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Die besten Waschmaschinen: Testsieger bei Stiftung Warentest

Die besten Waschmaschinen: Testsieger bei Stiftung Warentest

Besser waschen

Bei Waschmaschinen gilt seit Anfang 2021 eine große Neuerung: Im März 2021 haben sich die Energieeffizienzklassen geändert. Die beliebte Einstufung "A+++" ist weggefallen, bestehende Geräte wurden neu bewertet. Was nun gilt und welches die besten Waschmaschinen für Familien sind, hat Stiftung Warentest in einem umfangreichen Test untersucht.

Den Waschmaschinen-Kauf konnten sich Familien früher recht leicht machen: Passte der Preis und das Volumen der Trommel, warf man noch einen Seitenblick auf die bunte Balkengrafik mit der Energieeffizienzklasse. Im grünen Bereich war man mit der Einstufung A oder B unterwegs und das Gewissen war beruhigt. Wer bei Strom- und Wasserverbrauch wirklich pingelig war, achtete auf möglichst viele Plus-Zeichen neben dem "A", zuletzt "A+++". Das hat sich 2021 geändert.

Neue Spielregeln 2021 für Energie-Label

Im März 2021 haben sich die Spielregeln für die Energieeffizienzklasse geändert, die den Strom- und Wasserverbrauch bei Waschmaschinen angibt. Doch keine Angst, komplizierter ist es nicht, nur anders. Es gibt nun sieben Klassen von A bis G, wobei A die sparsamsten Geräte angibt. Alles was bisher "A+++" war, dürfte in Klasse "B" wandern, weil die beste Kategorie A schwer zu erreichen ist. Dadurch möchte die EU Anreize für die Hersteller schaffen, bei der Energiebilanz ihrer Produkte nachzulegen.

Achtung: Es gibt eine Übergangsfrist für Händler, die dürfen Modelle mit den alten Labeln noch bis November 2021 verkaufen. Hier besteht Verwechslungsgefahr.

Waschmaschinen-Test bei Stiftung Warentest: Ergebnisse im Überblick

Insgesamt 16 Modelle treten im Waschmaschinen-Test von Stiftung Warentest an. Die meisten der getesteten Modelle waschen zufriedenstellend, es gibt jedoch ein paar Unterschiede zu beachten. Zehn Waschmaschinen wurden mit "gut" bewertet, drei erhielten ein "befriedigend" und zwei Modelle wurden mit "ausreichend" bewertet.

Waschmaschinen im Test: Sieger bei Stiftung Warentest

Modell Gesamtnote Mittlerer Onlinepreis Wo zu kaufen
Bosch
WUU28T40
gut (1,6) 570 € z. B. über idealo
Miele WWD320 WPS
gut (1,6) 1010 € z. B. über idealo

Siemens WU14UT40

gut (1,6) 600 € z. B. bei Amazon

Die Top3-Modelle im Waschmaschinen-Test

#1: Bosch WUU28T40

Bildquelle: Stiftung Warentest

#2: Siemens WU14UT40

Bildquelle: Stiftung Warentest

In diesem Waschmaschinentest gibt es mehrere Testsieger: Die Bosch WUU28T40 (z. B. über idealo ab 549,99 €) und die Siemens WU14UT40 (z. B. bei Amazon ab 594 €) erreichen überall die gleiche Beurteilung, kein Wunder, denn sie sind laut Hersteller baugleich. Wer sich also für den Testsieger interessiert, sollte die Preise dieser beiden Modelle vergleichen.

  • Waschen: Bosch und Siemens erreichen die beste Waschleistung, die aus Sauberkeit der Wäsche sowie Spülen und Schleudern besteht. Beide Maschinen erreichen nicht exakt 60 Grad, bei 57 Grad Celsius ist Schluss.
  • Dauerprüfung: Hier gab es bei beiden Modellen nichts zu beanstanden, die Waschmaschinen sollten mindestens 10 Jahre ihren Dienst tun.
  • Handhabung: Die Handhabung bewerten die Tester mit "gut", das trifft auf das Handbuch ebenso zu wie auf Bedienelemente sowie das Be- und Entladen.
  • Umwelteigenschaften: Gut schlagen sich die Maschinen beim Wasser- und Stromverbrauch, auch im Hauptprogramm. Doch wenn es ans Schleudern geht, wird es laut.
  • Schutz vor Wasserschäden: Den Schutz vor Wasserschäden integrieren beide Waschmaschinen vorbildlich.

