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Smarte Türschlösser im Test: So urteilt Stiftung Warentest

Smarte Türschlösser im Test: So urteilt Stiftung Warentest

Smart Lock Test

Viele alltägliche Dinge halten für Familien besondere Herausforderungen bereit, auch Türschlösser. Smarte Türschlösser, sogenannte Smart Locks, sind nicht nur cool, wenn ihr per Handy aufsperrt, sondern haben auch echte Vorteile, etwa bei Kindern, die gern mal Schlüssel verlieren. Stiftung Warentest hat sieben smarte Türschlösser im Test. Kleiner Spoiler: Das günstigste Smart Lock ist auch das beste.

"Papa, ich hab den Wohnungsschlüssel verloren", das ist so ziemlich der letzte Satz, den man von seinen Kindern nach dem Heimweg von der Schule hören will, lieber nimmt man die 5 im Deutschaufsatz. Das Thema eigener Schlüssel kommt früher oder später in allen Familien auf den Tisch und klar, wir haben das alle irgendwie geschafft, Nerven und Geld kann es trotzdem kosten.

Heute gibt es aber passende Technik, die uns das Leben leichter macht, in diesem Fall smarte Türschlösser, auch Smart Locks genannt. Die sorgen dafür, dass sich die Wohnungstür per Smartphone-App, via Fingerabdruck, per PIN-Code oder mit einer kleinen Fernbedienung öffnen lässt. Den Finger wird der Nachwuchs hoffentlich nicht so schnell auf dem Schulweg verlieren.

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Smarte Türschlösser im Test

Smarte Türschlösser sind eine spannende Ecke im Smart Home und schon soweit Alltag, dass Stiftung Warentest sieben verschiedene Smart Locks zum Test gebeten hat. Wie bei allen Tests geht er hier weniger um den Nerdfaktor als um Alltagstauglichkeit, also genau das, was man als Familie braucht. Alle Schlösser sollen sich ohne Fachmann montieren lassen, wie einfach das geht, war gleich mal Teil des ersten Wertungsbereichs im Test. Wichtig ist auch die Zuverlässigkeit beim Ver- und Entriegeln sowie die restliche Handhabung in der Praxis.

Sicherheit online und offline

Auch Sicherheit und Datenschutz fließen in die Wertung mit ein. Da es Schlösser mit Online-Funktionen gibt, die ihr aber nicht zwingend nutzen müsst, vergibt Stiftung Warentest für einige Produkte zwei Noten, eine Offline- und eine Online-Bewertung. Im Test vertreten waren Produkte von eQ-3, Hörmann, Nuki, Abus und Ekey, die einfach über vorhandene Schließzylinder montiert werden. Außerdem wurden noch zwei smarte Türschlösser von Yale und Datalock getestet, die einen eigenen Schließzylinder mitbringen.

Smarte Türschlösser sind praktisch für Familien

Beim Auto freuen wir uns seit Jahren über Funkfernbedienungen, Keyless Access oder den praktischen Sensor zum Öffnen der Heckklappe, vor der Haus- oder Wohnungstür kippen wir mit Einkäufen beladen aber dann doch aus den Latschen. Wie praktisch ist da ein Smart Lock, das erkennt, wenn sich euer Handy in Bluetooth-Reichweite befindet und die Tür wie von Geisterhand öffnet.

Überaus praktisch sind die smarten Türschlösser vor allem für Familien: Den Kids erlaubt man das Aufschließen der Tür zum Beispiel per Fingerabdruck oder man stattet sie mit einer kleinen Fernbedienung aus. Wird die verloren, lässt sich die Erlaubnis zum Aufsperren nachträglich entziehen und ihr müsst nicht die Schlösser tauschen. Kommen Oma und Opa übers Wochenende zu Besuch, erlaubt ihr ihnen per App das Auf- und Zusperren über das Smartphone für drei Tage, danach bleibt der spontane Zugriff verwehrt, bis ihr es wieder erlaubt.

