Kehlkopfentzündung bei Kindern

Eine Kehlkopfentzündung mit Heiserkeit, Halsschmerzen und Husten entwickelt sich oft im Rahmen einer gewöhnlichen Erkältung. Mit ein paar einfachen Mitteln ist sie gut in den Griff zu bekommen.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Heiserkeit, Halsschmerzen, Husten


Bei einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) leiden die kleinen Patienten unter Heiserkeit, Halsschmerzen und einem trockenen Husten. Ihr Kind wird die Entzündung vielleicht mit den Worten "mein Hals kratzt!" beschreiben. Die Kehlkopfschleimhaut ist entzündet und angeschwollen – in seltenen Fällen kann die Schleimhaut so stark anschwellen, dass es zu Atemnot kommt. Eine akute Kehlkopfentzündung entsteht meist im Zusammenhang mit einer Virusinfektion der oberen Atemwege. Nur in seltenen Fällen sind Bakterien im Spiel. Bei einer viralen Infektion ist der Übergang zum Pseudokrupp fließend. 


© iStock
Was hilft bei einer Kehlkopfentzündung?

● Die Stimme schonen und möglichst wenig sprechen! Flüstern ist keine gute Alternative zum normalen Sprechen, auch das strapaziert die Stimmbänder zu sehr.

● Sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit (feuchte Handtücher aufhängen)!

● Viel trinken!

Inhalieren (z.B. mit Salzwasser)!

● Schleimlösende und entzündungshemmende Medikamente verabreichen!

● Wenn die Nase Ihres Kindes verstopft ist, geben Sie ihm einen abschwellenden Nasenspray!

 Das könnte Sie interessieren: Inhalieren bei Kindern

Inhalieren ist eine wunderbare Methode, die Nase frei zu bekommen und den lästigen Husten loszuwerden. Auch kleine Kinder können schon inhalieren.


Sollte Ihr Kind unter Atemnot leiden,  müssen Sie in jedem Fall zum Kinderarzt. Er kann Ihrem Kind ein kortisonhaltiges Medikament verordnen, das die Schwellung schnell abklingen lässt. Allermeist ist eine akute Kehlkopfentzündung aber harmlos. Im Gegensatz dazu ist die durch Bakterien ausgelöste Entzündung des Kehldeckels (Epiglottitis) allerdings nicht ganz ungefährlich. 

 Das könnte Sie interessieren: Pseudokrupp

Bei schweren Pseudokrupp-Anfällen kann es zu Atemnot kommen. Deshalb sollten Sie genau wissen, was bei einem Pseudokrupp-Anfall hilft!


Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)

Die deutlich gefährlichere Form der Kehlkopfentzündung ist die Kehldeckelentzündung, die meist durch Bakterien hervorgerufen wird. Bei der sogenannten Epiglottitis sind die erkrankten Kinder richtig krank, haben hohes Fieber und Schmerzen. Sie leiden unter starken Schluckbeschwerden. Den erkrankten Kindern läuft manchmal Spucke aus dem Mund, weil sie versuchen das schmerzhafte Schlucken zu vermeiden. Im Unterschied zum Pseudokrupp haben erkrankte Kinder bei einer Kehldeckelentzündung keinen Husten und sind nicht heiser. Eine Kehldeckelentzündung kann lebensgefährlich werden, wenn der Kehldeckel so stark anschwillt, dass Atemnot entsteht. Deshalb: Wenn Sie den Verdacht auf eine Kehldeckelentzündung haben und Ihr Kind unter Atemnot leidet, sollten Sie mit Ihrem Kind sofort ins Krankenhaus fahren. Die kleinen Patienten müssen im Notfall künstlich beatmet werden (Intubation). Darüber hinaus wird eine Kehldeckelentzündung mit Antibiotika und Kortison (Rückgang der Schwellung im Kehlkopfbereich) behandelt.


➤➤ Gut zu wissen: Die Kehldeckelentzündung tritt wegen der hohen Durchimpfungsrate gegen Haemophilus influenzae Typ B inzwischen nur noch ganz selten auf. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Hib-Impfung für Säuglinge. Die erste Impfung findet im Alter von etwa acht Wochen statt, die Impfung muss drei Mal aufgefrischt werden.
 
So können Sie Kehlkopfentzündung, Kehldeckelentzündung und Pseudokrupp unterscheiden:

So unterscheiden Sie Kehlkopfentzündung, Kehldeckelentzündung und Pseudokrupp

So unterscheiden Sie Kehlkopfentzündung, Kehldeckelentzündung und Pseudokrupp


© vision net ag

 Das könnte Sie interessieren: FAQ zur Sechsfachimpfung

Überfordert eine solche Impfung das Baby? Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen? Wir haben bei einem Kinderarzt nachgefragt.






mehr zum Thema
Erkältung Gesundheitstipps
Artikel kommentieren
Login