#3: Miele WWD320 WPS

Bildquelle: Stiftung Warentest
  • Waschen: Die Miele WWD320 WPS (z.B. über idealo ab 999 €) ist das teuerste Modell im Test. Die Wäsche wird genauso sauber wie bei den anderen beiden Testsiegern. Die Maximaltemperatur im 60 Grad Programm klettert sogar auf 59,8 Grad Celsius.
  • Dauerprüfung: Auch diesen Test meistert die Miele ohne Mängel.
  • Handhabung: Bei der Handhabung schneidet das Modell sogar noch etwas besser ab, als die beiden anderen Testsieger – etwa bei der Restlaufanzeige und der Gebrauchsanleitung.
  • Umwelteigenschaften: Beim Wasser- und Stromverbrauch arbeitet die Maschine gut, im Hauptprogramm auch leise.
  • Schutz vor Wasserschäden: Keine Sorgen müssen sich Nutzer*innen beim Schutz vor Wasserschäden machen, hier ist alles vorschriftsmäßig eingebaut.

So testet Stiftung Warentest Waschmaschinen

Stiftung Warentest hat für Waschmaschinen einen kniffligen Testparcour gebastelt. Am wichtigsten ist die Waschleistung, die 40% der Gesamtnote ausmacht. Hier müssen alle Geräte verschiedene Waschprogramme durchlaufen, von der 60 Grad Buntwäsche bis zum Kurzprogramm. Die Dauerprüfung macht immerhin noch 20% aus und simuliert mit sehr vielen Waschgängen eine Nutzung über 10 Jahre. Handhabung, Umwelteigenschafen und Schutz vor Wasserschäden komplettieren den Test.

Insgesamt sind sich die getesteten Waschmaschinen recht ähnlich, alles sind Frontlader mit 8 Kilogramm Trommel und Energieeffizienzklasse "A+++", was der neuen Einstufung nach "B" entsprechen dürfte. Alle Modelle bringen eine gute Waschleistung, schaffen 1.400 Umdrehungen pro Minute und sind auch einfach zu handhaben.

Der komplette Waschmaschinen-Test ist in der Stiftung Warentest-Printausgabe 11/2021 erschienen und kann unter www.test.de/waschmaschinen-im-test für 3,50 € heruntergeladen werden.

Waschmaschine kaufen: Darauf solltet ihr achten

Gute Waschergebnisse erzielen viele Modelle, die wichtigsten Kriterien sind nach wie vor Preis, Energieeffizienz und Trommelgröße. Für eine vierköpfige Familie darf es mindestens eine Trommel mit 8 Kilogramm Fassungsvermögen sein. Sind noch mehr Personen im Haushalt, gibt es auch Maschinen mit 9 oder 12 Kilo Fassungsvermögen. Größer ist aber nicht immer besser, für die Effizienz ist es wichtig, die Trommeln immer voll auszulasten.

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Neue Dosierautomatiken mit Mängeln

Aktuelle Waschmaschinen, vor allem aus den höherpreisigen Segmenten, kommen oft mit Dosierautomatik. Dabei gibt man einen Vorrat an Flüssigwaschmitteln in einen Behälter und die Waschmaschine ermittelt selbst, wie viel Waschmittel nötig ist. Das lohnt sich vor allem für Nutzer*innen, die sonst immer mit zu viel Waschmittel gewaschen haben. Auch für die Umwelt ist das ein Vorteil. Nachteile: Stiftung Warentest bewertet das Flüssigwaschmittel von Miele als teuer und auch die damit erreichte Sauberkeit überzeugte die Tester*innen nicht.

Sparsam waschen

Einige Mythen rund um sparsames Waschen halten sich hartnäckig. So soll es egal sein, ob man eine Trommel voll macht oder nur mit der Hälfte der möglichen Ladung wäscht. Stimmt nicht, effizient arbeiten Waschmaschinen nur, wenn sie voll beladen sind. Je weniger Wäsche sich in der Trommel befindet, desto höher sind Strom- und Wasserverbrauch.