Testsieger Empfehlung Vielseitiges Smart Lock Empfehlung Smart Lock mit eigenem Schließzylinder
Produkt eQ-3 Eqiva Bluetooth Smart Türschlossantrieb Nuki Smart Lock 2.0 Yale Entr (Ya95)
Preis ca. 75 € ca. 200 € ca. 310 €
Gesamtwertung gut (2,1) gut (2,2) gut (2,2)
Besonderheiten nicht nur Testsieger, sondern auch das günstigste Produkt im Test, sperrt nur per App, kaum Zusatzfunktionen, keine Internet-Anbindung, keine Smart Home Integration einfachste Inbetriebnahme im Test, Integration in Apple Homekit, leider sehr hoher Batterieverbrauch, gut gegen lokale Angriffe abgesichert, die Internet-Variante solltet ihr unbedingt mit einem starken Passwort sichern bringt eigenen Schließzylinder mit, beste Akkulaufzeit, ähnlich gut wie der Testsieger, aber aufwändiger zu montieren, sehr vielseitig bedienbar

Smart Lock Testsieger bei Stiftung Warentest

Gute Nachricht für alle, die sich überlegen, ein smartes Türschloss zu kaufen, der Testsieger ist auch gleichzeitig das günstigste Produkt im Test. Mit dem etwas sperrigen Namen eQ-3 Eqiva Bluetooth Smart Türschlossantrieb setzt sich ein Produkt mit wenig Zusatzfunktionen durch, das aber die geforderten Grundfunktionen am besten umsetzt. Die Bewertung ist zwar nicht herausragend, aber immerhin "gut" mit der Note 2,1. Mit dem Preis von rund 75€ müsst ihr euch außerdem auch nicht sonderlich in Unkosten stürzen.

Bild: Hersteller

Montage und Inbetriebnahme: Die Montageanleitung ist in Ordnung, fällt aber in der gedruckten Form etwas zu kurz aus. Die Montage selbst ist dagegen sehr einfach und in der App findet man auch eine ausführlichere Erklärung.

Ver- und Entriegeln: Was der Testsieger kann, macht er gut, zum Beispiel sperrt er Türen schnell und mit genügend Drehkraft auf und zu. Das Betriebsgeräusch ist nicht zu laut und die Funkübertragung per Bluetooth im Test stabil. Leider ist der Batterieverbrauch dabei im Vergleich zu Konkurrenz etwas hoch.

Handhabung: An der generellen Handhabung gibt es nicht viel zu deuteln, die Anleitung ist gut, im täglichen Gebrauch gibt es keine Auffälligkeiten. Insgesamt kann das keines der anderen Smart Locks besser. Eine Smart Home Integration ist mit dem Testsieger aber nicht möglich.

Sicherheit und Datenschutz: Natürlich ist es gut für die Sicherheit, wenn es erst gar keine Internet-Anbindung gibt. Wer sich die aber wünscht, ist bei diesem Smart Lock falsch. In der Datenschutzerklärung fanden die Tester keine Mängel.

Eqiva Bluetooth® Smart Türschlossantrieb, 142950A0
Eqiva Bluetooth® Smart Türschlossantrieb, 142950A0

Empfehlung Vielsetiges Smart Lock

Nutzer, die auf Smart Home Integration für das Türschloss spechten, müssen tiefer in die Tasche greifen. Für rund 200 € gibt es den das Nuki Smart Lock 2.0, das sich in der Version ohne Bridge vor allem für Apple-Fans eignet, denn es lässt sich mit dem Smart Home System Homekit nutzen.

Bild: Hersteller

Montage und Inbetriebnahme: Kein Smart Lock lässt sich einfacher montieren und in Betrieb nehmen, Nuki macht hier einen sehr guten Job. Wer also handwerklich eher mit zwei linken Händen unterwegs ist, muss bei diesem Smart Lock keine große Angst haben frustriert zu scheitern.

Ver- und Entriegeln: Das Ver- und Entriegeln dauerte in der Praxis einen Tick zu lange, obwohl die Drehkraft des Motors gut ist. Die Funkübertragung klappte auch nicht immer auf Anhieb, war aber unter dem Strich in Ordnung. Etwas enttäuscht waren die Tester von der Batterielaufzeit. Kein anderes Smart Lock zieht so viel Strom. Trotz kleinerer Mängel reicht es hier immer noch für "gut".

Handhabung: "Gut" bleibt auch bei der wichtigsten Disziplin unter dem Strich stehen. Das gilt vor allem für den täglichen Gebrauch. Nutzer von Apple Homekit können das Nuki in ihr Smart Home integrieren. Für mehr Funktionen braucht ihr die Variante mit Bridge, die dann aber nochmal rund 70 € mehr kostet.

