Babyhaut vor Sonne schützen

Die Freude ist groß, wenn die Sonne scheint! Gleichzeitig fürchten wir uns aber auch ein bisschen vor ihrer Strahlung. Vor allem für die extrem dünne und empfindliche Babyhaut ist die Sonne schon nach wenigen Minuten des Guten zu viel. Hier erfahren Sie, wie viel Sonne gut für Ihr Baby ist und wie Sie die zarte Babyhaut am besten schützen.


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Die Schattenseiten der Sonne


Während Erwachsene je nach Hauttyp und Stärke der Sonneneinstrahlung etwa zehn bis 40 Minuten direkte Sonne vertragen, verfügen Babys noch über keinerlei körpereigenen Sonnenschutz, das Schutzsystem der Haut gegenüber der Sonnenstrahlung braucht einige Jahre, bis es voll funktionsfähig ist. „Erst im Erwachsenenalter ist das hauteigene Schutzsystem voll ausgereift“, sagt Biologin Dr. Beate Volkmer von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention. Babys sollten daher nach Möglichkeit keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden! Die Haut vergisst nicht, jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko in späteren Jahren. Und davor können Sie Ihr Kind ganz einfach bewahren – und zwar indem Sie möglichst im Schatten mit ihm bleiben.

Der beste Sonnenschutz: Schatten


© Thinkstock
Die Sonnenseiten der Sonne

Die Wärme und das Licht der Sonne bringen die Produktion von Glückshormonen - den Endorphinen - auf Touren und bescheren uns und unserem Nachwuchs damit ein Stimmungshoch. Die ultravioletten (UV-)Strahlen regen den Körper zur Produktion des für ein gesundes Knochenwachstum wichtigen Vitamins D an. Sie sind aber auch verantwortlich für die Bräunung der Haut, die eine Schutzreaktion der Haut gegen eine schädliche Überdosis an UV-Strahlen ist.
 
Keine Sorge! Auch im Schatten kann Ihr Baby von der Sonne profitieren und Vitamin D3 bilden!
Schutz von Kopf bis Fuß
Ob im Kinderwagen, auf dem Spielplatz, im Planschbecken oder beim Buddeln am Strand - Ihr Baby sollte im ersten Lebensjahr nicht in die pralle Sonne. Da aber nun mal nicht überall Bäume mit wuchtigen Kronen wachsen, muss man sich manchmal etwas einfallen lassen.

Ein großer Schirm oder ein flexibles Sonnensegel sind beispielsweise gute Schattenspender. Weil das Sonnenlicht dadurch aber nicht eingedämmt, sondern lediglich gestreut wird, müssen Kopf, Arme, Schultern, Beine und Füße Ihres Babys trotzdem immer gut bedeckt sein.
 
➤ Der beste Sonnenschutz für die zarte Babyhaut ist, das Baby von Kopf bis Fuß einzukleiden. Für den Sommer gibt es süße Babykleidung mit langen Ärmeln und Beinen. Damit ist Ihr kleiner Schatz vor der Sonne bestens geschützt und kommt - dank lockeren Schnitten und hellen Farben - auch nicht zu sehr ins Schwitzen.
 
➤ Kopf und Nacken sind mit einem Baumwoll-Mützchen mit großem Schirm und langem Nackenschutz am besten geschützt. So ist die empfindliche Kopfhaut nicht nur vor direkter Sonneneinstrahlung und damit einem Sonnenbrand sicher, auch einen Hitzschlag oder Sonnenstich braucht Ihr Kind damit nicht zu fürchten.

➤  UV-Kleidung für Babys: Sehr zu empfehlen sind Kleidungsstücke mit UV-Protektions-Filter (UPF), der bei mindestens 30 liegen sollte. Hochwertige UV-Schutz-Kleidung erkennen Sie an der Kennzeichnung „UV-Standard 801“. Sonnenschutzkleidung gibt es inzwischen in fröhlichen, lustig-bunten Designs. Einziger Wermutstropfen: Sie ist nicht ganz billig, ein Shirt kann schon mal um die 30 oder 40 Euro kosten. Da der physikalische Filter sich aber nicht herauswäscht, sondern auf Dauer erhalten bleibt, kann man die guten Stücke entweder Second Hand kaufen, neue Teile für weiteren Nachwuchs aufheben oder später wieder verkaufen.

➤ Die Augen müssen vor Entzündungen und Katarakten (Linsentrübung) geschützt werden - vor allem am oder im Wasser, weil dort die Sonnenstrahlen besonders stark reflektiert werden. In den ersten Monaten schützen Sie die Augen Ihres Babys mit einem Schatten spendenden Mützchen. Ab etwa neun Monaten können Sie es ruhig mal mit einer Sonnenbrille versuchen. Viele Knirpse finden das sehr lustig. Achten Sie beim Kauf auf UV-Schutzgläser und rutschfesten Sitz. Am besten Sie lassen sich vom Optiker beraten.

