Weiterführende Schulen: So klappt der Neustart für dein Kind

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Weiterführende Schulen: So klappt der Neustart für dein Kind

Die Grundschule ist geschafft, nun geht es zur weiterführenden Schule - so nimmst du deinem Kind die mögliche Angst vor der neuen Herausforderung.

Die weiterführende Schule macht manchem Kind Angst.

Ob Realschule, Gesamtschule, Hauptschule oder Gymnasium: Für Kinder ist der Gang zur weiterführenden Schule ein neuer Meilenstein. Je nach Persönlichkeit kann es aufregend oder beängstigend sein. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem. Alles ist neu - der Schulweg, die Räumlichkeiten, die vielen Lehrer und vor allem die neuen Mitschüler. Einige Kinder stellen sich nun bange Fragen: Mögen sie mich? Mag ich die Lehrer? Schaffe ich den Lernstoff?

Weiterführende Schulen: Neue Herausforderung für dein Kind

Wenn Kinder viele Bedenken haben, ob sie diesen neuen Lebensabschnitt gut bewältigen, ist es wichtig, ihnen genug Sicherheit und Selbstvertrauen zu geben. Das gilt grundsätzlich für das Leben, aber im Sommer vor dem neuen Schulstart achte besonders gut auf die Befindlichkeiten. Rede über die möglichen Ängste. Gib gleichzeitig deinem Kind mehr Freiheiten und Unabhängigkeit. Lass es im Restaurant oder Café selbst bestellen und auch bezahlen. So nimmst du ihm die mögliche Angst vor der Schulmensa. Außerdem ist dies ein guter Schritt zur Selbstständigkeit, der stolz macht. Grundsätzlich finden Kinder es toll, wenn sie Dinge allein machen dürfen, denn das vermittelt ihnen das Gefühl, zu den Großen zu gehören. Und offiziell gehören sie ja dazu - auch wenn sie wieder die Kleinen auf der weiterführenden Schule sind.

Zutrauen ist wichtig

Wenn es deinem Kind an Selbstbewusstsein mangelt und es denkt, dass es nicht so gut auf der weiterführenden Schule zurechtkommen wird, kannst du ihm mit ein paar Gedanken helfen:

  • Grundschulfreunde bleiben: Selbst wenn die besten Freunde auf eine andere Schule gehen - sie sind nicht aus der Welt und man trifft sie am Nachmittag oder am Wochenende.

  • Alte Bekannte: In den meisten Fällen wird dein Kind einige der neuen Klassenkameraden kennen. Es ist also nicht alles unbekannt.

  • Gute Eigenschaften: Lass dein Kind mal all die Sachen aufzählen, die es an sich mag und die es zu einem guten Freund oder einer guten Freundin machen.

  • Frühere Erfolge: Erinnere dein Kind daran, dass es schon vor ähnlichen Situationen gestanden hat - im Kindergarten, im Verein, im Urlaub. Auch da hat es Anschluss gefunden, obwohl es am Anfang vielleicht ein bisschen schwierig war.

Ängste werden übertragen

Eine Gefahr ist, dass Eltern ihre Ängste auf ihren Nachwuchs übertragen. Sie sorgen sich, dass ihre Tochter oder ihr Sohn keine neuen Freunde finden. Sie befürchten, dass der erweiterte Lernstoff und die neue Umgebung zu viel für ihren kleinen Schatz sind. Oder der neue Schulweg zu gefährlich ist. Wenn dem bei dir so ist, solltest du es wirklich nicht aus jeder Pore ausschwitzen - Kinder bekommen so etwas schnell mit und denken sich: Wenn Mama und Papa denken, ich packe das nicht, dann packe ich das auch nicht! Erzähle von der neuen Schule als einen Ort der Möglichkeiten - was es da alles zu entdecken gibt! Was man da alles lernen kann! Wenn man da alles kennenlernt! Für euch beide ist es ein Meilenstein, aber für dein Kind noch viel mehr - bereite es so gut es geht darauf vor, und dann lass es mit bestem Gewissen los.

Vorbereitung ist alles

Wenn es emotional wackelt, kann man dem mit praktischen Dingen ein wenig entgegenwirken. Gehe mit deinem Kind den Schulweg ab, das ist schon aus Sicherheitsgründen eine gute Sache. Die meisten Schulen haben eh einen Tag der offenen Tür und Einführungstage, damit sich die neuen Schüler und Schülerinnen besser zurechtfinden. Nehmt jede Gelegenheit wahr, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen. Erkundigt euch, wer noch in die Schule geht. Vielleicht gibt es Kinder, die in der Nähe wohnen: Gemeinsam geht sich so ein Schulweg leichter und so werden gleich neue Freundschaften geschlossen.

Jede Schule hat mittlerweile eine Webseite, auf der du dich erkundigen kannst, was dein Kind braucht. Sei es das Geld für die Schulmensa oder das benötigte Unterrichtsmaterial. Habt ihr das alles schon in der Tasche, vermittelt dies ein Sicherheitsgefühl.

Weiterführende Schulen bedeuten auch mehr Hausaufgaben. Hausaufgabenplaner sind eine gute Sache, ebenso wenn du einen guten Überblick hast, was dein Kind jeden Tag für die Unterrichtsstunden braucht. Es gibt schließlich mehr Fächer, das bedeutet auch mehr Bücher. Macht einen Plan, was jeden Tag in den Schulranzen muss. Eine gute Planung gibt Sicherheit.

Wenn ihr die praktischen Dinge erledigt habt, bleibt eigentlich nur eines: Freude auf den neuen Lebensabschnitt, denn es ist doch eine aufregende Sache, neue Menschen zu treffen und interessante Dinge zu lernen. Nur Mut!

Bildquelle:

Getty Images

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