Sicherheit und Datenschutz: Nur Kleinigkeiten gibt es in der Datenschutzerklärung zu bemängeln, vor Ort ist das Nuki gut gegen Angriffe abgesichert. Bei der Variante mit Bridge sieht es aber anders aus, die akzeptiert auch schwache Passwörter, was die Tester mit einer Abwertung bestraften.

Nuki Smart Lock 2.0 - Apple HomeKit - Amazon Alexa - Google home - IFTTT - Elektronisches Türschloss mit Türsensor - Automatischer Türöffner mit Bluetooth, WLAN - für iPhone und Android - Smart Home
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Empfehlung Smart Lock mit eigenem Schließzylinder

Bei den Smart Locks mit eigenem Schließzylinder schneidet das Yale Entr (YA95) am besten ab. Es kriegt insgesamt eine gute Bewertung (Note 2,2), kostet aber über 300 €.

Bild: Hersteller

Montage und Inbetriebnahme: Die Inbetriebnahme dauert länger, weil dieses Modell einen eigenen Schließzylinder mitbringt. Das bedeutet, der bestehende Zylinder muss erst ausgebaut werden. Die Anleitung könnte ausführlicher sein, unter dem Strich ist das Thema Inbetriebnahme aber gut gelöst.

Ver- und Entriegeln: Kein anderes Smart Lock ist in dieser Disziplin besser, man merkt hier einfach, dass Motor und Schließzylinder abgestimmt sind. Alle Wertungspunkte sind entweder mit "gut" oder gar "sehr gut" bewertet.

Handhabung: Bei der Handhabung schneidet das Smart Lock nicht so vorbildlich ab. Der Fingerabdrucksensor ist zum Beispiel ziemlich träge und braucht schlappe 9 Sekunden fürs Türöffnen. Außerdem wird der Fingerabdruck nicht immer zuverlässig erkannt.

Sicherheit und Datenschutz: Gut hingegen schneidet das smarte Schloss bei Sicherheit und Datenschutz ab, sowohl was klassische Methoden, wie auch Hacks betrifft. In der Datenschutzerklärung gab es nur kleinere Mängel.

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Smarte Türschlösser: So viel bekommt ihr für euer Geld

Der Testsieger zeigt, wie ein günstiges Smart Lock funktioniert. Mit einem Preis von rund 75 € kann man nicht meckern und seine Tür per App auf- und zusperren. Das klappt zuverlässig, auf Extras wie Internet-Bedienung oder Smart Home-Integration müsst ihr aber verzichten. Wer das alles will, landet schnell im Preisbereich über 200 € und sollte auch vorab klären, ob das Smart Lock einwandfrei mit dem Smart Home System zusammenspielt. Beispiel Nuki 2.0: Ohne Bridge arbeitet das Smart Lock nur mit Apple Home Kit zusammen. Mit Bridge könnt ihr auch andere Systeme wie Alexa zur Steuerung nutzen oder das Smart Lock übers Internet steuern.

Spartipps für smarte Türschlösser

Smart Locks sind noch nicht allzu weit verbreitet, dementsprechend groß ist der Anteil an Technikfans, die eins haben. Kein Wunder also, dass die beliebtesten smarten Türschlösser viele Funktionen haben, denn genau darauf steht die Zielgruppe. Es lohnt sich also genau zu gucken, welche Features man haben will. Abgespeckt auf Bedienung per App via Bluetooth kann man mit dem Testsieger für 75 € wenig falsch machen. Bei den teureren Modellen bezahlt man die Extras. Das kann sich durchaus lohnen, wenn das Smart Lock dann perfekt zum Smart Home System passt.

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So testet Stiftung Warentest smarte Türschlösser

Die Wertung der sieben smarten Türschlösser für Wohnungs- bzw. Haustüren bei Stiftung Warentest teilte sich in vier Kategorien auf:

Montage und Inbetriebnahme (20%): Ohne Montage geht es nicht, wobei das durchaus selbst machbar ist. Im Test wurde deshalb ein besonderes Augenmerk auf die Montageanleitungen gelegt. Experten begutachteten auch die Montage selbst etwa Dauer, Schwierigkeitsgrad und welches Werkzeug nötig ist.

