Tipps fürs Fahrrad fahren lernen

Wo Sie die ersten Fahrversuche mit dem Fahrrad starten können, Tipps für Sie als "Fahrlehrer" und was Sie im Straßenverkehr beachten sollten – das alles erfahren Sie hier.


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Der richtige Ort zum Fahrrad fahren



Mädchen lernt Fahrrad fahren

Am besten klappt's auf ebenem Boden.


© Thinkstock
Zwar ist dies selbstverständlich, der Vollständigkeit halber sollte aber noch einmal erwähnt werden, dass eine befahrene Straße sich nicht für die ersten Fahrübungen eignet. Diese sollten auf verkehrsberuhigte Spielstraßen sowie verkehrsfreie Parkplätzen oder Gebäudevorplätze stattfinden. Noch besser bieten sich der eigene Hof oder asphaltierte Feldwege an. Einige Eltern versuchen ihren Kindern aus Angst vor Stürzen und Verletzungen das Radfahren auf Wiesen beizubringen. Die Unebenheiten dort machen erste Fahrversuche allerdings schwierig, weshalb eher zu einem Asphalt- oder Betonuntergrund zu raten ist. Der Untergrund sollte zudem ebenerdig sein und möglichts wenig Steigung oder Gefälle haben.
Tipps für die „Fahrlehrer“
Geduld haben:
Versuchen Sie stets ruhig und gelassen zu bleiben. Vermeiden Sie durch ausgesprochene Erwartungen („Und am Wochenende zeigen wir dann dem Opa, wie gut du das schon kannst!“) oder negative Vergleiche („Die Marie kann das auch schon und die ist ja noch viel kleiner als du!“) Druck aufzubauen. Hat Ihr Nachwuchs die Nase voll, dann machen Sie eine Pause und führen das Training zu einem anderen Zeitpunkt fort. Achten Sie auch darauf, dass das Üben nicht unter Zeitdruck und eben in einer lockeren und entspannten Atmosphäre stattfindet.

Die richtige Hilfestellung geben: Anfangs können Sie dem Kind Hilfestellung beim Fahren geben, indem Sie es an den Schultern festhalten. Halten Sie nicht das Rad am Sattel oder am Lenker selbst fest, da das Kind sonst nicht ausbalancieren muss. Außerdem ist die Hilfestellung weitestgehend von vorn zu geben. Kinder neigen dazu, nach hinten zu schauen, um sich zu vergewissern, dass Sie noch da sind. Beim Radfahren muss der Blick aber stets nach vorn gerichtet sein.


Familie fährt Fahrrad

Übung macht den Meister - gehen Sie mit gutem Beispiel voran und tragen Sie stets einen Helm.


© Thinkstock
Lieber Anschubsen als Anschieben: Anschubsen motiviert das Kind zum Pedaletreten, während es beim Anschieben passiver sein kann. Sollten Sie doch einmal anschieben, dann lassen Sie das Kind nie ohne Vorwarnung los!

Auch stürzen will gelernt sein:
Keine Panik vor Stürzen! In der Regel sind Fahranfänger eher langsam unterwegs und haben auch nur eine geringe Fallhöhe, sodass mit Helm und Schutzkleidung nur wenig passieren kann. Und auch Fallen will geübt sein. Meistens ist es der Schreck, der das Kind dann zum Weinen bringt. Wenn die Tränen getrocknet sind, geht’s einfach weiter.

Üben, üben, üben:
Sobald die ersten Meter selbstständig und sicher gefahren werden, wird das Kurvenfahren geübt, sowie das Fahren auf anderem Untergrund, wie eine Wiese oder Kopfsteinpflaster. Am besten wird das Fahrrad fahren dann soweit wie möglich im Alltag eingebunden, denn nur Übung macht den Meister.
Achtung im Straßenverkehr
In den Straßenverkehr, das heißt auch auf öffentliche Bürgersteige, geht’s für das Kind erst, wenn es ganz sicher mit dem Fahrrad unterwegs ist. Das heißt, es muss plötzlich bremsen, ausweichen und die Klingel betätigen können. Bis zu einem Alter von acht Jahren müssen Kinder auf dem Bürgersteig fahren und dürfen noch nicht auf die Straße.

Ganz wichtig im Straßenverkehr ist eine sichere Ausstattung des Fahrrads: Reflektoren, Licht, funktionstüchtige Bremsen, eine Klingel sowie stets aufgepumte Reifen. Und auch hier sei noch einmal an den Fahrradhelm erinnert, der im Notfall Leben retten und vor schweren Verletzungen schützen kann.


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