-Fahrradsitz Heck-Fahrradsitz
Max. Belastung 15 kg 15 kg 22 kg 22 kg
Gurt Gepolsterter 5-Punkt-Gurt 3-Punkt-Gurt 3-Punkt-Gurtsystem mit Schulterpolstern gepolsterter 5-Punkt-Gurt
Fußstütze verstellbare Fußrasten, verstellbare Fußschlaufen Fußstütze mit 3 Positionen Fußstütze einhändig verstellbar verstellbare Fußrasten,
verstellbare Fußschlaufen
Features
  • kindersicheres Magnet-Sicherheitsgurtschloss
  • Sitz gepolstert & stoßabsorbierend
  • Handauflage
  • wasserabweisende Materialien
  • einfach zu reinigen
  • mit Frontbügel für kleinere Kinder (entfernbar)
  • wasserabweisende & wetterfeste Polsterung
  • Lüftungsöffnungen auf der Rückseite
  • Armlehnen
  • 4 verschiedene Montagemöglichkeiten
  • Montage an E-Bikes möglich
  • abschließbare Halterung
  • gepolsterter Sitz mit Neigefunktion
  • verstellbares, höhenanpassbares Rückenlehnensystem
  • Armlehne
  • Rückenlehne mit Reflektor
  • Helmaussparung
  • kindersicheres Sicherheitsgurtschloss
  • stoßabsor-bierender Sitz
  • Integrierter Reflektor
  • wasserab-weisende Materialien

*Die Preise können sich jederzeit ändern. Bei idealo könnt ihr den Preisverlauf gut im Blick behalten und checken, wo es das gewünschte Produkt aktuell am günstigsten gibt.

Kinderfahrradsitz-Test: So wurde getestet

Stiftung Warentest hat für seinen Kinderfahrradsitz-Test 17 Sitze unter die Lupe genommen, davon fünf zur Montage vor dem Fahrer für Kinder bis 15 kg und zwölf zur Montage am Sitzrohr hinter dem Fahrer für Kinder bis 22 kg. Die getesteten Modelle wurden in den Kategorien Fahren (25 %), Eignung für das Kind (20 %), Handhabung (20 %), Sicherheit (20 %), Haltbarkeit (10 %) und Schadstoffe (5 %) überprüft.

Von den im aktuellen Test 03/2018 geprüften 17 Kinderfahrradsitzen schnitten neun mit dem Urteil “Gut” ab, demnach lässt es sich mit jedem zweiten Modell sicher, robust und ordentlich fahren. Vier erzielten die Bewertung “Mangelhaft”, unter anderem weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellen oder Schadstoffe entdeckt wurden.

Kinderfahrradsitz-Test: Die Sieger im Detail

"Yepp Nexxt Mini" von Thule

Kinderfahrradsitz - Thule Yepp Nexxt Mini
Bildquelle: Hersteller

Der "Yepp Nexxt Mini" von Thule wiegt 1,6 kg, besitzt eine integrierte Diebstahlsicherung und ist bis 15 kg belastbar. Mittels einer Schnellspannhalterung wird der Front-Fahrradsitz an der Lenkerstange befestigt. Zu den Features gehören ein gepolsterter 5-Punkt-Gurt mit kindersicherem Magnet-Sicherheitsgurtschloss sowie ein gepolsterter und stoßabsorbierender Sitz. Hinzu kommen verstellbare Fußrasten und Fußschlaufen sowie eine bequeme Handauflage.

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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 26.09.2022 00:00 Uhr

"Orion" von OK Baby

 

Kinderfahrradsitz - Ok Baby Orion
Bildquelle: Hersteller

Der "Orion" von OK Baby ist ebenfalls bis 15 kg belastbar und kann vorne am Fahrrad mit verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten am Rahmen montiert werden. Er ist auch für E-Bikes geeignet, jedoch nicht für Fahrräder mit Stangenbremsen. Sein Eigengewicht ist mit 2,3 kg deutlich schwerer als der Front-Sitz von Thule. Es gibt einen Frontbügel für kleinere Kinder, der geöffnet und für größere Kinder ab 10 kg entfernt werden kann. Zu den Funktionen gehören ein gepolsterter Sitz, ein 3-Punkt-Gurtsystem, eine wasserabweisende und wetterfeste Polsterung, Lüftungsöffnungen auf der Rückseite, eine Fußstütze mit drei Positionen und Armlehnen.

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"Caress C2" von Hamax

Kinderfahrradsitz - Hamax Caress C2
Bildquelle: Hersteller

Hinten am Fahrrad können die Sitze schon einiges mehr aushalten. Im "Caress" von Hamax können Kinder bis 22 kg sitzen, während das Eigengewicht vom Modell 4,6 kg beträgt. Die abschließbare Halterung bietet Schutz vor Dieben. Der gepolsterte Sitz lässt sich von der Neigung in eine Schlafposition bringen, falls am Spielplatz doch zu viel getobt wurde. Weitere Funktionen: 3-Punkt-Gurtsystem mit Schulterpolstern, verstellbares, höhenanpassbares Rückenlehnensystem, eigenhändig verstellbare Fußstütze, Rückenlehne mit Reflektor und Helmaussparung.

