Sicherheit schenken hilft bei der Eingewöhnung

Kinder lassen sich sehr von den Unsicherheiten der Mutter beeinflussen. Deshalb gibt: Nur wenn die Mama einen zuversichtlichen Eidnruck macht, traut sich auch das Kind die Eingewöhnung in der neuen Umgebung zu.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Sicherheit schenken hilft bei der Kindergarten-Eingewöhnung


Mindestens genauso wichtig für die Kindergarten-Eingewöhnung ist, dass die Mutter zeigt, dass sie Vertrauen in die neue Umgebung und zu der Erzieherin hat und davon überzeugt ist, dass der Kindergarten ihrem Kleinen guttut. „Wenn Kinder spüren, dass die Mutter unsicher ist und anscheinend nur ungern geht, wird auch das Kind sich nicht trennen und sich nur ganz schwer eingewöhnen können“, betont zur Nieden. Unsicherheit bei der Mutter mache dem Kind Angst. „Natürlich fällt es auch der Mutter nicht leicht, loszulassen - schließlich ist es oft das erste Mal, dass sie ihr Kind in fremde Hände gibt und dass andere die Erziehung übernehmen.“


 Das könnte Sie interessieren: 7 Kindergarten-Konzepte im Überblick

Welches Kindergarten-Konzept am besten zu Ihnen und Ihrem Kind passt: Wir haben die Fakten.


Die Psychologin rät Eltern deshalb, sich vorher über das Konzept eines Kindergartens gut informieren zu lassen und in Vorgesprächen den Erzieherinnen alle Fragen zu stellen, die sie auf dem Herzen haben. Aber auch andere Mütter zu befragen, schenke Sicherheit: „Lassen Sie sich von unterschiedlichen Personen beraten. Das schafft Klarheit. Fragen Sie sich: Was macht mich unsicher? - und gehen Sie der Sache auf den Grund.“ Weitere hilfreiche Anlaufstellen sind Mütterberatungsstellen, der Kinderarzt oder ein Psychologe.

Checkliste „Guter Kindergarten“:
  • Passen die Öffnungszeiten zu Ihren Betreuungswünschen, und ist der Kindergarten gut erreichbar?
  • Wirken das Außengelände und das Gebäudeinnere einladend und freundlich?
  • Sind Ihnen die Erzieherinnen sympathisch?
  • Trifft Ihr Kind im Kindergarten auf Gleichaltrige, die es schon kennt?
  • Stehen den Kindern Geräte und Spielmaterial zur freien Verfügung?
  • Kooperiert die Kita mit der Grundschule und anderen Partnern wie Vereinen und Musikschulen?
  • Liegt Ihnen ein schriftliches Konzept über Angebote, Ziele und Besonderheiten des Kindergartens vor?
  • Was lernen die Kinder? Werden ihnen spannende, nicht alltägliche Anregungen geboten, wie z.B. eine Bewegungsbaustelle, Medien oder eine Naturkunde-Werkstatt?
  • Informieren die Erzieherinnen regelmäßig über die Entwicklung der Kinder, bieten Beratung an und bitten um aktive Mitwirkung der Eltern?


Kindergarten fördert soziale Kompetenzen

„Die meisten Kinder haben sich aber eigentlich nach ein bis zwei Wochen gut eingewöhnt und kommen gern in den Kindergarten“, sagt Sabine Dahlmühle. „Der Kindergarten bietet den Kleinen einfach eine tolle Möglichkeit, soziale Kompetenzen zu erlernen.

Hier lernen sie, dass man z.B. niemanden hauen oder ihm etwas wegnehmen darf“, sagt Saskia zur Nieden. Besonders Einzelkinder erfahren, wie sie mit anderen umzugehen haben, dass sie in der Gruppe nur eines von vielen Kindern sind.


 Das könnte Sie interessieren: Naturwissenschaftliche Experimente im Kindergarten

Die Initiative „Sandkasten-Ingenieure“ möchte die Neugierde kleiner Forscher im Kindergarten anregen.


„Zudem lernen Kinder, sich selbst einzuschätzen - das schenkt ihnen Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.“ Für die meisten Kinder ist der Kindergarten eine spannende, neue Erfahrung. Sicher hat auch Ihr Kind viel erlebt: Was und mit wem hat es heute gespielt? Wurde gemeinsam gebastelt, gesungen, gemalt? Was gab es zu essen? „Zeigen Sie Interesse für die Erlebnisse Ihres Kindes und lassen Sie sich davon erzählen. Das Berichten vom Tag kann z.B. ein festes Ritual beim Mittagessen werden. So spürt Ihr Kind, dass es ernst genommen wird“, erklärt zur Nieden.

Erziehungstipps zum Thema Kindergarten
  • 1 / 5

    Meine Tochter besteht darauf: Ihr Teddy muss mit in den Kindergarten!

    Viele Kinder brauchen in der Anfangszeit ein vertrautes Objekt. Sie können mit Ihrer Tochter vereinbaren, dass der Teddy im Kindergarten bleibt und da morgens schon auf sie wartet. Bald wird sie sich auf die neue Umgebung eingestellt haben und braucht den Teddy dann gar nicht mehr als Beschützer.

    Warum sind Kuscheltiere eigentlich so wichtig? Das lesen Sie hier ...

  • 2 / 5

    Unser Sohn ist beim Basteln und Werken sehr ungeschickt.

    Ihm fehlt es wahrscheinlich an feinmotorischer Geschicklichkeit. Die können Sie fördern, indem Sie ihn im Haushalt mithelfen lassen. Tätigkeiten wie Abwaschen und Abtrocknen, Gemüse putzen usw. verbessern die Geschicklichkeit der Finger und erhöhen so seine Handlungskompetenz, wenn es um Bastelarbeiten geht.

  • 3 / 5

    Mein Sohn will nicht mehr in den Kindergarten, nachdem er die ersten vier Wochen lang sehr gern hingegangen ist.

    In den meisten Fällen ist es umgekehrt – auf den Trennungsschmerz folgt die Gewöhnung. Bei Ihrem Sohn mag in den ersten Wochen die Faszination an der neuen Umgebung überwogen haben, aber jetzt merkt er stärker, dass er von Ihnen getrennt ist. Natürlich können Sie seinem Wunsch nicht nachgeben, zu Hause zu bleiben. Aber erleichtern Sie ihm den morgendlichen Abschied mit einer Extraportion Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit.

  • 4 / 5

    Unser Sohn soll ein Instrument lernen. Ist er mit vier schon alt genug dafür?

    Die nötige Feinmotorik und die Disziplin zu regelmäßigem Üben stellen sich meist ab sechs Jahren ein. Lassen Sie Ihren Sohn aber nicht gerade parallel zur Einschulung mit Musikunterricht beginnen. Wenn er jedoch schon den Wunsch äußert, ist musikalische Früherziehung das Richtige für ihn, weil da Kindern spielerisch und auf einfachen Instrumenten Spaß an Melodien und Rhythmen vermittelt wird. Erfahrene Musikpädagogen erkennen dabei auch, welches Instrument für ihn am besten geeignet sein dürfte.

  • 5 / 5

    Ich möchte meiner Tochter, 6, einen Lerncomputer kaufen – ist die Anschaffung sinnvoll?

    Im Vorschulalter: ja. Achten Sie darauf, dass zusätzlich zur Basisausstattung weitere Lernmodule erhältlich sind. Ab 6 ist aber Kinder- und Lernsoftware ebenso geeignet, die auf dem elterlichen Computer läuft – hier ist die Auswahl auch viel größer.



mehr zum Thema
Kinderbetreuung