Ver- und Entriegeln (30%): Das Brot- und Butter-Thema eines Türschlosses ist auf- und zusperren. Das soll möglichst zackig gehen, deshalb haben die Tester die Dauer für die verschiedenen Vorgänge per App oder über andere angebotene Wege wie Fingerabdrucksensoren gemessen. Wichtig war in diesem Bereich auch die Drehkraft des Motors, die auch schwergängige Schlösser zuverlässig sperren muss. Jeder Motor macht Geräusche, ob das bei den Schlössern im Rahmen liegt, bewertete ein Experte. Außerdem sahen sich die Tester die maximale Funkreichweite an, aus der man die Schlösser noch sperren konnte. Abgeschlossen wurde dieser Bereich mit einem Batterietest.

Handhabung (40%): Dieser Bereich war im Test am wichtigsten, er umfasst viele tägliche Interaktionen mit dem Schloss. Außerdem wurde geprüft, wie im Fall der Fälle die Handbücher weiterhelfen. Auch eine mögliche Smart Home Integration wurde hier bewertet.

Sicherheit und Dantenschutz (10%): Türschlösser müssen sicher sein, bei smarten Türschlössern gilt das in doppelter Hinsicht. Einmal dürfen sich die smarten Systeme nicht hacken lassen, das gilt vor Ort genauso wie übers Internet. Außerdem müssen sie auch klassischen Einbruchsversuchen standhalten. Bei Systemen mit eigenem Schließzylinder versuchten die Tester deshalb auch einfach das Schloss aufzubohren.

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Die Verlierer im Test

Bei den Smart Locks ist die Qualität hoch, Stiftung Warentest verteilt im Test fast ausnahmslos die Note "gut", dem Nuki Smartlock 2.0 mit Nuki Bridge verpassen die Tester ein "befriedigend", weil der Anbieter auch schwache Passwörter akzeptiert. Nuki kommt auch zu Wort und verweist auf eine zusätzliche 2-Faktor-Authentifizierung. Wie dem auch sei, bis hierhin ist aber alles in Butter. Einen Verlierer gibt es aber trotzdem im Test und zwar Danalock, das mit Modellen mit eigenem Schließzylinder vertreten ist. Sowohl das Modell in der Offline- wie auch die Online-Variante lässt sich im Test klassisch aufbohren, ein durchaus realistisches Szenario für Einbrecher und deshalb ein No-Go. Die Tester werteten die beiden Schlösser Danalock V3 Bluetooth sowie Danalock V3 Bluetooth mit Danabridge Bluetooth-Wifi DBV3-EU auf "mangelhaft" ab.

Smart Lock kaufen: Darauf solltet ihr achten

Im Grunde gibt es zwei Modellarten von Smart Locks: Es gibt Modelle wie den Testsieger, die einfach über einen bestehenden Schließzylinder montiert werden und dann gibt es noch Varianten mit eigenem Schließzylinder. Letztere sind einen Tick aufwändiger zu montieren, weil ihr den bestehenden Schließzylinder erst ausbauen müsst. So oder so, die Tür sieht nach dem Einbau unverändert aus. Wer nicht gerne schraubt oder in einer Mietwohnung die Türen nicht durchlöchern will, achtet auf Modelle, bei denen die Montageplatte nur angeklebt wird. Der ganze Aufbau lässt sich rückstandsfrei entfernen.

Wichtig ist bei der Auswahl des Smart Locks, dass ihr auf die Zugangsmöglichkeiten achtet. Der Testsieger bietet zum Beispiel nur das Auf- und Zusperren per App an. Es gibt aber auch Modelle, die sich per Fingerabdruck, Fernbedienung oder automatisch per Geofencing aktivieren lassen. Auch wichtig ist die Entscheidung, ob das Schloss per Internet bedient werden soll oder nicht. Praktisch kann das sein, wenn ihr nicht Zuhause seid, aber den Kids, die früher von der Schule kommen die Tür öffnen wollt. Technikfans sollten darauf achten, dass sich das Smart Lock in vorhandene Smart-Home-Systeme einfügt.

