Flohbisse bei Menschen

Kleine bissige Monster

Flohbisse bei Menschen

Flöhe sind in unseren Breitengraden zwar nicht gefährlich, Flohbisse bringen aber einen unangenehmen Juckreiz mit sich. Lest hier, wie ihr euch und eure Kinder vor den Parasiten schützen und was ihr bei Flohbissen tun könnt.

Der Floh

Flöhe sind Parasiten, die ein bis sieben Millimeter groß werden und sich, wie Kopfläuse, von Blut anderer Lebewesen ernähren. Mit ihrer enormen Sprungkraft von bis zu einem Meter können sie sich schnell von Wirt zu Wirt weiterbewegen. Zwar gibt es verschiedene Floharten, wie etwa den Katzen-, Hunde- und Menschenfloh, jedoch sind Flöhe im Allgemeinen in Bezug auf ihren Wirt nicht wählerisch. Erwachsene Flöhe können bis zu zwei Monate ohne Nahrung überstehen. Am liebsten hat es der Floh geschützt und warm zwischen Fell oder Haaren.

Flohbisse beim Menschen kein Zeugnis mangelnder Hygiene

Der Menschenfloh, der auch Krankheiten übertragen kann, ist zwar weltweit verbreitet, aber durch den hohen Hygienestandard in Mitteleuropa weitestgehend ausgestorben. Daher stammen hier Flohbisse beim Menschen eher von anderen Floharten. Vor allem Haustierbesitzer werden unliebsame Begegnungen mit Katzen- oder Hundeflöhen kennen. Aber auch nach einem Besuch im Streichelzoo kann ein Kind Flohbisse oder Flöhe als unerwünschte Souvenirs mit nach Hause bringen. Einmal in der Wohnung nisten sich Flöhe gern in Matratzen, Polstern, Teppichen und Kleidung ein und vermehren sich dort munter weiter.

Flohbisse treten in Gruppen auf

Flohbisse erkennt ihr an hellroten, leicht erhabenen Flecken, die etwa einen Zentimeter groß sind und in Gruppen oder Reihen nah beieinander auftreten. Die Stiche jucken mitunter heftig, weshalb Kinder zu starkem Kratzen neigen. Achtet darauf, dass euer Kind die Bissstellen nicht aufkratzt, um Infektionen durch das Eindringen von Krankheitserregern zu vermeiden.

Flohbisse können leicht mit Masern oder einer allergischen Reaktion verwechselt werden, weshalb ihr gegebenenfalls die Diagnose eines Arztes einholen solltet.

Was Sie bei Flohbissen tun können

Zunächst solltet ihr euch vom Arzt oder in der Apotheke eine Salbe empfehlen lassen, die den Juckreiz mildert. Bewährt bei juckenden Insektenstichen oder Ekzemen haben sich beispielsweise Fenistil-Gel oder eine Cardiosperum-Salbe. In Fällen von besonders extremem Juckreiz wird der Arzt eventuell auch Medikamente zum Einnehmen verschreiben. Homöopathische Mittel dafür sind zum Beispiel Sulfur D20 Trit. Weleda, Calcium-Quercus Glob. Wala oder Urtica comp. Glob. Wala.

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Was kann man gegen Flöhe tun?

Kinder mit Flohbissen sollten zunächst ein heißes Vollbad nehmen, um Flöhe, die sich noch am Körper bzw. auf dem Kopf befinden, zu ertränken.

Hat euer Kind Flohbisse, müsst ihr davon ausgehen, dass sich der Floh (mittlerweile) auch in der Wohnung aufhalten könnte. Wascht daher das Bettzeug samt Bettwäsche sowie Plüschtiere bei mindestens 60°C in der Waschmaschine. Kleidung des Kindes schüttelt ihr über einer mit etwas Wasser gefüllten Badewanne aus, sodass die Flöhe hineinfallen und gleich ertrinken. Gegebenenfalls wascht ihre betroffene Kleidungsstücke ebenfalls bei 60°C.

Teppiche, Vorhänge, Fußböden und Möbel sollten in den folgenden Tagen häufig abgesaugt werden, damit Eier, Larven sowie geschlüpfte Flöhe beseitigt werden. Eine Behandlung der Textilien und Polster mit einem Dampfreiniger macht den Flöhen meistens den Garaus. Erkundigt euch bei einem Tierarzt oder einem Kammerjäger auch nach ungiftigen Insektiziden auf biologischer Basis (z.B. Neudorff-Antifloh), welches ihr beim Reinigen der Wohnung nutzen könnt.

Bei sehr starkem Flohbefall, den sie nicht allein in den Griff bekommen, solltet ihr einen Kammerjäger rufen.

Solltet ihr ein Haustiere haben, müssen diese ebenfalls mit Flohmitteln behandelt werden. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass sich betroffene Tiere nicht auf Polstermöbeln oder Betten aufhalten, um eine erneute Ausbreitung der Flöhe zu verhindern.

Flöhen vorbeugen

Seid ihr Haustierbesitzer solltet ihr euch zum Vorbeugen von Flöhen natürlich in erster Linie darum kümmern, dass eure Haustiere gegen Flohbefall geschützt sind. Dafür gibt es Flohhalsbänder oder Tropfen, die ihr eurem Tier in Absprache mit eurem Tierarzt regelmäßig auftragen solltet. Haltet außerdem die Schlaf- und Kuschelplätze der Tiere besonders sauber und saugt Polster und Textilien, auf denen die Tiere sitzen, regelmäßig gründlich ab.
Textilien wie Bettzeug und Teppiche sollten regelmäßig gelüftet, ausgeklopft und dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, um sie für Flöhe zu unangenehmen Aufenthaltsorten zu machen. Außerdem sollten Böden regelmäßig mit Seifenlauge gewischt werden.

Bildquelle: Thinkstock,Wikipedia

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