So bleibt der Geschwisterstreit fair

Bei Geschwistern gehört Streit zum Alltag. Ein Geschwisterstreit ist nicht weiter schlimm, wenn alle fair bleiben.


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Geschwisterstreit um Spielzeug


Einer der häufigsten Gründe für Geschwisterstreit ist der Zank ums Spielzeug. Der Grund: Gerecht teilen können Kinder frühestens mit etwa sieben Jahren. Erst dann können sie verstehen, dass man auch mal verzichten muss und dafür später einen Ausgleich bekommt. Das können Eltern tun: Jedes Kind braucht Spielzeug, das nur ihm gehört und für andere tabu ist, gut sind Erkennungsaufkleber. Für gemeinsame Dinge gibt es eine Familienkiste – und sonst gilt: Darf heute der eine mit etwas spielen, ist morgen der andere dran.

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Geschwisterstreit durch Konkurrenz unter Geschwistern

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Die Liebe der Eltern schwingt zwischen den Geschwistern hin und her. Woran es liegt, dass Eltern ihre Kinder unterschiedlich lieb haben.


Ein weiterer häufiger Grund für Geschwisterstreit ist der Konkurrenzgedanke. Viele Eltern versuchen, alle ihre Kinder gleich zu behandeln, um niemandem weh zu tun. Das geht allerdings schon deshalb schief, weil Kinder nunmal nicht gleich sind. Eltern sollten Ungleichheiten akzeptieren und jedes Kind altersangemessen behandeln. Das funktioniert am besten mit kleinen Absprachen: Natürlich bekommt der Ältere mehr Taschengeld, der Kleinere darf dafür aber zum Beispiel den nächsten Kinofilm aussuchen.
Eltern sollten im Alltag kein Kind bevorzugen. Auch Vergleiche der Geschwister untereinander heizen die Gemüter manchmal unnötig an. Und lassen Sie sich von ihren Kindern nicht ausspielen, machen Sie ihnen klar, dass Petzen unfair ist.
Was Eltern bei einem Geschwisterstreit tun können

Konkurrenz:
Bei Geschwisterstreit ist es nicht Ihre Aufgabe, Partei zu ergreifen. Vor allem, wenn Sie immer dasselbe Kind (meist das jüngere) in Schutz nehmen, fühlt sich das andere zu Recht unfair behandelt.

Konflikte lösen: Zu einem Geschwisterstreit gehören immer zwei. Versuchen Sie nicht zu rekonstruieren, wer Schuld hat. Stattdessen sollten Sie den Streithähnen zeigen, dass sie ernst genommen werden. Nur wenn sich Kinder in ihrer Wut verstanden fühlen, sind sie in der Lage, sich in den Standpunkt des anderen hineinzuversetzen und selbst eine Lösung zu finden. Und: Drohungen und Strafen bringen nichts.

Einmischen oder raushalten?
Am besten schreiten Eltern bei einem Geschwisterstreit erst ein, wenn alles ausgesprochen ist und der Streit sich im Kreis zu drehen beginnt. Spätestens wenn der Geschwisterstreit in Handgreiflichkeiten überzugehen droht, sollten Sie aber eine Grenze ziehen. Oft bleibt dann nur noch übrig, die Kampfhähne zu trennen.

Geschwister, die nicht gut miteinander auskommen, sollten sich kein Zimmer teilen. Falls nicht genug Platz ist, helfen Trennwände.
Geschwisterstreit ist okay - wenn man sich an Regeln hält

7 Streitregeln für Kinder
  • 1 / 7
    Keine Gewalt

    Nicht mit Gegenständen aufeinander eindreschen oder mit ihnen werfen.

  • 2 / 7
    Fair bleiben

    Nicht auf Kleinere und Schwächere losgehen und nicht zu mehreren gegen einen vorgehen.

  • 3 / 7
    Emotional sein

    Gefühle sind erlaubt, Gemeinheiten aber tabu.

  • 4 / 7
    Nachgeben

    Es bricht einem keine Zacke aus der Krone, wenn man mal nachgibt.

  • 5 / 7
    Ein Ende finden

    Aufhören, wenn einer nicht mehr mitmachen will.

  • 6 / 7
    Frieden schließen

    Ein ehrenhafter Kompromiss ist immer möglich.

  • 7 / 7
    Konstruktiv sein

    Ein guter Geschwisterstreit endet mit einer Einigung, nicht mit Sieg und Niederlage.






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