20 Fragen zum Elterngeld: das müssen Sie wissen

Seit 2007 hat der Bund das Elterngeld eingeführt. Es soll junge Familie finanziell unterstützten, damit sie ihr Glück mit dem Baby unbeschwert genießen können. Wir haben für Sie die 20 wichtigsten Fragen zum Thema "Elterngeld" gesammelt. Hier kommen die Antworten.


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Elterngeld: 20 Fragen zum Threma


Seit Januar 2007 gibt es das Elterngeld. Anspruch auf Elterngeld haben alle Eltern, die bis zur Geburt einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sind, egal ob angestellt oder selbstständig. Die Höhe des Betrages errechnet sich aus dem vorangegangenen Erwerbseinkommen.

Mindestens werden dem betreuenden Elternteil 300 Euro ausgezahlt, höchsten 1.800 Euro. Bewegt sich das Voreinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro erhält der entsprechende Elternteil 67 Prozent dessen, was er verdient hat. Liegt das Erwerbseinkommen unterhalb von 1.000 Euro steigt die Ersatzrate bis zu 100 Prozent. Je geringer demnach das Einkommen, desto höher die Ersatzrate.

Oberhalb von 1.200 Euro sinkt die Ersatzrate dann auf 65 Prozent. Eltern, die einen Anspruch auf Elterngeld haben (siehe unten), aber vor der Geburt nicht erwerbstätig waren, bekommen den Elterngeld-Grundbetrag von 300 Euro.

1. Voraussetzungen für Anspruch auf Elterngeld?


Anspruch auf Elterngeld haben Sie, wenn Sie

• einen Wohnsitz in Deutschland haben oder hauptsächlich in Deutschland wohnen
• mit Ihrem Kind in einem Haushalt leben.
• Ihr Kind selbst betreuen und erziehen.
• keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausüben.

Der Elterngeldanspruch entfällt für Elternpaare, die im Kalenderjahr vor der Geburt ihres Kindes gemeinsam ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500.000 Euro hatten. Für Alleinerziehende entfällt der Anspruch ab mehr als 250.000 Euro.
2. Elterngeld für Adoptiv- und Pflegeeltern ?
Adoptiveltern haben rechtlich gesehen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie mit dem Kind gemeinsam in einem Haushalt leben. Für Adoptivkinder kann als Ausnahme für die Dauer bis zu 14 Monaten (längstens bis zum Abschluss des achten Lebensjahres) bezogen werden. Bei Pflegeeltern übernimmt ohnehin das Jugendamt den notwendigen Lebensunterhalt für das Kind.
Übernehmen Verwandte bis dritten Grades und ihre Ehepartner die Fürsorge für ein Kind, weil die Eltern schwer krank, behindert oder tot sind, haben auch sie Anspruch auf Elterngeld. Dafür müssen sie dann die übrigen Vorraussetzungen erfüllen, wie die übrigen Eltern.
3. Wie lange wird Elterngeld gezahlt?
Elterngeld kann maximal bis zum 14. Lebensmonat des Kindes bezogen werden. Ein Elternteil kann höchstens für 12 Monate Elterngeld beantragen. Ausnahme: Alleinerziehende. Um die vollen 14 Monate Elterngeld zu bekommen, muss der Partner für mindestens zwei Monate Elterngeld beantragen. In dieser Zeit muss er ganz oder teilweise auf Erwerbseinkommen verzichten.

Außerdem gibt es eine Mindestbezugszeit von zwei Monaten. Jeder Elternteil, der sich um die Kinderbetreuung kümmert, muss mindestens zwei Monate aus dem Job aussteigen.



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