Warum der Opa fürs Kind so wichtig ist

Die Beziehung zwischen Großvätern und Enkelkindern ist etwas Besonderes. Kinder erfahren durch Opa viel über ihre Wurzeln - und einiges über ihre scheinbar perfekten Eltern


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Ein Großvater (eine Großmutter natürlich auch) stellt dann eine Bereicherung im Leben seiner Enkel dar, wenn man einige Selbstverständlichkeiten im Zusammenleben bedenkt: Ein Opa erlebt sich häufig in einer widersprüchlichen Position. Auf der einen Seite ist er als Babysitter, als Aufpasser gerne gesehen, auf der anderen Seite möchten viele Eltern Opa am liebsten bewachen, damit er genauso erzieht wie die Eltern. Das ist eine Überforderung. Ein Großvater erzieht anders und pflegt eine eigenständige Beziehung zu seinen Enkeln. Er hat ganz eigene, für ihn gültige Lebenserfahrungen gemacht. Wer seine Kinder dem Opa anvertraut, gibt zugleich Verantwortung ab. Vertrauen Sie Ihrem Kind, dass es selbst die Unterschiede erkennt und  Vor- und Nachteile abwägt. Enkel sind durchaus in der Lage, die unterschiedlichen Erziehungsstile zu bewerten. Großväter reagieren manchmal unbeschwerter, weiser; sie verwöhnen mehr und schränken weniger ein, weil sie über einen Erfahrungsschatz verfügen, auf den sie beruhigt zurückgreifen können. Kinder hängen an den Lippen ihres Opas. Und manche seiner Erzählungen hören sich an wie Märchen aus uralter Zeit - einer Zeit ohne Fernsehen, ohne Computer, ohne Telefon, ohne Handy. Problematisch wird der Einfluss des Großvaters dann, wenn dieser seine eigene Kindheit verklärt - die Gegenwart gegen die Vergangenheit ausspielt, nach dem Motto: „Früher war alles besser!“




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