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Lästig

Elterngeld beantragen: Einfach per Klick? Von wegen!

Schon vor der Geburt bringen wir den Drucker und unseren Kopf zum Glühen. Unterlagen heraussuchen, Anträge ausdrucken und ausfüllen. Bloß nichts vergessen, sonst verbringt man die ersten Tage nach der Geburt vor Ordnern, statt kuschelnd im Bett. Elterngeld zu beantragen, gleicht einer Wissenschaft.

Wie und wo kann ich Elterngeld beantragen?

Um Elterngeld zu beantragen, benötigt ihr ein Formular - wer hätte es gedacht. Für jedes Bundesland steht ein anderes Formular zu Verfügung. Auf der Website des Bundesfamilienministerium sind alle aufgeführt.

Für folgende Bundesländer könnt ihr das ElterngeldDigital beantragen:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Über das ElterngeldDigital hinaus könnt ihr in folgenden Bundesländern den Antrag auf Elterngeld online einreichen:

Darüber hinaus hilft euch eure zuständige Elterngeldstelle weiter.

Jeder Elternteil (sofern er/sie Elterngeld beantragen möchte) füllt ein Formular aus und schickt es ab. Ihr könnt den Antrag aber auch zusammenstellen. Auch bei Zwillingen, Mehrlingsgeburten und Frühchen bleibt es bei einem bzw. zwei Anträgen.

Tipp: Auch das Kindergeld lässt sich mittlerweile online beantragen.

Ab wann können Eltern Elterngeld beantragen?

Den Antrag auf Elterngeld könnt ihr erst nach der Geburt stellen, da ihr z. B. die Geburtsurkunde eures Kindes benötigt. Elterngeld erhaltet ihr maximal drei Monate rückwirkend, bedeutet ihr habt drei Monate Zeit den Antrag einzureichen.

Welche Nachweise benötige ich für den Antrag?

Folgende Bescheinigungen bzw. Nachweise benötigt ihr:

  • Geburtsurkunde oder Geburtsbestätigung der Hebamme
  • Mamas reichen die letzten 12 Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung von vor Beginn des Mutterschutzes ein
  • Bescheinigung der Krankenkasse über das Mutterschaftsgeld nach der Geburt
  • ggf. die Bescheinigung des Arbeitsgebers über Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld
  • Papas reichen die letzten 12 Lohn- bzw. Gehaltsabrechnungen vor der Geburt ein

Bei Selbstständigen ist die Sache ggf. etwas komplizierter:

  • Selbstständige reichen den letzten Steuerbescheid ein
  • ggf. eine Bescheinigung über erhaltenes Krankentagegeld während des Mutterschutzes

Tipp: Am besten bereitet ihr den Antrag auf Elterngeld schon vor der Geburt vor und sucht die nötigen Unterlagen zusammen. Dann müsst ihr nur noch die Geburtsurkunde dazu legen und könnt den Antrag abschicken.

Sarah Plück

So richtig digital funktioniert es nicht...

Zugegeben: Wenn ich "digital" lese, erwarte ich eigentlich auch, dass ich Elterngeld wirklich digital beantragen kann. So ist es aber nicht. Der Antrag lässt sich zwar online ausfüllen, aber am Ende des Tages müsst ihr den Antrag dennoch ausdrucken und unterschreiben. Alternativ schickt euch die Elterngeldstelle einen Ausdruck zu, den ihr dann unterschreibt.

Ist es möglich, den Elterngeldantrag zu ändern?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, man könne den Elterngeld nur sehr kompliziert ändern. Aber Entwarnung, das stimmt so nicht. Änderungen, die die Zukunft betreffen, können unkompliziert bei der Elterngeldstelle eingereicht werden.

Komplizierter wird es aber tatsächlich, wenn es um Änderungen geht, die die vergangenen Lebensmonate betreffen. Ist das Elterngeld noch nicht ausgezahlt, sind Änderungen noch möglich. Ansonsten gilt folgendes:

  • Ist das Elterngeld für den betreffenden Lebensmonat bereits ausgezahlt, sind Änderungen nur in besonderen Fällen möglich (z. B. schwere Krankheiten)
  • Alles was drei Monate oder länger zurück liegt, kann nicht geändert werden.
  • Ist der Zeitraum, in dem ihr Elterngeld bezogen habt, bereits beendet, sind keine Änderungen mehr möglich.
  • Ausnahmen gelten beim ElterngeldPlus: ElterngeldPlus-Monate können auch im Nachhinein noch zu Basisgeld-Monaten umgewandelt werden.

Quellen: Familienportal des Bundesfamilienministeriums, Bundesfamilienministerium

Test: Wie soll unser Baby heißen?

Bildquelle: Gettyimages/Mikolette

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