Die beste Schlafenszeit fürs Kind

Wann muss ein Kleinkind ins Bett gehen? Und wie sieht es bei einem Schulkind aus? Mit dieser Tabelle soll sich die beste Schlafenszeit für Ihr Kind ermitteln lassen.


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Mit dem Zubettgehen ist es so eine Sache. Auf sein Kind kann bei dem Thema so gut wie gar nicht hören. Denn wer kennt sie nicht, die lautstarken Proteste vorm Schlafengehen, die „Ich bin aber noch gar nicht müde“-Ausrufe, die mir-fallen-schon-die-Augen-zu-aber-ich-tu-als-wenn-ich-überhaupt-nicht-müde-wäre-Taktiken. Das Gespräch mit Müttern spuckt auch die verschiedensten Bettgehzeiten aus. Feste Schlafzeitpunkte scheint es nicht zu geben. Zumindest bis jetzt. Eine Tabelle mit den besten Schlafenszeiten für Kinder, gestaffelt nach Alter und Aufstehzeit, macht nämlich die Runde in den Sozialen Netzwerken.

Den Schlafzeitpunkt bestimmen



Schlafenszeit für Kinder

Schlafbedürfnisse von Kindern können sehr unterschiedlich ausfallen


© iStock
In den Umlauf gebracht hat diese Tabelle die amerikanische Grundschullehrerin Stacy Karlsen. Sie hatte die Tabelle im Internet gefunden und im Namen ihrer Schule auf Facebook geteilt. Das Post ist schon fast zwei Jahre alt, wird aber immer noch häufig zitiert, wenn es um die Schlafenszeit von Kindern geht. Das Facebook-Posting wurde bis heute über 430.000 Mal geteilt und es gibt über 40.000 Kommentare dazu. Eine Reaktion mit der wohl keiner, vor allem nicht Stacy, gerechnet hätte.
Das Schlafbedürfnis ist individuell
Die Quelle der Tabelle ist unklar; die Angaben in der Tabelle decken sich allerdings weitestgehend mit den Empfehlungen von Kinderärzten und Schlafforschern. In der Regel wird empfohlen, dass Kleinkinder mit etwa zwei Jahren zwölf bis 13 Stunden, Drei- bis Fünfjährige elf bis zwölf Stunden, Grundschulkinder nur noch zehn Stunden Schlaf bekommen sollten. Dabei geht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von einer individuellen Schlafvarianz von zwei Stunden aus. Das heißt, dass nicht jedes Kind gleich lange schlafen muss, um ausgeschlafen zu sein. Denn jeder Mensch braucht unterschiedlich viel Schlaf, das ist auch schon bei Kindern so. Wie viel Schlaf ein Kind also wirklich braucht, um am nächsten Morgen fit zu sein, ist höchst individuell.


Nach einer Weile des Ausprobierens sollten aufmerksame Eltern ganz allein herausgefunden haben, wann ihre Kleinen am besten ins Bett gehen. In den Ferien lässt sich zum Beispiel sehr gut beobachten, wie viel Schalf ein Kind wirklich braucht. Dazu das Kind einfach mal ins Bett gehen und aufstehen lassen, wann es will. Daraus können Eltern dann ablesen, nach wie vielen Stunden Schlaf ihr Kind fit ist.
Feste Schlafroutinen sind wichtig
Trotz aller Individualität ist es wichtig, Kinder an feste Bett-Geh-Rituale zu gewöhnen. Ärzte und Schlafforscher betonen immer wieder, dass feste Schlafgewohnheiten wichtig für Kinder sind. Denn im Schlaf werden die Erlebnisse des Tages verarbeitet. Das ist für Kinder, die Tag für Tag so viele neue Eindrücke sammeln, besonders wichtig. Außerdem findet die Hirnreifung vor allem nachts statt – und das sage und schreibe bis zum 24. Lebensjahr.

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Auf die Dauer kann Schlafmangel deswegen sehr schädlich für Kinder (und natürlich auch Erwachsene) sein. Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen, Übergewicht und mangelndes Wachstum sind nur ein paar der Probleme, die bei Kindern mit chronischem Schlafmangel auftreten können. Die BZgA zitiert beispielsweise Untersuchungen aus Israel, die zum Ergebnis kamen, dass bereits eine Stunde Schlaf mehr oder weniger einen deutlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Kindern hat. Müde Kinder zeigten demnach Verhaltensauffälligkeiten wie Nervosität und Ängstlichkeit.

Und auch im Alltag zahlen sich regelmäßiges Schlafenszeiten aus: Wenn das Kind an die Zeiten gewöhnt ist, stellt es sich automatisch auf sie ein und es gibt weniger Proteste beim Abendritual – wobei weniger nicht heißt gar keine, dann wie sagt es eine Mami in den Kommentaren des Facebook-Postings so schön: "Diese Lehrerin weiß aber schon, dass [solche rigide Zeiten] mit der Realität nichts zu tun haben?"

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von Nicole Metz




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