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Schulalltag

Bitte stecken lassen, danke! Diese 11 Elternabend-Sätze will niemand hören

Elternabend No Gos
© Getty Images/ Andrii Iemelyanenko

Elternabende genießen keinen wirklich guten Ruf. Das liegt vor allem daran, dass sie in schöner Regelmäßigkeit immer wiederkehren und eigentlich nie in den eigenen Familienplan passen. Und wenn wir endlich auf den viel zu kleinen Stühlen Platz nehmen, dann sind da ja noch die anderen Eltern, die manchmal Dinge sagen, die wir kaum fassen können. Hier kommen die 11 nervigsten Sätze auf dem Elternabend.

#1 So, kommen wir jetzt zur Wahl der Elternsprecher*innen ...

Was auf diesen Satz folgt, ist oft betretenes Schweigen und viel auf den Boden, die Wand oder die eigenen Finger Gestarre. Einfach, weil die wenigsten diesen Job übernehmen wollen. Und das nicht mal, weil das Amt an sich so nervt, es ist ja tatsächlich auch interessant, sich stärker und intensiver mit Kita oder Schule auseinanderzusetzen und Dinge zum Positiven zu verändern. Aber als Elternsprecher*in steht man halt zwischen allen Stühlen. 

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#2 Wie werden die "Defizite" der Kinder ausgeglichen?

Menschen die von Defiziten bei Kindern sprechen, sind mir wirklich nicht sympathisch. Deswegen ist dieser Satz vermutlich auch direkt hängen geblieben. Das Elternteil wollte wissen, was die Schule zu tun gedenkt, um alle Kinder "auf Spur" zu bringen und den Einstieg in die erste Klasse angenehm fürs eigene Kind zu gestalten. Alles, wirklich alles daran fand ich furchtbar.

#3 Was ist denn eigentlich mit Hausaufgaben?

Kinder freuen sich nie, wirklich nie, auf die Hausaufgaben. Sie gehören in vielen Schulen dazu, aber sie sind definitiv kein Teil, den die Kinder selbst aktiv einfordern würden. Das tun auf dem Elternabend verlässlich die Eltern, die der Meinung sind, ihr Kind würde noch nicht genug gefördert und gefordert werden. 

#4 Sie müssen halt mehr Ansagen machen, dann hören die Kinder besser

Eltern, die genau wissen wie es läuft, gibt es immer wieder. Und grundsätzlich können wir ja alle voneinander lernen. Aber die Aufforderung an Lehrer*innen und Erzieher*innen, den Kindern strengere Ansagen zu machen, damit es besser / anders läuft, sind einfach nur übergriffig. Und das sowohl dem Personal gegenüber, als auch anderen Eltern. Denn keine Familie gleicht der anderen und nicht alle Kinder kommen gut mit Druck zurecht. Außerdem sollte sich das Bild von Kindern inzwischen eigentlich so gewandelt haben, dass Druck und Ansagen nicht wirklich das sind, was Kinder von allen Seiten brauchen. 

#5 Der Einband fürs Mathebuch soll grün sein. Hell- oder Dunkelgrün?

Ja, der Teufel steckt oft im Detail. Aber die Farbentscheidung dürfen Eltern ruhig selbst treffen. Es ist nicht schlimm, wenn es das "falsche" grün ist. Es wird niemandem auffallen. Und selbst wenn, dann lernen eure Kinder, dass die Welt voller Unterschiede ist. Wenn ihr das nicht aushalten könnt, dann bittet doch eure Kinder, im Laden den Umschlag auszusuchen, den die anderen Kinder in der Klasse haben.

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#6 Das müssten wir mal angehen ... 

Dieser Halbsatz kommt eigentlich immer von Leuten, die nur Ansagen machen, aber nicht selbst handeln wollen. Die Vorschläge nach: "Wir müssten mal" ... reichen von dem Gründen einer WhatsApp-Gruppe über ein gemeinsames Picknick bis zum Lesepaten für Kita oder Schule. Natürlich ist es super, wenn neue Dinge angestoßen werden. Aber unser Tipp ist: Wer es vorschlägt, darf auch gern mitmachen und nicht nur die Hände in den Schoß legen und hoffen, dass andere das für sie umsetzen.  

#7 Was ist denn jetzt mit der Klassenkasse?

Wir alle zahlen in die Klassen- oder Kitakasse ein, damit davon Ausflüge, Geburtstagsgeschenke oder Dinge für die Gruppe finanziert werden können. Und in aller Regel bleibt am Ende einiges übrig. Statt aber zu beschließen, die Zahlungen fürs kommende Jahr auszusetzen, wird grundsätzlich die gleiche Summe wie im Vorjahr eingefordert und jemand gewählt, der für die  Klassenkassen verantwortlich ist. Damit es auch im nächsten Jahr verlässlich wieder heißt: "Was ist denn eigentlich mit der Klassenkasse"?

#8 Wie kann es sein, dass das Thema "Fuchs" in Sachkunde weggelassen werden muss?! Hat unser Kind dann in der weiterführenden Schule keinen Nachteil?

Ja, wir wissen, dass das Thema weiterführende Schule ein stressiges ist. Und dass Leistungsdruck existiert. Aber wenn wir alle mal kurz durchatmen, dann wird uns hoffentlich allen klar, dass die meisten Themen in Kita und Grundschule solche sind, die im Familienalltag sowieso eine Rolle spielen. Traut euren Kindern und euch selbst doch auch mehr zu.

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#9 Ich wollte dazu noch Folgendes sagen ....

Der Erzieher, die Lehrerin hat Ideen vorgestellt und kommuniziert, wohin es im nächsten (Halb)Jahr so gehen soll. Und dann meldet sich ein Elternteil, um da noch mal eine Meinung abzugeben. Tatsächlich ist nicht alles an einem Elternabend diskussionswürdig. Wenn es nur darum geht, Dinge, die bereits gesagt wurden und sich selbst sprechen zu hören, dann ist eine Wortmeldung total überflüssig. 

#10 Was schenken wir denn der Lehrerin?

Dankbarkeit ausdrücken und Wertschätzung übermitteln sind immer gute und ehrenhafte Ziele. Aber so auf Druck kommen da selten gute Ideen bei rum. Keine Betreuungsperson braucht ein Puzzle mit dem Gesicht der Kinder oder die 30. Packung "Merci". Hier hilft nur, sich früh im Jahr damit zu befassen und eine kleine Task Force ins Leben zu rufen. 

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#11 Also mein Kind kann ja schon X und Y ...

Diese eine Zwischenmeldung ist beim Elternabend wirklich verlässlich. Weil irgendein Elternteil immer noch mal die Besonderheit des eigenen Nachwuchses betonen möchte. Alle anderen schauen meist betreten zu Boden oder aus dem Fenster. Für Nachfragen und Meinungen zum eigenen Kind ist der Elternabend nicht der richtige Moment. 

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Welche Sätze fallen euch ein, wovon seid ihr beim Elternabend am meisten genervt? Lasst es uns gern wissen, die Liste lässt sich sicher noch erweitern.

Stefanie Stahl, was sollten wir unseren Kindern mitgeben? Abonniere uns
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