Schulnoten-Typen: Das Unter-Druck-Kind

Typ 4: der überehrgeizige Schüler. Dieser Typ macht sich selbst am meisten Druck und will in allem perfekt sein. Als Eltern sollten Sie hier ab und zu die Bremse ziehen, damit das Kind sich nicht selbst überfordert. Diese Expertentipps helfen.


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Bei Schulnoten ist übertriebener Ehrgeiz falksch: wie Eltern ihre Kinder bremsen können.


© Thinkstock
Das Unter-Druck-Kind


Es gibt Schüler, die sich selbst so unter Druck setzen, dass sie dadurch Lernblockaden aufbauen oder völlig verunsichert sind. Das führt häufig dazu, dass sie wesentlich schlechter in der Schule abschneiden, als es eigentlich ihren Leistungen entspricht. Rebecca aus Hamburg gehört zu diesem Schüler-Typ. „Sie möchte zu viel. Sie möchte am liebsten in den meisten Fächern sehr gute Noten. Sie will es mit aller Macht und ist dann oft nervös und unkonzentriert. Heraus kommt eine schlechte Zensur“, erzählt ihre Mutter. Rebecca hat die Messlatte für sich selbst sehr hoch gehängt und wird wütend, wenn sie eine schlechte Zensur bekommt: „Ich weiß, dass ich es bestimmt besser kann.“ Obwohl ihre Mutter nicht schimpft, mag Rebecca schon die kleinste Kritik an einer schlechten Zensur nicht hören. Mittlerweile hat Rebecca ein Ventil für ihre Tochter gefunden: Das Mädchen mimt nach der Schule in einer Schauspielgruppe mit. Das macht ihr Spaß, sie findet Anerkennung und wird so etwas vom selbst gemachten schulischen Leistungsdruck abgelenkt.

Experten-Fazit:
Wenn Schüler sich so sehr unter Druck setzen, dann fehlt es ihnen an Distanz zu Schulangelegenheiten, an einer gesunden Einstellung zur Leistung und an Selbstbewusstsein. Diese drei Dinge brauchen sie aber, um ihre Schulnoten zu verbessern. Sie müssen Kraft aus der Ruhe schöpfen und lernen, dass bei einer schlechten Zensur nicht die Welt zusammenbricht. Sie müssen die Ängste wieder abbauen, die sie sich durch überhöhte Anforderungen selbst aufgebaut haben.

Tipps für die Eltern:
Reagieren Sie gelassen. Wenn Ihr Kind eine schlechte Zensur bekommt, versuchen Sie die Gründe dafür zu finden. Setzen Sie es keinesfalls unter Druck. Angedrohte Strafen oder Druck motivieren Ihr Kind nicht, sondern lassen es aus Angst handeln.