Alles Wissenswerte rund um Waschmaschinen

Wie muss ich meine Waschmaschine pflegen?

Viel Pflege braucht eine Waschmaschine nicht, da sich aber immer Restwasser sammelt und das gute Bedingungen für Bakterien sind, solltet ihr die Waschkammer nach dem Waschen offen lassen. Ab und an lohnt sich ein Durchlauf mit dem 60 Grad Programm, Expert*innen empfehlen als Schutz vor Verkeimung dazu ein pulvriges Vollwaschmittel.

Was taugen Waschmaschinen mit eingebautem Trockner?

Eine eigene Geräteklasse sind mittlerweile die sogenannten Waschtrockner. Sie sind Waschmaschine und Trockner in einem Gerät, das spart Platz in engen Wohnungen. Ein Nachteil ist natürlich, dass man entweder waschen oder trocknen kann, beides gleichzeitig funktioniert nicht. Ebenso legt ein Gerätedefekt immer beide Funktionen lahm. Außerdem lässt sich weniger Wäsche trocknen als waschen, wer also nicht umständlich umladen will, kann die Waschmöglichkeiten nie komplett ausnutzen. Auch wenn es praktisch klingt, das Wasch-trocknen in einem Durchgang dauert meist sehr lange. Der beste Waschtrockner bei Stiftung Warentest ist der Bosch WDU28540.

Wie schließe ich eine Waschmaschine richtig an?

Waschmaschine anschließen ist zwar keine Raktenwissenschaft, erfordert aber grundlegendes handwerkliches Geschick. Das gilt vor allem dann, wenn es sich um einen exotischen Standort handelt, bei dem man vielleicht einen Schlauch verlängern muss. Die beste Lösung ist dabei ein Aufbauservice, den man oft hinzubuchen kann. Wichtig hier: Unbedingt prüfen, ob diese Dienste mit den aktuellen Hygienebestimmungen möglich sind. Wer selbst aufbauen will, sollte sich die Aufbauanleitung ansehen, die bei den getesteten Modellen die sachgerechte Aufstellung und Inbetriebnahme beschreibt. In der Regel sind folgende Schritte nötig:

  • Transportsicherung entfernen
  • Waschmaschine eben aufstellen
  • Ablaufschlauch montieren
  • Zulaufschlauch montieren
  • Stromkabel anschließen
  • Probedurchlauf starten

Wie wasche ich richtig?

Hier haben die meisten Familien ihre ganz eigenen Tricks und es lohnt sich Großeltern und Eltern zu fragen. Wäsche vorsortieren ist auf jeden Fall empfehlenswert. So könnt ihr immer mit dem passenden Waschprogrammen arbeiten und müsst keine Angst vor Verfärbungen haben. Vorwäsche ist in der Regel überflüssig, auch Kochwäsche ist nur in Ausnahmefällen noch nötig, mehr als 60 Grad Celsius braucht ihr in der Regel nicht. Dann gilt, Trommel voll machen für optimalen Strom- und Wasserverbrauch. Dosiert auch das Waschmittel richtig, je nach Härtegrad. Hartnäckige Flecken behandelt ihr am besten mit einem Fleckenmittel vor.

Wenn ihr gerade dabei seid, Kleidung auszusortieren, dann gibt's hier im Video einige hilfreiche Tipps:

Quelle: Stiftung Warentest

Wichtig für Familien

Wenn die Waschmaschine ausfällt, haben Familien ein Problem. Bei Neugeräten könnt ihr nicht viel falsch machen. Die Marken Bosch, Miele und Siemens sind am teuersten, fahren aber auch die besten Testergebnisse ein. Aber insgesamt überzeugen alle Waschmaschinen mit guter Waschleistung. Je länger ihr eure Waschmaschine im Betrieb habt, desto mehr spart ihr. 10 Jahre sollten die Maschinen mindestens schaffen.

Bildquelle: Getty/Uwe Krejci, Stiftung Warentest

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