Sonne gesund genießen

„Die Haut ist nachtragend und vergisst keine Bräunungssünde“ heißt es im Bericht von Stiftung Warentest zu Sonnenschutzmitteln (7/2013). Daher sollte Sonnebrand unbedingt vermieden werden. Expertentipps, wie Sie Ihre und die Haut Ihrer Kinder vor Schädigungen durch UV-Strahlung schützen können.


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Sonnenschutz-Tipps von Hautarzt Dr. Johannes Gutwald


1. Schatten suchen: Vor allem in den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr. Das gilt insbesondere für den Nachwuchs, denn seine Oberhaut, die Hornschicht, ist viel dünner als bei Erwachsenen und damit besonders empfindlich gegen Sonnenlicht.

2. Körper schützen: Die UV-Bestrahlung lässt sich deutlich minimieren, wenn Kinder wie Erwachsene eine Kopfbedeckung und langärmelige T-Shirts tragen.

3. Eincremen: Sunblocker mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor bereits 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen. Die Lippen nicht vergessen, denn hier ist die Haut besonders dünn und empfindlich, weil sie nicht pigmentiert ist. Nach dem Schwimmen nochmals eincremen, das gilt auch für „wasserfeste“ Sonnenschutzmittel.

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4. Augen schützen: Die feine Haut der Augenlider will ebenfalls geschützt werden - entweder mit einer guten Sonnenbrille oder durch den Schatten eines breitkrempigen Huts.

5. Haut reinigen: Nach jedem Sonnenbad sollte die Haut unter der Dusche gründlich von allen Cremerückständen befreit werden. Sonnenschutzmittel hinterlassen einen öligen Film, der wie eine Barriere auf der Haut wirkt, sodass sie nicht frei atmen kann. 
Zusätzliche Tipps von der Stiftung Warentest:
Richtiger Sonnenschutzfaktor (SPF): Sunblocker der Schutzklasse „mittel“, also 15 bis 25, filtern etwa 90 % der aggressiven Strahlung heraus. Sie eignen sich besonders für bereits vorgebräunte und unproblematische Haut. Personen mit heller, ungebräunter und sensibler Haut sollten gerade zu Beginn des Urlaubs Sonnenschutzmittel mit höheren Schutzklassen wie 30 oder 50 nutzen. Für Babys und Kinder ist ein so hoher SPF während der gesamten Ferien zu empfehlen.

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Übrigens: Nicht nur am Strand herrscht besonders intensive Sonnenstrahlung, auch im Hochgebirge. Deshalb sollte die Haut auch im Wanderurlaub gut vor der Sonne geschützt werden. Geduld: Die Haut muss langsam durch kurze Sonnenbäder an die Sonne gewöhnt werden. Großzügiges und wiederholtes

Eincremen: Sonnenschutzmittel sollten immer reichlich aufgetragen werden. Etwa 3 Esslöffel sind für den Körper eines Erwachsenen zu rechnen. Regelmäßig und besonders nach dem Baden ist der Schutz durch erneutes Eincremen wieder aufzufrischen. Kleine Kinder: Kinder unter einem Jahr sollten nie in die pralle Sonne, da Ihre körpereigene Wärmeregulierung noch nicht ausreichend funktioniert. Ab ein bis ca. drei Jahre sollten sie auch nur kurz in die Sonne, dann aber gut eingecremt und möglichst mit langer Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille.

Kleidung: Aggressive Sonneneinstrahlung wird durch Kleidung, besonders durch dunkle Stoffe, geschwächt. Trockene Kleidung hält außerdem mehr UV-Strahlen ab als nasse Kleidung. Kein

Deo und Parfüm: Diese können langanhaltende Verfärbungen der Haut verursachen.

Medikamente: Manche Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Wenn Sie sich diesbezüglich unsicher sind, besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

Haltbarkeit:
Die Sonnenmilch von letztem Jahr kann noch bedenkenlos genutzt werden, solange sie noch nicht unangenehm riecht oder inhomogen ist.

Flecken vermeiden: UVA-Filter in Sonnenschutzmitteln hinterlassen gelbe Flecken an der Kleidung. Daher der Tipp: Erst anziehen, wenn die Creme oder Lotion gut eingezogen ist. 


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