Entwicklung der Familie und Selbstdisziplin


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Den Veränderungen in der Familie passen sich alle an

Vielleicht mag jetzt die eine oder andere denken: „Ich soll mein Kind mitentscheiden lassen, aber ihm auch Grenzen setzen. Ja, was denn nun?“ Beides! Erziehen ist in der Tat die Kunst, eine Balance zu finden. Es gibt beim Erziehen kein Schwarz und Weiß, sondern vor allen Dingen eine kunterbunte Grauzone. Und leider, so ehrlich muss man sein, gibt es dabei keine einfachen Regeln, die garantiert und für alle gleichermaßen gelten und immer funktionieren. Kinder (und auch ihre Eltern) sind keine DVD-Recorder, die man nach Anleitung programmieren kann - auch wenn das manchmal sehr praktisch wäre. Kinder sind verschieden, und ein Familiensystem ist nicht in Stein gemeißelt, sondern verändert sich ständig. Kinder werden älter, lernen und entwickeln sich. Was gestern noch galt, funktioniert heute schon nicht mehr. Und umgekehrt: Was vor einem Jahr noch nicht möglich war, klappt jetzt ganz ausgezeichnet. Die Wissenschaft bezeichnet dies als „Familienlebenszyklus“: Es gibt Phasen des Wandels und relativ stabile, ruhige Zeiten. Die Übergänge sind oft besonders anstrengend:
  • Geburt,
  • Eintritt in den Kindergarten,
  • Schulanfang und
  • Pubertät.
Erziehen bedeutet ein ständiges Abwägen und Neufinden der Positionen, möglichst bei gleichzeitiger Ruhe, Stabilität und Klarheit.

Selbstdiziplin von innen entwickeln

Einerseits und andereseits - das gilt eben auch für die Frage der Disziplin in der Erziehung: So wenig ich mein Kind unterwerfen möchte, so sehr will ich doch, dass es die wichtige und schöne Fähigkeit zur Selbstdisziplin entwickelt. Wohl jeder kennt das beglückende Gefühl, wenn man sich ein Ziel setzt und es am Ende auch erreicht, weil man trotz Mühen und Hindernissen nicht aufgegeben hat. Es ist ohne Zweifel wichtig, dass Kinder lernen, Unlust zu überwinden und eigenverantwortlich zu handeln.

Denn zum erfolgreichenLernen gehören eben nicht nur Spaß und Angstfreiheit, sondern in den allermeisten Fällen auch Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin beim Üben. Das gilt nicht nur für die Mathematik, sondern für einfach alles. Aber wie das Wort „Selbstdisziplin“ schon verrät: Diese Haltung entwickelt ein Mensch aus sich heraus, sonst hieße es ja Mama-Disziplin oder Papa-Disziplin. Eltern können ihren Kindern keine Selbstdisziplin einimpfen oder einpauken - Jeder, der tief in sich reinhorcht, weiß das.