Kopfläuse: So werden Sie die lästigen Blutsauger los

Plagegeister wie Kopfläuse kommen überall vor, wo Kinder die Köpfe zusammenstecken. Was wirklich gegen Kopfläuse hilft – und zwar dauerhaft.


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Kopfläuse auf dem Vormarsch


Kaum ein anderes Problem der Kinder-Gesundheit dürfte mit so vielen Irrtümern und Tabus behaftet sein wie Kopfläuse. Dabei steht längst fest: Kopfläuse zu bekommen, ist keine Sache der persönlichen Sauberkeit und erst recht keine Schande. Und erwischen kann es jeden. Denn zum einen sind Kopfläuse wieder auf dem Vormarsch: Schätzungen zufolge macht heute jedes dritte Kind mindestens einmal Bekanntschaft mit Kopfläusen. Zum anderen können sich Kopfläuse auch auf einem bestens gepflegten Kopf vermehren.

Zum Glück übertragen Kopfläuse keine Krankheiten. Wichtig ist allerdings, dass alle Betroffenen die Kopfläuse möglichst schnell wieder loswerden, damit man eine weitere Verbreitung verhindert. Das funktioniert am besten, wenn man etwas über Vermehrung, Übertragungswege und Bekämpfung der Kopfläuse weiß.

Kopfläuse


© Thinkstock

Kopfläuse und ihre Übertragung

Kopfläuse sind Blutsauger, und zwar ziemlich gierige: Ungefähr alle zwei bis drei Stunden stechen die flügellosen Insekten ihren Stechrüssel in die Kopfhaut. Dabei hinterlassen sie etwas Speichel in der Haut, der das Blut am Gerinnen hindert. Daher juckt der Kopf bei einem Befall mit Kopfläusen oft stark. Nach jeder Blutmahlzeit legt ein geschlechtsreifes weibliches Tier täglich vier bis zehn Eier, aus denen nach acht bis zehn Tagen Larven schlüpfen. Diese wiederum entwickeln sich innerhalb von neun bis zehn Tagen zu erwachsenen Läusen. Zurück bleiben die leeren Eihüllen, die Nissen, die ziemlich hartnäckig und wasserunlöslich am Haar kleben.

Springen wie Flöhe oder fliegen können die höchstens drei Millimeter großen Kopfläuse nicht. Aber sie sind schnelle Krabbler. Sobald sich Menschen zum Beispiel beim Spielen, Tuscheln oder Kuscheln nahe kommen, kann es passieren, dass die Kopfläuse von einem Kopf zum nächsten wandern. Eine direkte Übertragung über Gegenstände wie Mützen, Kopfkissen oder Stofftiere ist die Ausnahme, aber nicht ausgeschlossen. Haustiere dagegen sind keine Überträger – Kopfläuse fühlen sich nur beim Menschen wohl.

Kopfläuse-Befall erkennen


Kopfläuse-Kamm


© Thinkstock
Typisches Anzeichen für Kopfläuse-Befall ist, wenn der Kopf heftig zu jucken beginnt. Gewissheit liefert aber nur eine Untersuchung mit einem Läusekamm aus der Apotheke. Das ist ein spezieller Kamm, dessen Zinken nicht mehr als 0,2 Millimeter voneinander entfernt sind. Um Kopfläuse, ihre Larven und Nissen zu finden, muss der Kopf vom Haaransatz aus sorgfältig Strähne für Strähne bis zu den Haarspitzen durchgekämmt werden. Das geht am besten, wenn man das Haar vorher nass gemacht und eine Pflegespülung einmassiert hat. Danach streicht man den Kamm auf einem Tuch oder Küchenpapier aus. Ist der Kopf befallen, finden sich darauf Kopfläuse, Nissen oder Larven oder aber gleich zwei oder drei Lebensstadien der Tiere nebeneinander.




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