Wie Akupunktur nicht nur für Kinder funktioniert


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Wie Akupunktur nicht nur für Kinder funktioniert

Wie Akupunktur genau wirkt, weiß bislang niemand. Nach den Vorstellungen der TCM soll Akupunktur den harmonischen Fluss der Lebensenergie Qi wiederherstellen. Sie fließt in zwölf Hauptbahnen, den Meridianen. Schmerzen z.B. entstehen dieser Theorie zufolge dadurch, dass der Energiefluss entlang der Meridiane zwischen einzelnen Körperbereichen blockiert ist. Reizt der Therapeut bestimmte Punkte entlang dieser Bahnen, stelle dies das Gleichgewicht wieder her. Beweise für die Existenz der Meridiane und Akupunktur-Punkte gibt es nicht. Vieles spricht jedoch dafür, dass gekonntes Nadeln keineswegs Humbug ist. So konnten Hirnforscher zeigen, dass spezifische Reize in der Haut über Schmerzfühler ans Gehirn weitergeleitet werden. Dort lösen sie eine vermehrte Ausschüttung von Nerven-Botenstoffen aus, darunter körpereigene Schmerzmittel und Stimmungsaufheller wie Endorphin und Serotonin. „Im Prinzip ist Akupunktur nichts anderes als ein Anstoßen unseres inneren Heilungs-Systems“, sagt Helmut Rüdinger. An welchen der insgesamt 360 Akupunktur-Punkten der Arzt die Nadeln setzt, wie tief und wie lange er sie in der Haut stecken lässt, entscheidet er je nach Art der Erkrankung und abhängig von der Verfassung seines Patienten. Bei der sogenannten Körperakupunktur werden vorwiegend bestimmte Punkte an Händen, Armen und Beinen, aber auch an den Augenbrauen, der Nase oder den Schläfen stimuliert. Ergänzend oder alternativ setzen einige Therapeuten auch die Ohrakupunktur ein. Mit besonders feinen Nadeln werden dabei spezielle Punkte gereizt, die der chinesischen Medizin zufolge in Beziehung zu den einzelnen Organen stehen.