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Scheint die Sonne, spielt es sich draußen am schönsten. Aber Eltern sollten die Gefahr der UV-Strahlung für Kinderaugen nicht unterschätzen.


Unbedeckte Körperstellen cremen Sie nach dem ersten Lebensjahr - und bitte nicht früher - am besten mit allergenarmen Sonnenschutzmitteln ein. Achten Sie darauf, dass die Sonnencreme möglichst wenig Zusatz- und Duftstoffe enthält. Bei der Auswahl helfen die Tests von Stiftung Warentest und Öko-Test.
6 Regeln für den Sonnenschutz beim Baby
Nie direkt in die Sonne: Setzen Sie Ihr Baby nie der direkten Sonne aus. Lauschige Plätzchen finden sich viele: unter dem Dach des Kinderwagens, in einem kühlen Zimmer, unter den Ästen eines Baums oder unter einem Sonnenschirm. Im Auto ist ein UV-Schutz für die Fensterscheibe im Sommer fast schon zwingend, da die Fensterscheiben nur die UVB-Strahlung, nicht aber die UVA-Strahlung abhalten.

Vorbereiten: Denken Sie rechtzeitig an den Sonnenschutz fürs Baby: Schon 20 bis 30 Minuten vor dem Ausflug in die Sommersonne sollten Sie sich und Ihre Lieben (ab einem Jahr) mit einem wirksamen Sunblocker eincremen. Denn diese Zeit braucht der Sonnenschutz, damit er seine volle Wirkung auf der Haut entfalten kann!

Nachcremen nicht vergessen: Der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sagt Ihnen, wie lange Sie maximal in der Sonne bleiben können. Bitte nutzen Sie diesen Zeitraum niemals völlig aus, weil selbst der beste Sunblocker die UV-Strahlen nicht komplett abhält. Und denken Sie daran, dass das mehrmalige Eincremen die Schutzzeit nicht verlängert. Aber es ist notwendig, um den durchs Abtrocknen oder Baden, durch Sand oder Schwitzen abgenutzten Schutzfilm wiederherzustellen.

Mittag: Um die Mittagszeit brennt die Sonne am erbarmungslosesten. Bleiben Sie in der Zeit von 11 bis 15 Uhr sich selbst und Ihrem Kind zuliebe in der Wohnung oder im Haus.

Schatten: Wenn es in der Sonne auch noch so schön ist: Legen Sie sich z.B. im Freibad lieber in den Schatten. Das ist erfrischender und gesünder. Selbst im Schatten erreichen Sie noch 40 % der UV-Strahlung.




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Kommentare
  • Ulrich1

    Der 15minütige Spaziergang an der frischen Luft, kann nur dann zur Bildung von Vitamin D führen, das UVB (B!) auf die Haut trifft. UVB kommt nur dann auch der Erde an , wenn die Sonne über 45 Grad über dem Horizont steigt Das ist in unseren Breiten nur während der hellen Hälfte des Jahres ( 6 Monte) der Fall. ( Ausnahme Hochgebirge)
    UVB ist im hauteigenen Lichtfilter verantwortlich für die Bildung von pigmentierten
    Hautzellen und für die Verstärkung der Lichtschwiele/Hornschicht. Die Lichtschwiele ist eine UVB-Sperre .Das längerwellige UVA dringt tiefer ein, stellt auch Stickoxid in der Haut her, das unser Körper in geringer Menge benötig. Ein Zuviel an freien Radikalen wird durch die Oxidation der Pigmente in den pigmentierten Zellen neutralisiert. Durch die Oxidation werden die Pigemente dunkel, die Haut wird braun.
    Wenn der Mensch naturnah leben würde, würde sein hauteigener Lichtfilter dem jahreszeitlich bedingten Sonnenstand anpassen und immer nur soviel Strahlung durchlassen, wie er benötigt, u.a.für die Bildung von Vitamin D. Vitamin D ist ein Hormon, dass auf niedrigem Level wichtig für den Skelettaufbau bei alle Wirbeltieren ist. Für weitere Steuerungsfunktionen dieses Hormons ist ein höherer Level erforderlich. Die Tatsache, dass Säuglinge VitaminD als Arznei bekommen müssen,
    um den zur Vermeidung von Rachitis erforderlichen niedrigen VitaminD-Level zu erhalten, zeigt das die Mütter bereits einen derartig niedrigen Level haben, dass sie d