Mithilfe im Haushalt: Tipps zur Motivation

Lesen Sie hier Tipps und Tricks, wie Sie Ihren Nachwuchs zum Helfen im Haushalt animieren.


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Lohn heißt Lob


Es gibt verschiedene Ansätze, die Hausarbeit innerhalb einer Familie zu organisieren. Geld – da sind sich Pädagogen ebenfalls einig – ist innerhalb des „Familienbetriebes“ keine gute Währung. Der Lohn heißt hier statt Bezhalung: angemessenes Lob, Eigenständigkeit, Stolz und das Gefühl, ein wichtiger Teil eines Teams zu sein
Aufgaben im Haushalt gerecht verteilen
Mama, Papa, Paul und Lilly sprechen regelmäßig auf einer Familienkonferenz über Notwendiges und Wünsche und legen einen groben Haushalts-Fahrplan fest. Vereinbarte Aufgaben notiert die Familie auf Pappkärtchen. Nun heften Mama und Papa jeden Morgen ein bis zwei dieser Aufgaben-Kärtchen auf eine Pinnwand mit den Feldern „Paul“ und „Lilly“. So steht etwa bei Paul „Müll zur Tonne bringen“ und bei Lilly „Hasen füttern“. Und damit alle einen Überblick über die anfallenden Arbeiten bekommen, sollte auch Paul mal die Hasen füttern und Lilly den Müll raustragen.
Guter Trick: Auswählen lassen
Trotz guter Organisation und fairer Absprachen kommen Kinder einfach nicht in die Gänge. Der Trick: Eltern lassen Kindern die Wahl zwischen zwei Aufgaben: Möchtest du lieber abwaschen oder Staub saugen?

Das Kategorisieren lernen Kinder erst allmählich – mit unserer Unterstützung: Stifte gehören zu den Malsachen und Socken in den Kleiderschrank. Die Lösung liegt in ganz klaren Anweisungen: „Bring bitte alle Puppen in die Puppenecke!“ Was aber, wenn frühpubertäre Sätze kommen wie „Ich hab keinen Bock“? Hier müssen Eltern klare Forderungen stellen und die Einhaltung kontrollieren.

Tipps zum regelmäßigen Aufräumen
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    Regelmäßiges Ausmisten:

    Wo tausend Dinge aus den Regalen quellen und alle Ecken verstopft sind, ist Aufräumen schlicht nicht möglich. Deshalb: Überflüssiges raus, Luft rein! Wie wär’s mit einem Familiengroßputz an jedem ersten Samstag im Monat? Oder einem jährlichen gemeinsamen Flohmarkt? Und der Gewinn wird gleich reinvestiert: in einen Zoobesuch und einmal schick Pizza essen.

  • 2 / 4
    Klare Strukturen:

    Wenn jedes Ding einen festen Platz hat, fällt Kindern das Kategorisieren und damit das Aufräumen viel leichter. Dabei helfen große Behälter und offene Regale, die jeweils mit Symbolen für Autos, Bastelsachen usw. beklebt werden.

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    Fundbüro einrichten:

    Jeden Tag stranden irgendwo Dinge, die ganz offenbar nicht vermisst werden. Wohin damit? Ab ins familieninterne Fundbüro! Zum Beispiel eine Kiste auf dem Flur. Einmal im Monat findet eine öffentliche Sichtung statt. Im Zweifel kommen die verwaisten Stücke mit zum Flohmarkt.

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    Perfektionismus ade!

    Verabschieden Sie sich vom hoffnungslosen Streben nach vollendeter Ordnung. Betrachten Sie es positiv: Bei Ihnen ist Leben in der Bude – und das darf man auch sehen.