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"Yepp Maxi" von Thule

Kinderfahrradsitz - Thule Yepp Maxi
Bildquelle: Hersteller

Auch Thule bietet mit seinem "Yepp Maxi" ein Allroundtalent an. Belastbar bis 22 kg, selber 4,6 kg "leicht", erfreut er große und kleine Kinder bei der Entdeckungsreise. Die Montage erfolgt am Rahmen des Fahrrads. Folgende Funktionen bringt dieser Fahrradsitz mit sich: gepolsterter 5-Punkt-Gurt mit kindersicherem Sicherheitsgurtschloss, stoßabsorbierender Sitz, verstellbare Fußrasten und Fußschlaufen, integrierter Reflektor und wasserabweisende Materialien.

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Überraschung beim Kinderfahrradsitz-Test: Dauerbrenner fallen durch

Die beliebten Modelle "Jockey Comfort" und "Jockey Relax" von Britax Römer sind die Verlierer des Tests. Die Verschlüsse der Sitze lassen sich zu leicht öffnen, was ein Sicherheitsrisiko für die Fahrt mit Kindern darstellt, gerade weil sie hinten sitzen und nicht im Blickwinkel der Eltern sind. Um die Sicherheit zu garantieren, verlangt die Prüfnorm, dass die Anschnallgurte entweder mit zwei separaten Handbewegungen geöffnet werden müssen oder eine Kraft von mindestens 40 Newton aufgewendet werden muss. Bei den Gurten der beiden Britax-Römer-Sitze genügen ein Handgriff und eine Kraft von etwa 20 Newton.

Auf Nachfrage der Stiftung Warentest legte Britax Römer ein Gutachten vor, das behauptet, die Sitze hielten die Norm ein, sowie einen Bericht, der besagt, die Gurte seien bei den internen Tests gespannt gewesen. Stiftung Warentest führte noch einmal Tests mit gespannten Gurten durch – kam aber zu dem gleichen Ergebnis: Die Verschlüsse lassen sich zu leicht öffnen. Laut Herstellerangaben ist dies allerdings kein Umtauschgrund.

Die beiden weiteren Fahrradsitze für Kinder, die die Note "Mangelhaft" bekamen, sind der Bellelli Tiger Relax und der Bobike Exclusive Mini. Im Polster und der Sitzschale des Bellelli Tiger Relax wurden poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe gefunden, die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Beim Bobike Exclusive Mini brach die Fußstütze im Dauertest.

Yao Fordemann

Komm, wir radeln!

Ich will den Kinderfahrradsitz wirklich nicht mehr missen. Sowohl für meine Tochter nicht, als auch als "Kofferraum" nicht, denn im Sitz transportiere ich meinen Einkauf, wenn die Kleine in der Kita ist. Welches Modell ich habe? Sogar den Testverlierer von Britax, gebraucht gekauft. Jedes Kind ist unterschiedlich und meiner Tochter habe ich deutlich erklärt, dass sie die Gurte nicht öffnen darf, wenn wir fahren. Bisher gab es keinen gefährlichen Zwischenfall. Mein persönlicher Tipp: Durch das Zusatzgewicht des Kindes sind viele Fahrradständer überlastet, deshalb habe ich für mehr Sicherheit einen Doppelständer einbauen lassen. Und ebenfalls einen Fahrradkorb am Lenkrad für meinen Rucksack, denn am Rücken kommt er meiner Tochter in die Quere.

Vorteile und Nachteile von Front- und Heck-Kindersitzen

Ob ihr euch für einen Front- oder Heck-Kindersitz entscheidet, ist natürlich von euren persönlichen Vorlieben und Prioritäten abhängig. Diese Punkte helfen euch bei der Entscheidung.

Front-Kindersitz (vorne) Heck-Kindersitz (hinten)
  • leichter Sitz (max. 2,3 kg)
  • Fahrer*in hat Kind im Blick
  • Kind sieht viel
  • bequemere Radelposition für Fahrer*in
  • für Kinder bis 22 kg geeignet
  • Kind sitzt windgeschützt
  • nur für Kinder bis 15 kg geeignet
  • kein Windschutz durch Fahrer*in
  • (eventuell) unbequeme Radelposition für Fahrer*in
  • Fahrer*in hat Kind nicht im Blick
  • Sitz recht schwer, über 4kg
  • Kind sieht nicht so viel

Den gesamten Test “Kinderfahrradsitze im Test” findet ihr in der Stiftung Warentest Ausgabe 03/2018. Den Test könnt ihr in Kombination mit den Ergebnissen der anderen Kinderfahrradsitze im Test (insgesamt 17 Produkte) für 1,50 € online herunterladen

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Bildquelle: Getty Images/ Halfpoint

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