Erster Kindergartentag: So bereiten Sie Ihr Kind vor

Ohne Mama und Papa gut durch den Tag kommen - das müssen Kinder erst mal lernen. So helfen Sie Ihrem Kind, sich schnell im Kindergarten einzugewöhnen.


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Die Zeit vor dem ersten Kindergartentag



Erster Kindergartentag


© Thinkstock
Schon im Vorfeld sollten Sie und Ihr Kind den Kindergarten in Ruhe erkunden. Zwischen der Anmeldung des Kindes beim Kindergarten und dem eigentlichen Eintritt sollte daher genügend Zeit liegen, um sich mit den neuen Gegebenheiten im Kindergarten vertraut zu machen.

So bereiten Sie Ihr Kind auf den ersten Kindergartentag vor:

•   Erklären Sie Ihrem Kind, was es dort erwartet - dass es z.B. viele neue Kinder kennenlernt und den ganzen Vormittag spielen darf, und dass das ein Reich nur für Kinder ist, in dem Eltern gar nicht mitmachen dürfen.

•   Wecken Sie die Neugier Ihres Kindes und machen Sie ihm Lust auf den Kindergarten - schließlich ist er ein wunderbarer Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

•   Reden Sie viel mit dem Kind über die neue Situation, damit das Kind keine Angst davor hat. Geben Sie Ihrem Kind das Vertrauen, dass es sich im Kindergarten rundum wohlfühlen kann.

Um den ersten Tag im Kindergarten gebührend zu begehen, darf die eigene Kindergartentasche natürlich nicht fehlen: „Die Suche z.B. nach einem Rucksack sollte mit zur Vorbereitung gehören. Bringen Sie auch einen Haken an der Garderobe an - so bekommt Ihr Kind einen eigenen Platz zugewiesen, genau wie Papa für seine Aktentasche.“
Schnuppertage zur Kindergarten-Eingewöhnung nutzen
Einen sanften Einstieg, sich mit der Tagesstätte vertraut zu machen, bieten die sogenannten Schnuppertage, die mittlerweile eigentlich in jedem Kindergarten angeboten werden. An diesen Tagen können Eltern und Kind gemeinsam in die Spielgruppe kommen und die Kinder, Erzieherinnen und Räume kennenlernen.

„Diese Eingewöhnungsphase ist uns sehr wichtig“, sagt Sabine Dahlmühle, Erzieherin im Kindergarten Johanneskirche in Freiburg. „Schon bei der Anmeldung erkundigen wir uns bei den Eltern sehr genau, wie ihr Kind ist und worauf wir zu achten haben. Wir wollen unsere Kinder gut kennenlernen, damit wir auf ihre Bedürfnisse richtig eingehen können. Wenn das Kind dann da ist, wird es von der Gruppe herzlich willkommen geheißen.“


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Jeden Tag bleiben die Eltern dann etwas länger weg. Erst geht die Mutter vielleicht nur eine Runde ums Haus, später bleibt sie dann 30 Minuten, dann eine Stunde, am Ende zwei Stunden fort, bevor sie das Kind wieder abholt. „Kinder reagieren auf eine zeitweise Trennung sehr unterschiedlich. Manche können sich sehr schnell von ihren Eltern lösen und sagen vielleicht schon am zweiten Tag: ,Mama, du kannst jetzt gehen!“, sagt Dahlmühle. Das hänge stark davon ab, ob das Kind schon vorher Erfahrungen in einer Gruppe gemacht hat oder ob es vielleicht bereits  jemanden kennt. „Ideal ist natürlich, wenn es Kinder in der Tagesstätte gibt, die das Kind schon kennt“, sagt Dahlmühle. Daher sollten sich Eltern schon vorher im Bekanntenkreis erkundigen, ob nicht ein Nachbarskind ebenfalls bald in den Kindergarten kommt oder diesen bereits besucht.
Andere Kinder helfen bei der Kindergarten-Eingewöhnung
Auch im Kindergarten Sankt Franziskus setzt Leiterin Ute Kuttruf auf das Wissen der „alten Hasen“: „Da Kinder am schnellsten von anderen Kindern lernen, machen wir es so, dass ein älteres Kind aus der Gruppe jeweils die Patenschaft für einen Neuankömmling übernimmt. Dieses Kind nimmt dann das jüngere an die Hand und führt es herum, zeigt die Räume und erklärt, wo es zum Beispiel die Toilette findet oder wo gegessen wird. Das klappt bei uns sehr gut.“





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