Smart Lock: Es passt nicht für alle Türen

Ein smartes Türschloss könnt ihr fast überall nachrüsten. Wer zur Miete wohnt, informiert aber am besten vorab den Vermieter, rückstandsfrei entfernen lassen sich die meisten Modelle. Das ist auch wichtig, wenn ihr nach einiger Zeit merkt, dass das Smart Lock vielleicht doch nicht zu euch passt. Ihr könnt dann einfach zurück zum guten alten Schlüssel.

Empfehlenswert ist es, ein Smart Lock nur bei Türen zu installieren, die über eine Notfallfunktion verfügen. Da immer ein Schlüssel innen im Smart Lock steckt, sollte sich die Tür im Notfall auch von außen per Schlüssel sperren lassen. Ansonsten kann es passieren, dass bei Fehlfunktionen oder leerer Batterie der Schlüsseldienst kommen muss, um die Tür zu knacken. Auch an Spezialtüren etwa Brandschutztüren, solltet ihr wegen der hohen Sicherheitsstandards auf Smart Locks verzichten.

Smartes Schloss montieren: So einfach klappt es

Auch wer selbst nicht der Heimwerkerkönig ist, sollte ein Smart Lock montieren können. Bei Modellen ohne Schließzylinder klebt, steckt oder schraubt ihr die Montageplatte an das bestehende Schloss, steckt den Schlüssel ein und setzt darauf den motorisierten Antrieb. Damit das Smart Lock richtig montiert werden kann, muss der Schließzylinder innen ein paar Millimeter überstehen. Am besten vor dem Kauf kurz auf der Anbieter-Webseite die genauen Anforderungen prüfen und abmessen, ob das mit dem eigenen Schloss klappt.

Smarte Türschlösser FAQ: Alles Wichtige kurz und knapp

Noch Fragen? Wir haben die Antworten zu Smart Locks:

Was ist ein Smart Lock?

Smart Locks werden auch smarte Türschlösser genannt und kommen als Aufsatz für Wohnungs- und Haustürschlösser. Dabei wird ein passender Schlüssel von innen ins Schloss gesteckt und ein integrierter Motor ver- oder entriegelt das Schloss. Die smarte Komponente kommt durch die Steuerung ins Spiel, denn ihr könnt Smart Locks per App bedienen, außerdem gibt es Modelle mit Touchpad, Fernbedienung oder Funktaster. Manche Smart Locks lassen sich nur lokal steuern, andere klinken sich ins Smart Home ein und stellen auch eine Steuerung per Internet bereit.

Wie viel kostet ein Smart Lock?

Die Preisspanne ist recht breit, das günstigste Smart Lock im Test von Stiftung Warentest kostet rund 75 €, das teuerste dann schon 300 € mehr. Der Preis wird meist durch die gebotenen Funktionen bestimmt, Aufpreis kosten eigene Schließzylinder, Smart Home Funktionen, Internet-Anbindung und erweiterte Steuerungsmöglichkeiten über Apps hinaus.

Sind Smart Locks für alle Türen geeignet?

Nein, nicht an jede Tür passt ein Smart Lock. Ausnahmen sind Spezialtüren, etwa für den Brandschutz. Wichtig ist auch, dass man bei technischen Problemen mit dem Smart Lock mit einem Notfallschlüssel von außen aufsperren kann. Dazu muss das Schloss die entsprechende Funktion bieten, wenn innen ein Schlüssel permanent steckt.

Kann ich Smart Locks in meiner Mietwohnung montieren?

Im Grunde ja, denn die getesteten Smart Locks lassen sich ohne große bauliche Veränderungen anbringen. Bohren ist meist nicht nötig, sodass ihr ein Smart Lock rückstandsfrei wieder entfernen könnt. Eine Informationspflicht gegenüber dem Vermieter gibt es nicht, um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man ihn aber trotzdem vorab über das Vorhaben informieren.

Smarte Sache

Smarte Türschlösser sind praktisch, nicht nur um vor den Nachbarn anzugeben, dass man seine Tür per App aufsperren kann. Wer seinen Kids noch keinen Schlüssel geben will, stattet sie mit einem kleinen Funkempfänger aus oder lädt die Zutrittsberechtigung auf das Smartphone. Vorsicht ist geboten bei allen Schlössern, die per Internet gesteuert werden können. Hier sind starke Passwörter Pflicht.

Bildquelle: Nuki Home Sulutions

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